Oper

„Mazeppa“: Eine szenische deutsche Erstaufführung

Eine Produktion in Kooperation mit dem Palazzetto Bru Zane

Anna Sohn in „La traviata“ in der Spielzeit 2024|25 (c) Thomas M. Jauk

Mazeppa ist nach Frédégonde und La Montagne Noire (Der schwarze Berg) bereits die dritte Deutsche Erstaufführung in Kooperation mit dem renommierten Palazzetto Bru Zane. Beide Vorgängerproduktionen wurden bei den International Opera Awards 22 und 24 als „Wiederentdeckung des Jahres“ nominiert, Frédégonde wurde zudem von der Opernwelt 2022 als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet.

Für die Inszenierung von Mazeppa zeichnet Martin G. Berger, einer der gefragtesten Regisseure seiner Generation, verantwortlich. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen und Nominierungen gewürdigt; so erhielt er 2020 den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Beste Regie Musiktheater“. Dem Dortmunder Publikum ist er bereits durch seine gefeierten Inszenierungen von Der Barbier von Sevilla (2018|19) und Nixon in China (2022|23) bestens vertraut. In den Hauptpartien sind Mitglieder des Ensembles der Oper Dortmund zu erleben: Mandla Mndebele als Mazeppa, Anna Sohn als seine Geliebte Matrena sowie Sungho Kim als ihr Verlobter Iskra u. v. a. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Jordan de Souza.
Erste Eindrücke von Mazeppa kann das Publikum bei der Matinee am Sonntag, 22. Februar (11:15 Uhr) sowie bei der öffentlichen Probe am Dienstag, 03. März 2026 (18:00 Uhr) im Opernhaus gewinnen.

Mitten im polnisch-ukrainischen Krieg findet Matrena, die Tochter des ukrainischen Militärkommandanten Kotchoubey, in der Steppe einen gefolterten Mann. Es ist Mazeppa, ein polnischer Adliger, der wegen eines allzu gewagten Liebesabenteuers aus seinem Vaterland verbannt wurde. In der neuen Heimat hat er schließlich Erfolg: Erst wird Mazeppa Heerführer der Kosaken, dann gewinnt er das Herz von Matrena und die Liebe des Volkes. Nur Matrenas ehemaliger Verlobter Iskra ahnt, dass hinter dem geheimnisvollen Fremden mehr steckt und dass sich hinter seiner plötzlichen Hingabe an die Ukraine ganz eigene Motive verbergen.

Clémence de Grandval (1830 - 1907) galt zu Lebzeiten als eine der größten Komponistinnen ihrer Zeit. Ihre Opern, Kammermusik und Lieder wurden von Bizet, Berlioz und Saint-Saëns gepriesen. Letzterer stellte einmal lakonisch über de Grandval fest: „Die Musik von Madame Grandval wäre sicherlich weltweit anerkannt, wenn ihre Autorin nicht den für viele unwiderruflichen Fehler begangen hätte, eine Frau zu sein.“ In ihrer letzten und erfolgreichsten Oper wird der berühmte ukrainische Hetman Iwan Mazepa zum romantischen Außenseiterhelden und der reale Aufstand der Saporoger Kosaken gegen die polnisch-litauische Gemeinschaft zur Grundlage einer eindrucksvollen und melodienreichen Partitur im Stile der französischen Grand Opéra.

Karten für Mazeppa sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 und im Webshop ▶ erhältlich.

Die Dernière am 15. Mai findet im Rahmen des Festivals Wagner-Kosmos VII statt.