Philharmoniker • Februar 2022

6. Philharmonisches Konzert: Jüdische Spuren

Mit Werken von Schostakowitsch und Mahler

Kalender

Jüdische Spuren

Dmitri Schostakowitsch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur Titan

Im 6. Philharmonischen Konzert folgen wir den Spuren, die jüdische Musik in unserem sinfonischen Kanon hinterlassen hat. Gustav Mahler stammte nicht nur aus einem jüdischen Elternhaus, sondern hat die Klanglandschaften der jiddischen „Shtetl“ insbesondere im dritten Satz seiner ersten Sinfonie unüberhörbar in Szene gesetzt: Gewitzte Holzbläserpassagen verleihen dem Trauermarsch die von Mahler beabsichtigte ironische Note.

Dmitri Schostakowitsch hingegen näherte sich als Außenstehender der jüdischen Kultur. 1948 inspirierte ihn ein Gedichtband zur Komposition seiner elf Jüdischen Lieder, und im selben Jahr entstand auch sein erstes Violinkonzert, das vor allem im zweiten Satz von ebendieser Auseinandersetzung zeugt. Für diese Identifikation mit der geächteten jüdischen Bevölkerungsgruppe fiel der Künstler beim stalinistischen Regime erneut in Ungnade und; beide Werke wurden erst sieben Jahre später uraufgeführt. Als Solistin in diesem Konzert begrüßen wir die Violinistin Anna Tifu, Stipendiatin der Mozart Gesellschaft Dortmund.

Termine

Februar 202201DienstagKonzerthaus20:00 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 01. Februar 2022

Besetzung

Violine Anna Tifu

Dortmunder Philharmoniker

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