Als einer der aufregendsten und gefragtesten Künstler unserer Zeit erlangte der französische Tenor Stanislas de Barbeyrac im Jahr 2014 internationale Aufmerksamkeit, als er mit seinem Auftritt als Tamino in Mozarts Die Zauberflöte beim Festival d’Aix-en-Provence debütierte. Dieser Meilenstein markierte den Beginn einer steilen Karriere, die ihn seither an die renommiertesten Bühnen der Welt führte, darunter die Pariser Opéra, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Metropolitan Opera in New York sowie die Staatsopern von Wien und Bayern. Ebenso gastiert er regelmäßig an der Niederländischen Nationaloper, dem Teatro Real in Madrid, dem Grand Théâtre de Genève, der San Francisco Opera und bei den Salzburger Festspielen.
In der letzten Zeit kehrte er in einer prestigeträchtigen Zusammenarbeit mit Antonio Pappano als Siegmund in Barrie Koskys Neuinszenierung von Die Walküre an das Royal Opera House zurück. Zu seinen weiteren Verpflichtungen der Saison zählen die Partie des Erik in Der fliegende Holländer am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia sowie in einer konzertanten Darbietung an der Norwegischen Nationaloper. An der Griechischen Nationaloper gab er zudem sein Debüt als Pylade in Glucks Iphigénie en Tauride – eine Rolle, die er bereits bei seinem wegweisenden Auftritt in Aix-en-Provence verkörpert hatte. Auf der Konzertbühne war er jüngst mit Le Concert de la Loge und Julien Chauvin am Théâtre des Champs-Élysées zu erleben und interpretierte unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin Mozarts Requiem sowie die c-Moll-Messe mit dem Chamber Orchestra of Europe im Festspielhaus Baden-Baden, bevor er die Saison gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen beschließt.
Diese aktuellen Erfolge bauen auf einer Reihe bedeutender früherer Höhepunkte auf, zu denen sein Jason in Cherubinis Médée an der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper sowie sein Siegmund in Die Walküre auf einer Europatournee mit dem Rotterdams Philharmonisch Orkest und am Teatro dell’Opera di Roma unter Omer Meir Wellber gehören. Sein Repertoire umfasst zudem Partien wie Don José in Carmen an der Opéra de Rouen Normandie und die Titelrolle in Pelléas et Mélisande beim George Enescu Festival, ergänzt durch sakrale Werke wie Verdis Messa da Requiem mit dem Philharmonia Orchestra unter Santtu-Matias Rouvali.
Seine fundierte Ausbildung erhielt Stanislas de Barbeyrac am Conservatoire de Bordeaux bei Lionel Sarrazin, der ihm bis heute als stimmlicher Mentor zur Seite steht. Nach seiner Zeit im Atelier Lyrique der Opéra de Paris ab 2008 festigte er sein Können an den Häusern von Nizza, Tours, Toulon, Straßburg, Metz, Marseille und Avignon. Er ist zudem Preisträger hochrangiger Auszeichnungen wie dem Prix Lyrique du Cercle Carpeaux, dem Prix de l’Arop und dem renommierten Concours Reine Elisabeth in Brüssel.
In der Spielzeit 2026/27 gibt er sein Debüt an der Oper Dortmund als Heurtal in der Neuproduktion von Guercœur.
(Stand 03/2026)