Theater-ABC

Das Theater hat viele eigene Begriffe. Oft tauchen Wörter auf wie „Uraufführung“, „Derniere“ oder „Requisit“. Manche Wörter kennst du nicht? Oder du möchtest mehr darüber erfahren? Mit unserem Theater-ABC kannst du einfach nachlesen, worum es geht!

Bühnenbild

Alles, was du auf der Bühne siehst, ist Teil des Bühnenbildes. Das denken sich der Bühnenbildner oder die Bühnenbildnerin aus, zusammen mit dem Regisseur oder der Regisseurin. Zum Beispiel kann die Bühne sich in einen Wald verwandeln oder in ein Kinderzimmer. Manchmal ist es kein bestimmter Ort, sondern man bekommt beim Anschauen eher ein Gefühl, zum Beispiel Enge oder Geborgenheit. Das Bühnenbild nennt man manchmal auch „Ausstattung“.

Bühnenbildner*in

Der Bühnenbildner oder die Bühnenbildnerin ist für das Bühnenbild zuständig. Manchmal nennt man sie auch „Ausstatter“ oder „Ausstatterin“.

Choreograf*in

Ein Choreograf oder eine Choreografin gestaltet Bewegungen auf der Bühne, meistens zu Musik. Das kann ein Tanz sein oder eine Reihenfolge ganz bestimmter Körperbewegungen.

Derniere

So nennt man die allerletzte Aufführung eines Theaterstückes (siehe auch: Premiere).

Dramaturg*in

Eine Dramaturgin oder ein Dramaturg arbeitet vor und hinter der Bühne. Sie oder er überlegt, welche Theaterstücke gespielt werden, liest und schreibt Texte, zum Beispiel fürs Programmheft und schreibt manchmal auch selbst ein Theaterstück. Auf den Proben eines Stückes guckt er oder sie zu und berät die Regisseurin oder den Regisseur. Außerdem moderiert der Dramaturg oder die Dramaturgin Veranstaltungen. Sie oder er ist gemeinsam mit dem Intendanten oder der Intendantin Teil der „künstlerischen Leitung“ eines Theaters.

Ensemble

Ein Ensemble ist eine kleine Gruppe. Im Theater sind damit die fest angestellten Schauspielerinnen und Schauspieler gemeint. Sie spielen zusammen in mehreren Theaterstücken mit und kennen sich sehr gut. Ein Ensemble ist wie eine kleine Theater-Familie.

Erstaufführung

Eine Erstaufführung nennt man die erste öffentliche Aufführung eines Theaterstücks an einem Ort, nachdem die Uraufführung schon stattgefunden hat. Man sagt, zum Beispiel, „Deutsche Erstaufführung“, wenn das Theaterstück schon in der Schweiz gespielt wurde, in Deutschland aber noch nicht.

Foyer

Das Foyer ist der Raum, in den du reinkommst, wenn du das Theater betrittst. Oft ist der Raum ziemlich groß und es gibt eine Theater-Kasse, eine Garderobe für deine Jacke und eine Toilette.

Generalprobe

Die allerletzte Probe vor einer Premiere ist die Generalprobe. Sie findet meistens einen Tag vor der Premiere statt.

Hauptprobe

Kurz vor der Premiere finden die letzten aufregenden Proben statt, sie heißen „Endproben“. Zu ihnen gehören normalerweise zwei Hauptproben und eine Generalprobe.

Intendant*in

Ein Intendant oder eine Intendantin ist der oder die Chefin eines Theaters. Man sagt auch „künstlerische Leitung“. Er oder sie ist verantwortlich für die Menschen, die an dem Theater arbeiten und alle Veranstaltungen, die stattfinden. Er oder sie hat viele Aufgaben, zum Beispiel denkt er oder sie sich aus, welche Theaterstücke gespielt werden und entscheidet, wer an einem Theater arbeitet.

Inszenierung

Eine Inszenierung ist das, was du auf der Bühne oder am Aufführungsort erleben kannst. Oft wird ein Theaterstück inszeniert, darum sagt man manchmal zu einer Inszenierung auch „Theaterstück“. Je nachdem, wer Regie, Bühnenbild, Dramaturgie und die Kostüme macht, kann das gleiche Stück aber ganz unterschiedlich aussehen. Es braucht dafür immer lebendige Menschen in einem Theaterraum!

