Oper

Digitale Operngala »Frühling«

Livestream aus dem Konzerthaus Dortmund

Kalender

Frühling

Die Frühlingsgala muss aus dispositionellen Gründen leider verschoben werden und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
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So frisch und farbenfroh wie der nahende Frühling ist auch das Programm der digitalen Operngala, die am 31. März auf der Internetseite des Theater Dortmund zu erleben sein wird. Neben den klangvollen und stimmstarken Ensemblemitgliedern der Oper Dortmund darf man sich auf den Herrenchor des Opernchor Theater Dortmund freuen: „O welche Lust, in freier Luft / Den Atem leicht zu heben!“ singt der Chor der Gefangenen in Ludwig van Beethovens einziger Oper Fidelio (Soli: Sungho Kim, Denis Velev) – auf diese Weise wird auch der 250. Geburtstag des Komponisten gewürdigt, der im vergangenen Jahr dann doch nicht so umfassend gefeiert werden konnte, wie geplant. Mit dem schwungvollen „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers Der Freischütz begrüßen die Chorherren den bevorstehenden Frühling und stimmen lustvoll auf zukünftige Ausflüge in die Natur ein. Eine ganz ähnliche Stimmung erweckt die Ouvertüre aus der Oper Der Wildschütz oder die Stimme der Natur von Albert Lortzing, die Gabriel Feltz gemeinsamen mit den Dortmunder Philharmonikern zum Beginn des Abends erklingen lassen werden.

Programmatisch ebenfalls sehr passend interpretiert die Sopranistin Anna Sohn den hochvirtuosen Konzertwalzer „Frühlingsstimmen“ op. 410 von Johann Strauß (Sohn), in dem die atemberaubenden Koloraturen an das Tirilieren der Vögelchen erinnern. In „Mon coeur s'ouvre à ta voix“, der Arie der Dalila aus Camille Saint-Saëns Samson et Dalila wendet sich die Mezzosopranistin Hyona Kim mit hingebungsvollem Lyrismus an den Geliebten und findet gleichsam romantische Analogien aus der Natur für ihre Gefühle. Auch der französische Komponist ist übrigens zu den Jubilaren zu zählen, 2021 gedenkt die Oper Dortmund seinem 100. Todestag.

Doch auch die übrigen Programmpunkte versprechen musikalischen Hochgenuss und erwecken aufregende Frühlingsgefühle. Während der Bassbariton Morgan Moody in einer seiner Paraderollen – Leporello in Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni – mit diabolischem Vergnügen die erotischen Eskapaden seines Herren auf dem europäischen Kontinent statistisch auswertet, hält die Sopranistin Sooyeon Lee als Blondchen (Die Entführung aus dem Serail) entgegen: Erst macht sie in der Arie „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“ klar, wie man eine Frau behandeln sollte, um ihr Herz für sich zu gewinnen. In dem Duett „Ich gehe, doch rate ich Dir“ mit dem Bass Denis Velev als Osmin macht sie deutlich, wer hier die Hosen anhat – bei allem Ernst des Inhalts vielleicht eine der heitersten Nummern Mozarts.

In der Oper Pagliacci (Der Bajazzo) des italienischen Komponisten Ruggero Leoncavallo steht zwar ein Komödiant im Mittelpunkt des Geschehens, dennoch ist das Werk keine Komödie. Der Tenor James Lee, der dem Publikum bereits bestens als Radamès (Aida) und Benjamin F. Pinkerton (Madama Butterfly) bekannt sein dürfte und nun festes Mitglied des Opernensembles ist, interpretiert die vielleicht bekannteste Arie des Stücks: In „Vesti la giubba“ macht Canio seiner Verzweiflung über den Betrug seiner Ehefrau Luft, während er sich für den Beginn der nahenden Vorstellung zum Clown verwandelt. Mit „Si può?“ hingegen begrüßt zu Anfang sein Kollege und vermeintlicher Kontrahent Tonio (gesungen von dem charismatischen Bariton Mandla Mndebele) in einem Prolog die Zuschauenden und weiht sie in die Intention des Dichters ein.

Voller Esprit und Feuer ist schließlich das Lied „La danza“ des lebenslustigen Komponisten Gioacchino Rossini, das aus seinem Liederzyklus Les soirées musicales stammt. Der Tenor Sungho Kim interpretiert mit unwiderstehlichem Schmelz in der Stimme die mitreißende neapolitanische Tarantella, einen Hochgesang auf das fröhliche, leidenschaftliche Leben.

Opernintendant Heribert Germeshausen wird mit einigen einführenden Worten das stimmungsvolle Frühlingskonzert eröffnen.

Besetzung

Sopran Sooyeon Lee, Anna Sohn
Mezzosopran Hyona Kim
Tenor Sungho Kim, James Lee
Bariton Mandla Mndebele
Bassbariton Morgan Moody
Bass Denis Velev

Herrenchor der Oper Dortmund
Dortmunder Philharmoniker

 

 

Programm (Änderungen vorbehalten)

1.) Albert Lortzing Ouvertüre Der Wildschütz oder die Stimme der Natur

2.) Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni „Register-Arie“ (Morgan Moody)

3.) Wolfgang Amadeus Mozart Die Entführung aus dem Serail Arie des Blondchens „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“ (Sooyeon Lee)

4.) Wolfgang Amadeus Mozart Die Entführung aus dem Serail „Ich gehe, doch rate ich Dir“ (Sooyeon Lee & Denis Velev)

5.) Ruggero Leoncavallo Pagliacci „Vesti La Giubba“(James Lee)

Musikalische Leitung Gabriel Feltz, Motonori Kobayashi, Philipp Armbruster, Christoph JK Müller, Sebastian Engel
Einführung Heribert Germeshausen
Choreinstudierung Fabio Mancini
Studienleitung Thomas Hannig

 

 

 

 

 

6.) Ruggero Leoncavallo Pagliacci „Si può?“ (Mandla Mndebele)

7.) Camille Saint-Saëns Samson et Dalila „Mon coeur s'ouvre à ta voix“ (Hyona Kim)

8.) Ludwig van Beethoven Fidelio Gefangenenchor (Soli: Sungho Kim & Denis Velev)

9.) Johann Strauss (Sohn) Konzertwalzer Frühlingsstimmen op. 410 (Sopran: Anna Sohn)

10.) Gioacchino Rossini „La danza“ (Sungho Kim)

11.) Carl Maria von Weber  Der Freischütz Jägerchor