(c) Sofia Brandes & Max Slobodda
Schauspiel Dortmund

Die Spielzeit 2026|27 ist veröffentlicht!

Liebes Publikum,

was ist Heimat, wenn sie kein Besitz ist, kein fester Punkt auf der Landkarte, kein nostalgischer Rückzugsort? Was, wenn Heimat heute vor allem eins ist: ein Verhältnis zur Gegenwart – zu Krieg, Vertreibung und politischer Verfolgung, zu Brüchen in Biografien, zu Widersprüchen in Familiengeschichten, zu Spannungen in Städten? Dann wird Heimat nicht ruhiger, sondern unruhiger. Nicht eindeutiger, sondern plural. Und gerade deshalb erzählenswert.

Diese Spielzeit 2026/27 ist für das Schauspiel Dortmund auch ganz praktisch eine Zeit des Übergangs: Wir gehen in eine Interimsphase. Und wir nutzen sie künstlerisch. Wir arbeiten an Orten, die selbst von Wandel erzählen – im ehemaligen Kaufhaus C&A im Herzen der Stadt und auf der Kokerei Hansa. Räume, die Geschichte gespeichert haben: Arbeit und Industrie, Konsum und Leerstand, Umnutzung und Aufbruch. Dort entsteht Theater nicht trotz des Provisorischen, sondern im allerbesten Sinn aus ihm heraus.

Weiterlesen Über die Spielzeit 26|27

Premieren der Spielzeit 26|27

Unsere nächsten Premieren

Dortmunder Tatort

Sonntagabend mit der Familie vor dem Fernseher. Aufregung, Gemeinsamkeit und ein Mord. Oder doch nicht?

Linda Fisahn bringt nach ihren gefeierten Produktionen Hurra, Romeo und Julia! - Die Szene mit der Leiche, die habe ich gelöscht und Sommernachtstraum. Oder was immer dich durch die Nacht bringt ihre dritte Arbeit am Schauspiel Dortmund zur Premiere. Mit ihrem ganz besonderen Tatort schafft sie gemeinsam mit Ensemblemitglied Roberto Romeo einen Abend voller Herz, Humor und Spannung, der das vertraute Sonntagsritual zu einem lebendigen Erlebnis macht.

Premiere am Fr, 26.06.2026 im Institut

Infos & Tickets

Wir ziehen um – und spielen weiter!

Die große Bühne im Schauspielhaus ist geschlossen – der Neubau der Jungen Bühne Dortmund verändert unsere Vorstellungssituation. Was sich nicht verändert: unser Anspruch, ein Ort für Kunst, und spannende zeitgenössische Handschriften, für Netzwerke und zeitkritischen Diskurs zu sein. 

Wir begegnen dieser räumlichen Veränderung mit Kontinuität und Beweglichkeit. Seit April 2026 spielen wir im Studio, auf der Kokerei Hansa und im Stadtraum: an Orten, die neue Begegnungen, andere Ästhetiken und Partizipation ermöglichen.

Die Dreigroschenoper in der Regie von Julia Wissert eröffnete am 4. Juni im Salzlager der Kokerei Hansa eine neue Spielstätte für das Schauspiel Dortmund. 

Im Studio laufen die Uraufführungen Winterreise und I wanna be a Gurrrlband – ebenso Capri und Angst essen Seele auf, alle bis Ende Juni. Die Karten sind begrenzt.

Seit dem 13. Mai ist im Studio außerdem Nachrichten an meinen Sohn zu erleben – ein Monolog nach dem Roman des chilenischen Autors Alejandro Zambra, mit Ekkehard Freye. Die verbleibenden Vorstellungen dieser Spielzeit sind rar, doch die Inszenierung wird im Herbst zurückkehren.

