Wie prägt die Geschichte die Gegenwart? Welche Verantwortung tragen wir heute für die Erinnerung an vergangene Verbrechen? Diesen Fragen widmet sich die dritte Ausgabe der Gesprächsreihe UNMUTE am Schauspiel Dortmund am Freitag, 20. Februar 2026. Zu Gast ist die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Asal Dardan, die in ihrem Buch „Traumaland. Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwart“ neue Perspektiven auf deutsche Geschichte, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Spannungen eröffnet. Moderiert wird der Abend von Ella Steinmann, Diversitätsmanagerin am Schauspiel Dortmund.
Asal Dardan – Geschichte, Erinnerung und Gegenwart
Geboren in Teheran und aufgewachsen in Deutschland und Schottland, zeigt Dardan in „Traumaland“, wie historische Ereignisse bis in die Gegenwart nachwirken in rassistischer Gewalt, traumatischen Erfahrungen von Minderheiten und dominierenden Erinnerungsnarrativen. Sie eröffnet Räume für ein vielstimmiges, kritisches Erinnern und hinterfragt, wer Geschichte erzählt und wer ungehört bleibt. Dardan schreibt Essays für Zeit Online, die Berliner Zeitung und Die Presse. Ihr Essayband „Betrachtungen einer Barbarin“ (2021) wurde für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert, und für ihren Essay „Neue Jahre“ erhielt sie den Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik.
UNMUTE – reden trotz Spannungen
Die Reihe untersucht, wie öffentliche Diskurse in Zeiten gesellschaftlicher Konflikte lebendig bleiben können. Trotz Widersprüchen, Angst und Schmerz entsteht ein Raum für Zuhören, Sprechen und kritischen Austausch. Diese Ausgabe steht unter dem Leitgedanken: „Erinnern, sprechen, handeln – Verantwortung und Solidarität in Krisenzeiten.“
Tickets und Termine
Der dritte Termin der Reihe findet am 20. Februar 2026 um 20 Uhr im Studio statt. Karten zu 5 € bzw. ermäßigt 4 €, sind an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge) oder im Webshop ▶ erhältlich.
Der vierte Termin findet am 8. März im Rahmen des Feministischen Thementags statt, Gast u. a. die deutsche Journalistin, Moderatorin und Autorin Hadija Haruna-Oelker.