Gelobt für seinen strahlenden Ton, seine beachtliche Ausdauer und seine starke Bühnenpräsenz hat sich der mexikanisch-deutsche Tenor Rodrigo Garull im Spinto- und dramatischen Fach an Häusern wie dem Teatro alla Scala, dem Glyndebourne Festival, der Berliner Philharmonie, der Royal Albert Hall, der Deutschen Oper Berlin, der Dutch National Opera und der Hamburgischen Staatsoper etabliert – unter Dirigenten wie Charles Dutoit, Ed Gardner, Robin Ticciati, Joana Mallwitz, David Afkham, Oksana Lyniv, Paolo Arrivabeni, Iván López-Reynoso, Axel Kober und Daniel Oren.
In der jüngeren Vergangenheit führten ihn Auftritte u. a. an das Teatro Municipal de São Paulo, die Norwegische Nationaloper Oslo, die Oper Leipzig sowie im August 2026 zum Operafest Lisboa Oeiras. Zu den vergangenen Höhepunkten zählten u. a. der Tambourmajor in Wozzeck unter David Afkham im Auditorio Nacional de España, der Cavaradossi in Tosca in Inszenierungen von Calixto Bieito in Oslo und Vassily Barkhatov in Hannover, sein Rollendebüt als Manrico in Il trovatore sowie der Prinz in Rusalka an der Staatsoper Stuttgart.
Mit dem Regisseur Christof Loy verbindet ihn eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit, die u. a. Produktionen von Turandot am Theater Basel, Luisa Miller an der Oper Köln sowie Fedora und Francesca da Rimini an der Deutschen Oper Berlin umfasst. Mit Tobias Kratzer verkörperte er den Guido Bardi in Eine florentinische Tragödie an der Norwegischen Nationaloper in Oslo.
Seine Interpretation des Calàf in Puccinis Turandot brachte ihm eine Nominierung als Sänger des Jahres durch die Zeitschrift „Opernwelt“ und die Möglichkeit, neben Anna Netrebko in Wiesbaden aufzutreten. 2019 debütierte er an der Mailänder Scala als Herzog in Rigoletto und an der Seite von Leo Nucci.
Geboren in Mexiko-Stadt, studierte Rodrigo Garull Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Ks. Helene Schneiderman und erhielt Privatunterricht bei Antonio Carangelo. Er arbeitet weiterhin regelmäßig mit Chris Merritt und ist Gewinner des Internationalen Antonín-Dvořák-Gesangswettbewerbs sowie Stipendiat der Richard-Wagner-Gesellschaft Würzburg.
(Stand: 07/2026)