Schauspiel

„,Vatermal“ kehrt ein letztes Mal ins Schauspielhaus zurück

Die gefeierte Bühnenadaption des Romans von Necati Öziri erzählt eindrucksvoll von Familie, Identität und Verlust

Szene aus „Vatermal“ mit Lucia Peraza Rios, Sarah Quarshie, Lukas Beeler, Ekkehard Freye (c) Birgit Hupfeld

Arda liegt mit Leberversagen auf der Intensivstation. Jeder Tag ist kostbar, und Erinnerungen steigen drängend an die Oberfläche. Aus diesen Erinnerungen entsteht ein berührender Brief an seinen Vater Metin, den er nie kennenlernen durfte. Dabei versucht Arda, Worte für das Unausgesprochene zu finden und die Lücken in seinem Leben zu füllen. Die letzte Vorstellung von Vatermal in der Regie von Intendantin Julia Wissert findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 19:30 Uhr im Schauspiel Dortmund statt.

Erinnerungen und Frauen im Fokus
Während Arda auf die Ergebnisse der Blutuntersuchungen wartet, versinkt er tief in seine Vergangenheit. Endlose Stunden auf dem Ausländeramt und bei Ärzt*innen, Schulbücher von der Sozialkasse und die verlorene Zeit mit seiner Mutter Ümran und seiner Schwester Aylin prägen sein Leben. Zwei Frauen teilen ein gemeinsames Schicksal, sprechen jedoch seit Jahren kaum miteinander. Die Inszenierung rückt ihre Perspektive bewusst in den Mittelpunkt und zeigt ihre Stärke, ihren Zusammenhalt und ihre Widerstandskraft.

Kraftvolle Inszenierung von Julia Wissert
Julia Wissert überträgt den Roman eindrucksvoll in starke Theaterbilder. Spannung, Humor und große Intensität verbinden sich zu einem vielstimmigen Theaterabend über Familie, Herkunft und Identität. Die musikalische Begleitung übernimmt der Frauenchor des Migrantinnenvereins Dortmund e. V. Mit seinem Gesang erweitert er die Inszenierung um eine kollektive weibliche Perspektive und setzt markante musikalische Akzente.

Tickets sind an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge), telefonisch unter 0231/50 27 222 und im Webshop ▶ erhältlich.