Neu.Start!21/22
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Schauspiel 21/22

Liebes Publikum,

die erste Spielzeit ist uns durch die Finger geronnen, ohne dass wir viele Gelegenheiten hatten, uns in Vorstellungen, Gesprächen oder gar Premierenfeiern besser kennen zu lernen. Stattdessen mussten wir andere Wege finden, uns doch zu sehen und zu fragen was Theater sein kann. Wir haben Briefe geschrieben, Filme gedreht, online Festivals gehostet, Tanzparties veranstaltet, online gemeinsam Serien geschaut und aus dem Institut Interviews gestreamt. Alles, um Euch aus der Distanz nah zu sein und den Schwebezustand voller Ungewissheiten, der uns alle im Griff hatte, besser durchzustehen. Hinter geschlossenen Türen haben wir weiter gearbeitet, in der Hoffnung auf den Tag, an dem wir wieder live für Euch spielen dürfen.

Es gibt ein Bild, auf dem Natalia Molchanova schwerelos in einer endlosen, blauen Welt schwebt. Die Freitaucherin ist absolut alleine in einer Tiefe, in der die Sonne so schwach ist, dass sie zu einem trüben Leuchten verschwimmt. Hinter der Weltmeisterin wird das Wasser schwarz, unter ihr ebenso. Das Bild erzeugt auf den ersten Blick nicht das Gefühl, dass das Tauchen ohne Sauerstoff in 90 Meter Tiefe nachahmenswert ist. Auf den zweiten Blick jedoch wirkt die Molchanova frei, zufrieden. Als ob sie an dem Ort ist, an dem sie sein sollte. “Wenn wir runtergehen und nicht nachdenken, sind wir eins mit der Welt”, mit diesem Satz beschrieb sie in einem Interview das Gefühl an einem Ort, an dem mensch schwerelos ohne Orientierung absolut angstfrei sein muss, um wieder auftauchen zu können. Um einen Tauchgang in einem Wettkampf erfolgreich abzulegen, müssen die Taucher*innen selbstständig auftauchen, einen Kreis mit zwei Fingern formen und sagen: I’m o.k.

In diesem Zustand, an dem Ort zwischen auf und ab, oben und unten, kurz davor, wieder aufzutauchen, schreibe ich Euch diese Zeilen. Wir haben Produktionen aus der letzten Spielzeit auf dieses Jahr verschoben, gleichzeitig mussten wir uns auch schweren Herzens von Produktionen verabschieden, die wir nicht mehr produzieren konnten. Jetzt sind wir kurz davor aufzutauchen, die Erfahrungen, die wir gemacht haben, in den Tiefen unter uns zurückzulassen, um trotzdem zu sagen: I’m o.k.

Wir freuen uns, mit Euch gemeinsam die Welt zu entdecken, die wir vorfinden werden.

Julia Wissert
 

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