Schauspiel

Ein Abend über Sprechmacht, Erinnerung und feministische Solidarität mit Alice Hasters und Hadija Haruna-Oelker im Dialog

Miryam Schellbach moderiert die Gesprächsreihe „Unmute“ mit Sonderedition zum Internationalen Frauenkampftag:

Alice Hasters (c) Johanna C. Schroeder

Welche Stimmen werden heute gehört, und welche Perspektiven bleiben ungehört? Am Sonntag, 8. März 2026 um 20 Uhr, zum Internationalen Frauenkampftag, widmet sich die Sonderedition der Gesprächsreihe Unmute genau diesen Fragen. Die Autorinnen Alice Hasters und Hadija Haruna-Oelker setzen sich aus unterschiedlichen, sich ergänzenden Perspektiven mit feministischer Solidarität sowie Rassismus, Antisemitismus und Erinnerung auseinander. Moderiert wird der Abend von Miryam Schellbach, Mitherausgeberin von „Trotzdem sprechen“.

Alice Hasters beleuchtet Macht und Sichtbarkeit in Diskursen
Alice Hasters zeigt in ihren Arbeiten, wie gesellschaftliche und mediale Diskurse Schwarze Stimmen sichtbar machen und gleichzeitig entmündigen können. Sie analysiert, wie Zuschreibungen von „Opfersein“ Handlungsspielräume beeinflussen, und verbindet diese Einsichten in ihrem kommenden Buch „Anti Opfer“ zu einer kritischen Perspektive auf Macht, Repräsentation und Solidarität im Kontext feministischer Diskurse.

Hadija Haruna-Oelker hinterfragt Erinnerung und Differenz
Hadija Haruna-Oelker beschäftigt sich mit Zugehörigkeit, Erinnerung und struktureller Gewalt. In „Alles auf Anfang“ (gemeinsam mit Max Czollek) untersucht sie, wie deutsche Erinnerungskultur gesellschaftliche Hierarchien stabilisieren kann, wenn zum Beispiel Antisemitismus externalisiert und rassistische Gewalt individualisiert wird. Ihre Perspektive verbindet intersektionale Analyse mit der Frage, wie Differenz politisch produktiv genutzt werden kann, ohne sie zu nivellieren, und eröffnet Wege für konstruktive feministische Debatten.

Unmute öffnet Räume für kritische feministische Debatten
Die Gesprächsreihe öffnet einen Raum, in dem Ambivalenz, Widerspruch und Schmerz ausgehalten werden können. Wie lässt sich über brisante Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder Krieg sprechen, ohne dass Stimmen gegeneinander ausgespielt werden? Wie lassen sich feministische Räume erhalten, in denen kritische Debatten möglich bleiben? Dieser Abend gibt Antworten und lädt das Publikum ein, zuzuhören, mitzudiskutieren und neue Perspektiven zu gewinnen.

Tickets und Termine
Karten für den Abend am Sonntag, 8. März 2026 um 20 Uhr im Studio sind im Webshop ▶, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge) erhältlich. Der Eintritt beträgt 5 €, ermäßigt 4 €.