Kostüm

Alle Menschen, die auf der Bühne auftreten, tragen ein Kostüm. Das sind die Kleidungsstücke, die sie anhaben. Manchmal hat eine Schauspielerin oder ein Schauspieler mehrere Kostüme in einem einzigen Stück. Auch ganz normale Klamotten sind auf der Bühne ein Kostüm.

Maske

Bevor die Schauspielerinnen und Schauspieler auf die Bühne gehen, müssen sie „in die Maske“. Das bedeutet, dass sie in einen Raum im Theater gehen, wo sie professionell geschminkt werden und ihnen die Haare oder Perücken vorbereitet werden. Die Menschen, die sich darum kümmern, heißen „Maskenbildnerin“ oder „Maskenbildner“.

Premiere

Eine Premiere ist die erste Aufführung einer Inszenierung an einem Theater. Die Premiere ist für alle Beteiligten sehr aufregend! Nachdem sie mehrere Wochen geprobt haben, zeigen sie zum ersten Mal dem Publikum das Ergebnis. Damit alles gut geht, wünscht man sich gegenseitig „Toi Toi Toi!“. Nach der Premiere gibt es eine Feier für alle!

Regisseur*in

Eine Regisseurin oder ein Regisseur „erzählt“ ein Theaterstück aus ihrer oder seiner ganz persönlichen Sicht. Dafür probt sie oder er mehrere Wochen lang mit den Schauspielerinnen und Schauspielern. Zusammen mit der Dramaturgin oder dem Dramaturgen überlegt er vorher, was interessant ist und welche Änderungen es am Text des Theaterstückes geben soll. Mit dem Bühnenbildner oder der Bühnenbildnerin und der Kostümbildnerin oder dem Kostümbildner denkt sie oder er sich aus, wie alles auf der Bühne am Ende aussehen soll.

Requisit

Ein Requisit ist jeder Gegenstand, der in einer Inszenierung zu sehen ist und den man in die Hand nehmen kann. Zum Beispiel: Tassen, Pflanzen, Koffer, Briefe, Kuchen, Konfetti oder Riesen-Erdbeeren! Die Person, die sich darum kümmert, heißt „Requisiteur“ oder „Requisiteurin“. Größere Gegenstände, zum Beispiel ein Stuhl, sind meistens kein Requisit, sondern gehören zum Bühnenbild.

Repertoire

Alle Theaterstücke, die mehrmals in einer Spielzeit gespielt werden, sind Teil des Repertoires. Manchmal gehören auch Inszenierungen dazu, die schon älter sind und immer wieder gespielt werden.

Spielzeit

„Schöne neue Spielzeit!“ das sagt man oft zu Beginn der neuen Spielzeit eines Theaters. Sie beginnt mit der ersten Vorstellung und endet mit dem Tag, an dem das letzte Mal eine Vorstellung gespielt wird. In Deutschland beginnt eine Spielzeit meistens im August oder September und endet im Sommer. Dazwischen gibt es eine Pause, in der das Theater geschlossen ist und Ferien sind – ungefähr wie deine Sommerferien!

Theaterpädagog*in

Theaterpädagoginnen sind Vermittlerinnen zwischen Theater und Publikum. Wenn du vor oder nach einem Theaterbesuch mit deiner Schulklasse einen Workshop in der Schule oder im Theater machst, wird der von einem Theaterpädagogen oder einer Theaterpädagogin geleitet. Sie leiten auch Theatergruppen für Kinder oder Erwachsene, besuchen Proben und kümmern sich um Material rund um ein Theaterstück.

Uraufführung

Die Uraufführung ist die allererste öffentliche Vorstellung eines Stückes. Wenn das Stück also noch nie vorher gespielt wurde, sagt man „Uraufführung“ statt „Premiere“.

Wiederaufnahme

Wenn ein Theaterstück schon in einer vergangenen Spielzeit gespielt wurde und in der neuen Spielzeit wieder gezeigt wird, dann ist das eine Wiederaufnahme. Oft wird dafür noch mal ein paar Tage geprobt, damit sich die Beteiligten erinnern können.