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Philharmoniker

Francesco Angelico

Gastdirigent

„Den unverstellt frischen, neugierigen Blick auf die Handlung wagt auch Francesco Angelico auf die Partitur – am Pult eines Staatsorchesters Kassel, das auf Metropolenformat spielt. Der sizilianische GMD muss und will sich hier nicht zwischen Boulez-Transparenz und Thielemann Schwelgen entscheiden. Er findet einen sehr persönlichen Zugriff, (…)um vom ersten bis zum letzten Takt eine sensible Sogkraft zu entfalten, die Wagners Musik blühen und strömen lässt.“ (Peter Krause, concerti – Das Konzert- und Opernmagazin)

Francesco Angelico ist seit der Spielzeit 2017/18 Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Kassel. Im November 2019 verlängerte er seinen ursprünglich über vier Spielzeiten laufenden Vertrag bis 2025.

Im März 2020, wenige Tage vor der Corona-bedingten Schließung der Theater, fand mit der Premiere von Richard Wagners Götterdämmerung die 2017 begonnene Tetralogie Der Ring des Nibelungen unter der Leitung von Francesco Angelico ihren Abschluss. Diese fünfte Kasseler Ring-Produktion, hochgelobt von überregionaler Presse und begeistert aufgenommen vom Publikum, wird als Zyklus in der Saison 2020/21 erneut zu erleben sein. Darüber hinaus leitet Francesco Angelico Carlo Ciceris L'ultimo sogno – Der letzte Traum, eine vor dem Hintergrund der aktuellen Distanzauflagen in Auftrag gegebene Annäherung an 'La Traviata', sowie Antonin Dvořáks Rusalka.

Francesco Angelico dirigiert regelmäßig an führenden Opernhäusern weltweit. 2020/21 kehrt er mit Gaetano Donizettis Liebestrank an die Bayerische Staatsoper München zurück und gibt mit einer Neuproduktion von Giacomo Puccinis Madama Butterfly sein Debüt an der Oper Graz.

Im Frühjahr 2021 dirigiert Francesco Angelico erstmals das Bundesjugendorchester, Solist der Tournee ist der Geiger Christian Tetzlaff. Weitere Engagements führen ihn zum Münchner Rundfunkorchester, der Staatsphilharmonie Nürnberg sowie der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Nachdem Francesco Angelico 2001 sein Studium im Fach Violoncello am Konservatorium in Modena absolviert hatte, begann er 2003 sein Dirigierstudium bei Giorgio Bernasconi an der Musikhochschule Lugano, das er 2006 abschloss. In dieser Zeit war er als Assistent von Bernasconi im Rahmen der Konzertreihe für zeitgenössische Musik „900 Passato e presente“ des Schweizer Rundfunks in Lugano tätig. Nach wie vor nimmt die Pflege der zeitgenössischen Musik in Francesco Angelicos symphonischem Repertoire einen besonderen Stellenwert ein.

Francesco Angelico war von 2013 bis 2017 Chefdirigent des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck und von 2015 bis 2017 auch des Tiroler Landestheaters. Für seine Einstudierung von Cileas Adriana Lecouvreur erhielt er 2016 den Österreichischen Musiktheaterpreis.

2011 gewann Francesco Angelico den Deutschen Dirigentenpreis. Francesco Angelico wurde 1977 in Caltagirone, Sizilien, geboren.

 

Foto: (c) Giancarlo Pradelli