Philharmoniker

Klangliche Meisterwerke im Dialog

Das 2. Kammerkonzert: „Ausnahmewerke“ der Dortmunder Philharmoniker in der Akademie für Theater und Digitalität

(c) Sophia Hegewald

Klangliche Größe, kammermusikalische Intimität und kompositorische Reife prägen das 2. Kammerkonzert: Ausnahmewerke der Dortmunder Philharmoniker in dieser Spielzeit. Am Donnerstag, den 29. Januar 2025 um 19:00 Uhr, stehen im Zentrum des Abends mit Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento Es-Dur KV 563 und Johannes Brahms’ Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111 zwei Meisterwerke, die jeweils einen Höhepunkt im Schaffen ihrer Komponisten markieren: Mozarts außergewöhnliches Streichtrio von nahezu symphonischer Tiefe sowie Brahms’ spätes Quintett, das lange Zeit als persönlicher Abschied von der Komposition gedacht war und Themen einer nie vollendeten fünften Sinfonie in sich trägt. In besonderer kammermusikalischer Atmosphäre entfaltet sich so ein Programm, das klassische Formvollendung und romantische Ausdruckskraft eindrucksvoll miteinander verbindet. Das Konzert findet in der Akademie für Theater und Digitalität (Speicherstraße 17) statt.

Das große Divertimento KV 563 nimmt im kammermusikalischen Schaffen Mozarts eine Sonderstellung ein. Als Streichtrio konzipiert, erreicht es eine kompositorische Dichte und Ausdruckstiefe, die sonst nur seinen bedeutendsten Streichquartetten eigen ist – ein Ausnahmewerk von außergewöhnlicher Balance, Eleganz und formaler Raffinesse.

Johannes Brahms’ zweites Streichquintett in G-Dur entstand spät im Leben des Komponisten. Lange Zeit hatte Brahms geplant, mit diesem Werk sein kompositorisches Schaffen abzuschließen; nicht zuletzt deshalb bündelt es noch einmal zentrale Elemente seines Stils, darunter Themenmaterial einer nie vollendeten fünften Sinfonie. Das Quintett verbindet symphonische Weite mit kammermusikalischer Intimität und gilt als eines der reifsten Werke der romantischen Kammermusik.

Yang Li und Joowon Park (Violine), Hindenburg Leka und Juan Ureña Hevia (Viola) sowie Emanuel Matz (Violoncello) gestalten den Konzertabend gemeinsam. Das Ensemble lädt das Publikum ein, die beiden kammermusikalischen Meisterwerke in der besonderen Atmosphäre der Akademie für Theater und Digitalität zu erleben – einem außergewöhnlichen Ort, der als innovativer Kulturraum neue Perspektiven auf klassische Musik eröffnet.

Die Kammermusik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen nimmt einen festen Platz im Orchesterleben der Dortmunder Philharmoniker ein. Nach dem großen Zuspruch und der positiven Resonanz der vergangenen Spielzeiten führt die bewährte Reihe auch in dieser Saison das Publikum bewusst an Orte, an denen man klassische Musik nicht unmittelbar erwartet. Das Besondere dabei: Die Orchestermusikerinnen und -musiker stellen die Programme eigenständig zusammen und präsentieren in lockerer, ungezwungener Atmosphäre Werke, die ihnen persönlich besonders am Herzen liegen. Neben bekannten Klassikern eröffnet sich dabei stets auch der Blick auf Unbekanntes und Übersehenes.

Yang Li, Violine, geboren in Harbin (China), erhielt ihre musikalische Ausbildung in Peking, den USA und Deutschland und wurde bereits früh international als herausragende Musikerin gewürdigt. Seit 2016 ist sie Vorspielerin der 1. Geigen bei den Dortmunder Philharmonikern. Joowon Park, Violine, stammt aus Südkorea, studierte in Seoul, Düsseldorf und Detmold und ist seit 2006 festes Mitglied der Dortmunder Philharmoniker mit reger kammermusikalischer Tätigkeit. Der Bratschist Hindenburg Leka studierte in Tirana, Madrid und Detmold, wurde als Kammermusiker international ausgezeichnet und ist nach Engagements unter anderem im Orchestra Mozart unter Claudio Abbado seit 2017 Mitglied der Dortmunder Philharmoniker. Juan Ureña Hevia, Viola, absolvierte sein Studium in Oviedo und Stuttgart, war Akademist namhafter deutscher Orchester und gehört seit 2015 dem Orchester der Dortmunder Philharmoniker an. Der in Frankfurt am Main geborene Cellist Emanuel Matz studierte in Frankfurt und Essen, legte sein Konzertexamen an der Folkwang Hochschule ab und ist seit 2004 Vorspieler der Dortmunder Philharmoniker, zudem regelmäßig als Solist und Kammermusiker tätig.

Das 2. Kammerkonzert ist bereits ausverkauft.