(c) Sofia Brandes & Max Slobodda
Dortmunder Philharmoniker
(c) Sofia Brandes & Max Slobodda

Liebe Musikliebende, liebe Dortmunder*innen,

als ich zu Beginn meiner ersten Spielzeit nach Dortmund kam, konnte ich das Potenzial dieses wunderbaren Orchesters nur erahnen. Heute weiß ich: Es geht noch tiefer, als ich es mir vorstellen konnte. Hier wird nicht nur auf höchstem Niveau musiziert – es wird zugehört, ausprobiert, hinterfragt. Das ermutigt mich, unseren Weg konsequent weiterzugehen: noch mehr Verbindungen zu schaffen, unsere Klangkultur weiterzuentwickeln und noch stärker in die Gesellschaft hineinzugehen.

Mich beschäftigt dabei immer wieder die Frage: Wie können sich Menschen wirklich mit Musik identifizieren – auch diejenigen, die vielleicht nicht selbstverständlich ins Konzert gehen? Was fühlt sich stimmig an und was vielleicht nicht mehr? Aus diesen Fragen entstehen Räume für Projekte, die sich hier vor Ort entfalten – aus Begegnungen, aus Gesprächen, aus dem, was Dortmund bewegt.

Weiterlesen Über die Spielzeit 26|27

Ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen – mit Ihnen.

Auf eine tolle gemeinsame Spielzeit 2026/27!

Herzliche Grüße
Ihr
Jordan de Souza
Generalmusikdirektor

Featured Composer & Creative Partner: Matthew Aucoin

Die Dortmunder Philharmoniker begrüßen den Amerikaner Matthew Aucoin als Featured Composer & Creative Partner zu einer Phase intensiver Zusammenarbeit in der Saison 2026/27. Unter den Komponist*innen unserer Zeit ist der 1990 in Boston geborene Aucoin eine ungewöhnliche Erscheinung. Nicht jeder kann von sich sagen, neben einem Kompositionsdiplom einen Literatur-Abschluss der Harvard University in der Tasche zu haben und das Chicago Symphony Orchestra dirigiert zu haben. Aucoin ist der Prototyp des Intellektuellen: ein ungewöhnlich belesener, vielseitig interessierter und umfassend gebildeter Künstler, der nicht nur komponiert, dirigiert und als Pianist auftritt, sondern auch glänzend zu schreiben versteht und zahlreiche Essays und Gedichte veröffentlicht hat. Aucoin gehört auch zum auserlesenen Personenkreis, denen das sogenannte MacArthur Genius Grant zuerkannt wurde.

In der stilistischen Bandbreite des heutigen Komponierens nimmt Aucoin eine differenzierte Position ein. Weder will er sich durch ästhetische Dogmen und Verbote einengen, noch möchte er sich damit begnügen, ältere Stile zu kopieren, und so sucht er in jedem Werk aufs Neue eine individuelle Balance zwischen tonalen Elementen und Avantgarde. In Dortmund wird Aucoin nicht nur für eine kurze Stippvisite anwesend sein, sondern im Laufe der Saison auf verschiedene Weise in Erscheinung treten. Wir alle, Publikum und Orchester, werden so die Gelegenheit haben, ihn und sein Denken kennenzulernen.

 

Matthew Aucoin Mehr Infos & Konzertformate

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