Im Institut, unserer Bühne im Foyer, geht der Ensembleabend Hot Topic mit drei neuen Ausgaben weiter, auch im Rahmen des Queer Festivals wild edition. Das Festival entfaltet sich im Juni zwischen Schauspielhaus, Blendhaus und Rombergpark: über zehn Veranstaltungen und Koproduktionen, die Dortmund als Ort queerer Kunst und Kultur in den Blick nehmen.

Im Juli laden wir Sie zur Lesung von Siri Hustvedts Ghost Stories und zu Unboxing Schauspiel ein: In Unboxing Schauspiel werfen wir einen ersten Blick in die kommende Spielzeit, in Lesungen und Gesprächen mit unseren Künstler*innen, unter der Abendsonne Ihrer und unserer Lieblingslocations im Stadtraum.

Wir freuen uns auf Sie.

Wir spielen weiter!

Ape(lina) – mobile Spiel- und Bildungsstätte


Das Schauspiel Dortmund verfügt über eine mobile Spiel- und Bildungsstätte. Diese ist mit einer Kaffeemaschine, einem Bücherregal und Hockern zum Sitzen ausgestattet. In der kleinsten Bühne des Schauspiels fahren unsere Künstler*innen durch Dortmund und bringen Überraschungen, Musik und Lesungen in kulturelle und soziale Einrichtungen, Parks, auf Stadtteilfeste und zu Lieblingsorten der Dortmunder*innen. Außerdem haben sie das aktuelle Programm (Spielplan, Flyer und Merchandise) des Schauspiel Dortmund im Gepäck, wo immer sie sind. Wir freuen uns darauf, Sie zu treffen!

Ape(lina) unterwegs Die nächsten Termine

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2025|26

Liebes Publikum!

Liebes Publikum,

im Juni veranstalten wir zum sechsten Mal das Queer Festival am Schauspiel Dortmund – und zum ersten Mal ohne festen Ort.

Die WILD Edition macht aus der Interimssituation unseres Hauses eine programmatische Entscheidung. Im Pride Month verlässt das Festival das Schauspiel und geht in die Stadt. Was bislang an einen Ort gebunden war, entfaltet sich nun als dezentrale, kollaborative Struktur im Stadtraum – entlang vielfältiger Achsen zwischen Institution und Freier Szene, zwischen Kulturakteur*innen und queeren Communities. An diesen Schnittstellen von künstlerischer Praxis, Diskurs und Intervention entstehen Formate wie WILD Pride Motion oder die Lecture Performance Queer Dream House

Ich möchte Sie herzlich einladen, uns an unterschiedliche Orte zu folgen und dort auf spannende Eigenproduktionen, partizipatives Programm und fantastische Gäst*innen zu treffen. Besonders in Zeiten wie diesen möchten wir ein Ort des gemeinsamen Feierns, der Gemeinschaft und des kritischen Diskurses sein. Im Schauspielhaus und in der Stadt.

Queer Festival Zum gesamten Programm

Herzlich,
Julia Wissert
Intendantin Schauspiel Dortmund

Hinter den Kulissen

Aktuelles

Schauspiel

„,Angst essen Seele auf“ verabschiedet sich aus dem Studio

Dor Alonis immersive Inszenierung nach dem Fassbinder-Klassiker ist letztmals zu erleben
Schauspiel

„,WILD Edition“: Queer Festival verbindet Kunst, Community und queere Perspektiven im Stadtraum

Im Pride Month treffen im Schauspiel Dortmund queere Perspektiven auf urbane Räume, neue Allianzen und offene Formate
Schauspiel

Eine Liebeserklärung an den Tatort und das gemeinsame Fernsehritual

Neu im Spielplan: „Dortmunder Tatort“ – der Sonntagskrimi wird am Schauspiel Dortmund zum Theaterabend
Schauspiel

Intimer Blick auf das Vaterwerden: Uraufführung „,Nachrichten an meinen Sohn“ am Schauspiel Dortmund

Sinnlich-rhythmischer Monolog in der Regie von Leonard Dick nach dem Roman von Alejandro Zambra
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