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Do, 13. – So, 16. Mai 2021

„Kinder, schafft Neues!“

Ein Kosmos zur Kraft des sich immer wieder neu erfindenden Musiktheaters.

(Statt Wagner - Kosmos II Macht und Manipulation)

Festival und interdisziplinäres Symposion

Das im Mai 2021 unter dem Titel „Macht und Manipulation“ geplante Festival und interdisziplinäre Symposion kann Corona-bedingt in dieser Form leider nicht stattfinden. Stattdessen kreieren wir rund um die Uraufführung von Der Hetzer einen Kosmos über das sich immer wieder neu erfindende Musiktheater: „Kinder, schafft Neues!“ Mit den Uraufführungen von Der Hetzer und Persona stehen zwei Auftragskompositionen der Oper Dortmund im Mittelpunkt des Programms. Giuseppe Verdis Otello wurde von Bernhard Lang unter dem Titel Der Hetzer packend mit Blick auf die gesellschaftliche Realität im 21. Jahrhundert überschrieben (Uraufführung am 13. Mai 2021), mit der Uraufführung von Persona am 14. Mai 2021 präsentiert sich der junge kanadische Komponist Thierry Tidrow. Persona ist eine interaktive Auseinandersetzung mit der Gaming-Kultur und entsteht in Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität. Mit Kai Anne Schuhmacher (Der Hetzer) und Zsófia Geréb (Persona) geben zwei hochinteressante junge Regisseurinnen ihr Debüt in Dortmund. Richard Wagner steht auf dem Programm beim Liederabend Was duftet doch der Flieder mit Michael Volle und Gabriela Scherer, die zudem auch Werke von Richard Strauss interpretieren werden (15. Mai 2021). Des Weiteren wird am 15. Mai 2021 eine Aufführung von Sehnsucht. Ein barockes Pasticcio zu sehen sein, mit dem jungen brasilianischen Shootingstar Bruno de Sá, dessen natürliche Sopranstimme ein außerordentlich beeindruckendes Phänomen darstellt und der kürzlich von der Fachzeitschrift Oper! zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt wurde. Ein weiterer besonderer Sänger-Gast wird bei einer Operngala am 14. Mai 2021 zu hören sein: Pene Pati, Preisträger zahlreicher renommierter Wettbewerbe wie Neue Stimmen und Operalia und einer der außergewöhnlichsten jungen Tenöre unserer Zeit wird sich mit französischem Repertoire dem Publikum präsentieren.

Ein Programmpunkt anderer Art ist für den Vormittag des 15. Mai geplant mit der Vorführung des experimentellen Musikfilms Sounds of Dortmund im Opernhaus. Obwohl er im Herbst 2020 entstand, sind diesem Film die besonderen Umstände, unter denen er kreiert wurde, nicht anzumerken. Stattdessen sprüht er vor Lebensfreude und Lust am Musizieren – mit zahlreichen Musiker*innen der Stadt Dortmund, mit Sänger*innen des Opernensembles, Mitgliedern der Dortmunder Philharmoniker und vielen mehr. Im Anschluss findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zu partizipativen Stadtprojekten statt, u. a. mit Alvaro Schoeck dem Künstlerischen Leiter von Sounds of Dortmund. Am 16. Mai beginnt der Tag mit dem Gottesdienst „Oper trifft Kirche“ in Sankt Reinoldi.

Zum Programm

Aufgrund der besonderen Hygienevorschriften ist es leider nicht möglich ein öffentlich zugängliches Symposium zu veranstalten.

Ausblick Die Deutsche Erstaufführung von Frédégonde im Kontext zum Gedenken an den 100. Todestag von Camille Saint-Saëns wird neu am 20. November 2021 Premiere feiern und Bestandteil des Wagner-Kosmos III sein. Ebenso wird die 2020 Corona-bedingt nicht realisierte Premiere von Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko (Erstaufführung der 3. Fassung in französischer Sprache) 2022 nachgeholt. Der dritte Wagner-Kosmos findet anlässlich der Premiere der Walküre vom 20. bis 22. Mai 2022 statt, für das interdisziplinäre Symposium konnten hochkarätige Redner*innen und Diskutant*innen gewonnen werden, wie u. a. Prof. Dr. Anselm Gerhard (Universität Bern), Prof. Dr. Inga Mai Groote (Universität Zürich), Prof. Dr. Anno Mungen (Universität Bayreuth), Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Universität Mainz) und Alex Ross, der renommierte New Yorker Musikkritiker, der mit seinem Buch Die Welt nach Wagner eine beeindruckende Analyse über die kulturgeschichtliche Wirkung des umtriebigen Komponisten geschrieben hat.