Olivier Py ist einer der gefragtesten französischen Regisseure, Dramatiker und Schauspieler unserer Zeit. Er absolvierte seine Ausbildung am Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique sowie an der École Nationale Supérieure des Arts et Techniques du Théâtre (ENSATT) und schloss parallel dazu ein Studium der Theologie ab.
Seine Laufbahn in der institutionellen Leitung begann im Jahr 1997, als er zum Direktor des Centre Dramatique National d’Orléans ernannt wurde. Von 2007 bis 2012 leitete er das Odéon-Théâtre de l’Europe in Paris und war von 2013 bis 2022 Direktor des Festival d’Avignon. Seit Februar 2023 ist er Intendant des Théâtre du Châtelet in Paris.
Im Bereich der Opernregie arbeitet Py seit den späten 1990er Jahren regelmäßig mit dem Bühnen- und Kostümbildner Pierre-André Weitz zusammen. An der Opéra National de Paris inszenierte er Werke wie The Rake’s Progress, Mathis der Maler, Aida und Alceste. Für das Brüsseler La Monnaie erarbeitete er Produktionen von Les Huguenots, Henry VIII und La Gioconda. Am Grand Théâtre de Genève setzte er unter anderem die „Trilogie du Diable“ (Der Freischütz, Les Contes d’Hoffmann, La Damnation de Faust) sowie Wagners Tannhäuser und Tristan und Isolde um.
Weitere internationale Engagements führten ihn an die Bayerische Staatsoper mit Il Trovatore und Dialogues des Carmélites, an das MusikTheater an der Wien mit Hamlet und Der fliegende Holländer sowie an die Deutsche Oper Berlin mit Le Prophète und Les Vêpres siciliennes. An der Griechischen Nationaloper zeichnete er für die Inszenierung von Wozzeck verantwortlich.
Olivier Py wurde unter anderem mit dem Grand Prix des Syndicat de la Critique ausgezeichnet und ist Offizier des Ordre des Arts et des Lettres sowie Preisträger des Prix Jeune Théâtre der Académie française.
In der Saison 2026/27 inszeniert er an der Oper Dortmund Alberic Mangards Guercœur.
(Stand 03/2026)