Mit rund 50 Produktionen pro Jahr ist das Theater Dortmund eine der produktivsten Bühnen Deutschlands. Ermöglicht wird diese Programmvielfalt nicht zuletzt durch die unverzichtbare (Hand-)Arbeit, die unsere Werkstätten abseits der Bühne(n) leisten.
Mit handwerklicher Expertise, einem ausgeprägten Gespür für Details, vor allem aber auch mit viel Herzblut, Schweiß und Leidenschaft, sorgen die Mitarbeiter*innen in unseren Werkstätten dafür, dass jede Inszenierung der Spielzeit bis ins kleinste Detail mit Leben gefüllt und zu dem Gesamtkunstwerk wird, das Sie, liebes Publikum, Abend für Abend auf den Bühnen des Theater Dortmund erleben dürfen.
Wir freuen uns, Ihnen auf den folgenden Info-Seiten die Menschen und Berufsfelder vorzustellen, die mit ihrem Handwerk dafür sorgen, dass unser Motto „made in DO“ gelebte Realität ist und bleibt.
Vorhang auf für unsere Werkstätten und deren Teams!
Berufsbild
Dekorateur*innen im Theater fertigen für die Erstellung von Bühnenbildern alle größeren Dekorationsarbeiten an, die in irgendeiner Form mit Stoffen zu tun haben: Sie nähen z.B. Vorhänge, Prospekte und Segel, bearbeiten Bodenbeläge, polstern Möbel, bespannen oder tapezieren Kulissenwände. Die Entscheidung, welches Material für die Umsetzung des Bühnenbildes verwendet wird, muss stilistische und akustische Aspekte berücksichtigen. Dabei arbeiten Dekorateur*innen eng mit der Werkstättenleitung, der Requisite, der Technischen Direktion und Bühnenbildner*innen zusammen, deren Entwürfe sie eigenverantwortlich realisieren.
Dekorateur*innen sind nicht nur in den Bühnenwerkstätten tätig, sondern auch in der Bühnentechnik, um dort neben den allgemeinen Aufgaben ihr Fachwissen einzubringen. Hier sind sie für Auf- und Abbau von Dekorationen verantwortlich und führen erforderliche Reparaturen durch.
Voraussetzungen
Als Dekorateur*in sollte man Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen, Lust auf außergewöhnliche Entwürfe und ein hohes Maß an Flexibilität haben. Stressresistenz und die Fähigkeit zu schnellem (Um-)Arbeiten sind wichtig. Dazu sollten Dekorateur*innen ein ausgeprägtes Stilempfinden haben, um auch Bühnenbilder vergangener Epochen detail- getreu realisieren zu können.
Ausbildung
Grundlage für die Arbeit als Theaterdekorateur*in ist eine Ausbildung als Gestalter*in für visuelles Marketing oder Raumausstatter*in. Die handwerkliche Ausbildung zum*zur Gestalter*in für visuelles Marketing oder Raumausstatter*in dauert in der Regel drei Jahre. Detaillierte Auskünfte über Inhalt, Verlauf und Voraussetzungen der Ausbildung gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit. Einige Theaterwerkstätten bilden auch selber Dekorateur*innen aus.
Berufsbild
Im Theater werden über die Jahre zahllose Kostüme angefertigt und angeschafft, dazu kommen Accessoires wie Schuhe, Hüte, Handschuhe, Schals etc. In größeren Häusern reihen sich nicht selten mehrere tausend Meter Kostüme auf einer Kleiderstange aneinander; ein solches Magazin (Fundus) kann ohne Verwaltung nicht existieren.
An kleineren Häusern, in denen ein Kostümmagazin überschaubar ist, sind meistens die Gewandmeister*innen mit der Pflege des Kostümmagazins betraut. Ab einer mittleren Theatergröße übernimmt ein:e Fundusverwalter*in (Kostümmagazinverwalter*in) die Pflege, an größeren Häusern sogar mehrere. Sie sortieren nach Damen-, und Herrenkleidung, Epoche, Material, Farbe und manchmal sogar nach Größen, damit ein leichter Zugriff auf die Kostüme erfolgen kann. Sehr oft werden Funduskostüme wieder in neuen Produktionen verwendet. Deshalb wird der:die Fundusverwalter*in während der Produktionsvorbereitung zu wichtigen Partner*innen für die Kostümbildner*innen.
Fundusverwalter*innen kennen ihren Bestand so genau, dass sie meist auf Anhieb wissen, ob das Gewünschte vorhanden ist. In der Ballettsparte großer Häuser gibt es teilweise auch Verwalter*innen, die sich mit einem eigenen Etat um die Verwaltung der Spitzenschuhe kümmern. Eine weitere Aufgabe in diesem Beruf ist der Verleih von Kostümen an andere Theater, soziale Einrichtungen und manchmal auch an Privatpersonen. Darüber hinaus organisieren Fundusverwalter*innen meist die Kostümverkäufe, die einige Theater – z. B. zur Karnevalszeit – durchführen.
