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Oper

Landesregierung führt Opernstudio NRW fort

Zwei der jungen Sänger sind in der Oper Dortmund zu sehen

Bariton Demian Matushevskyi und Bass Timothy Edlin, Mitglieder des Opernstudio NRW (c) Gerardo Garciacano

Das bundesweit einmalige Kooperationsprojekt für Gesangstalente geht in die zweite Runde. Für Kulturministerin Pfeiffer-Poensgen ist das Opernstudio NRW ein wichtiges Bindeglied zwischen Ausbildung und professioneller Laufbahn. Mit dem Bariton Demian Matushevskyi und dem Bass Timothy Edlin stehen gleich zwei junge Sänger in der Tosca-Inszeneirung am Sonntag, 10. Oktober 2021, um 18 Uhr auf der Bühne im Dortmunder Opernhaus. 

Seit 2019 arbeiten im Rahmen des Opernstudios NRW vier Opernhäuser erfolgreich bei der Förderung junger Sängerinnen und Sänger zusammen: Mit der gemeinsamen Initiative zur Förderung von Postgraduierten ermöglichen die Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Oper Wuppertal Gesangstalenten nach dem Ende ihres Hochschulstudiums einen idealen Start in die angestrebte Opernkarriere. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Jahrgangs und einer Evaluation des Programms wird das von der Landesregierung und der Brost-Stiftung geförderte Opernstudio NRW nun verlängert. Die Förderung des Landes wird bis zum Jahr 2025 mit jährlich rund 436.000 Euro fortgeschrieben.

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Wir haben mit dem Opernstudio NRW ein wichtiges Bindeglied zwischen der Ausbildung in den Musikhochschulen und der professionellen Laufbahn an der Oper geschaffen. Die positive Evaluation bestätigt, dass der einzigartige Ansatz des Opernstudios NRW ein Erfolgsmodell im Bereich der künstlerischen Postgraduiertenförderung ist, das wir daher mit großer Überzeugung weiterführen. Die jungen Sängerinnen und Sänger lernen vier Opernhäuser kennen und damit zahlreiche künstlerische Handschriften, unterschiedliche Arbeitsweisen und Strukturen ebenso wie Ensembles und Repertoires. Das ermöglicht den Mitgliedern des Opernstudios NRW in kurzer Zeit eine unschätzbare Qualifizierung und Professionalisierung und damit eine ausgezeichnete Grundlage, um selbstbewusst ins Berufsleben zu starten.“

„Das Opernstudio NRW ist in seiner Form deutschlandweit einmalig“, führt der Intendant der Oper Dortmund, Heribert Germeshausen aus. „Gleich vier regionale Opernhäuser kooperieren in zukunftsweisender Form und bieten jungen Talenten den sanften Einstieg in das Berufsleben. Bereits im Gründungsjahr erhielt das Opernstudio rund 750 Bewerbungen aus der ganzen Welt. Es freut mich sehr, dass die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen diese Einrichtung weiter unterstützt und jungen Talenten den Einstieg in den Opernbetrieb ermöglicht. Besonders freut mich, dass bereits viele Sängerinnen und Sänger noch vor Abschluss der regulären Zeit am Opernstudio Engagements an anderen Opernhäusern finden konnten. Dies zeigt, die hohe künstlerische Qualität der Sängerinnen und Sänger aber auch das hohe Ausbildungsniveau des Opernstudios “, so Germeshausen.

Am Sonntag, 10. Oktober 2021, stehen gleich zwei junge Sänger des Opernstudios auf der Bühne des Dortmunder Opernhauses. So werden Demian Matushevskyi in der Partie des Cesare Angelotti und Timothy Edlin als Mesner in der Oper Tosca von Giacomo Puccini zu sehen sein. 
Der aus der Ukraine stammende Bass-Bariton Demian Matushevskyi studierte zunächst Chorleitung an der Musikschule Salome Kruschelnytska in Ternopil, bevor er sich zu einer Karriere als Sänger entschloss. Die Basis dafür legte er 2017 mit seinem Abschluss an der Nationalen Musikakademie der Ukraine Peter Tschaikowski in Kiew, wo er als Mitglied des dort integrierten Opernstudios bereits Partien wie Sobakin (Die Zarenbraut), Der alte Mann (Aleko) und Fürst Gremin (Eugen Onegin) sang. Schon während des Studiums trat er am Kiewer National-Akademischen Theater für Oper und Ballett auf.

Der englische Bass-Bariton Timothy Edlin begann seine musikalische Ausbildung als Chorknabe in der Kathedrale von Canterbury und absolvierte ein Gesangsstudium an der Universität Manchester sowie am Royal College of Music. Seitdem singt er als Solist an zahlreichen bedeutenden Veranstaltungsorten wie der Wigmore Hall, der Kingʼs College Chapel und der Royal Festival Hall, wo er mit Mitgliedern des London Philharmonic Orchestra auftrat. Darüber hinaus war er auf BBC Radio 3 live zu hören. Während seiner Ausbildung erhielt er Unterstützung von zahlreichen Stiftungen sowie der Sussex Opera and Ballet Society.