Wie lässt sich von einem Verlust erzählen, der sich jeder Sprache entzieht? Mit Ghost Stories hat Siri Hustvedt ein Buch geschrieben, das genau dieser Frage nachgeht. Am 3. und 10. Juli bringt das Schauspiel Dortmund den Text als Lesung mit dem Sprechchor Dortmund sowie Ensemblemitglied Rose Lohmann ins Institut des Schauspiel Dortmund. In einer Verbindung aus Lesung, Chor und Gesang entsteht eine vielstimmige Annäherung an Erinnerung, Trauer und die Kraft der Sprache.
Ein literarisches Mosaik über Verlust und Liebe
Ghost Stories entstand nach dem Tod von Hustvedts Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster. Aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen, Erinnerungen, Essays und Notizen formt sie ein persönliches Mosaik über die letzten gemeinsamen Monate. Neben ihren eigenen Texten enthält das Buch auch Briefe Paul Austers sowie Fragmente seines letzten, unvollendeten Manuskripts.
Die Inszenierung überträgt diese Vielstimmigkeit auf die Bühne. Intime Brief- und Tagebuchpassagen werden in solistischen Lesungen erfahrbar, während der Dortmunder Sprechchor einzelne Gedanken aufnimmt und in gemeinsame Sprachräume übersetzt. Zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Stimme entsteht eine poetische Komposition aus Sprache und Gesang.
Ein Raum für gemeinsame Erinnerung
Hustvedts Reflexionen über Trauer, die Materialität von Erinnerung und die Erfahrung, dass geliebte Menschen in ihrer Abwesenheit gegenwärtig bleiben, entfalten dabei eine besondere Kraft. Ghost Stories lädt dazu ein, Literatur als Resonanzraum zu erleben – einen Ort, an dem persönliche Erfahrungen geteilt und gemeinsam erinnert werden können.
Tickets und Termine
Ghost Stories findet am 3. und 10. Juli jeweils um 20:00 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund statt.
Tickets sind an der Theaterkasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge), telefonisch unter 0231 / 50 27 222 und im Webshop ▶ erhältlich.