Voraussetzungen und Ausbildung
Eine spezielle Ausbildung gibt es nicht. Der Beruf ist ein Quereinsteiger*innenberuf, von Vorteil ist eine textile Ausbildung. Organisationstalent, ein starker Ordnungswille, die Liebe zum Kostüm, Theaterbegeisterung, handwerkliches Geschick und großes Wissen in Kostüm- und Kunstgeschichte sind die Grundlagen für eine Befähigung zum*zur Fundusverwalter*in.
Eine gute körperliche Konstitution ist wichtig, denn oft sind schwere Kostümrollständer zu trans- portieren oder es müssen schwere Kostüme aufgehängt werden. Fundusverwalter*innen sind Allrounder*innen, die schnell einen Knopf annähen, sich gut mit Kleiderschädlingen auskennen und manchmal einen 7,5 t-Laster mit Kostümen durch die Gegend fahren (ein LKW-Führerschein ist jedoch keine Voraussetzung). Der Beruf ist also sehr anspruchsvoll, was wird oft verkannt.
Berufsbild
Gewandmeister*innen sind für die praktische Umsetzung der Entwürfe der Kostümbildner*innen zuständig. Sie sorgen für die stilgerechte, fachmännische, termingerechte und wirtschaftliche Realisierung der vorgegebenen Entwürfe. Ihre Einsatzorte sind die Kostümateliers der Theater und Fernsehanstalten sowie einschlägige Spezialfirmen.
Als Gewandmeister*in muss man in der Lage sein, skizzierte Entwürfe zu interpretieren und diese in eine Schnittkonstruktion und danach in ein Kostüm umzusetzen, das der szenischen Figur des Stückes, den Absichten der Regie und der Träger*innen des Kostüms gerecht wird. Diese Tätigkeit geht also über ein rein handwerkliches Arbeiten hinaus und berührt immer wieder künstlerische Aspekte. Daher ist ein grundsätzliches künstlerisches Interesse notwendig.
Gewandmeister*innen müssen die unterschiedlichsten schneiderhandwerklichen Techniken beherrschen und ein Gespür für den richtigen Schnitt und die Auswahl des Materials besitzen. Dabei sollten sie nicht nur mit der Art und Herstellung von moderner Kleidung vertraut sein, sondern auch technisch in der Lage sein, historische zu erstellen; dies setzt ein (kunst-)geschichtliches Interesse voraus. Gewandmeister*innen müssen sich mit den damals vorherrschenden Anfertigungstechniken auseinandersetzen und sich dramaturgisch in den Kontext, in dem das Kostüm stehen soll, einfühlen, damit auch einzelne Details stimmig gelingen. Neben dieser künstlerisch-handwerklichen Seite besitzt der Beruf einen hohen organisatorischen Aspekt. Die gesamte Kostümausstattung eines Stückes muss innerhalb eines festgelegten zeitlichen Rahmens gewährleistet werden und die Kosten sollten den veranschlagten Etat nicht überschreiten.
Gewandmeister*innen leiten die Herren- oder Damenschneiderei, in der je nach Größe eines Hauses auch Herren- oder Damenmaßschneider*innen und Zuschneider*innen arbeiten. Wenn Qualifikation, Eignung und Interesse vorhanden sind, kann er:sie auch die Leitung einer ganzen Kostümabteilung übernehmen. Diese umfasst, je nach Größe des Theaters, eine Schuhmacherei, Modisterei (Hutmacherei), Kostümfärberei/-malerei, Rüstmeisterei, Kunstgewerbe, sowie u. U. auch die Kostümmagazinverwaltung und den Garderobenbereich. Darüber hinaus koordinieren sie die Zusammenarbeit zwischen Gast-Kostümbildner*innen und der hauseigenen Schneiderei. Teamführung und Kontaktpflege gehören also auch zur Arbeit.
Voraussetzungen
Die Qualität der Arbeit hängt von drei Faktoren ab: dem handwerklichen Geschick, dem Sinn für das inhaltlich-künstlerische Umfeld und der Fähigkeit zur Organisation und Koordination von allen finanziellen, sachlichen und personellen Bedingungen. Gewand- meister:innen sollten also Fähigkeiten in der Personalführung besitzen. Um zur Ausbildung zugelassen zu werden, wird das Zeugnis der Mittleren Reife bzw. eines gleichwertigen oder höheren Abschlusses verlangt. Hinzu kommt der Gesellenbrief als Damen- oder Herrenmaßschneider:in oder der Facharbeiterbrief der Bekleidungsindustrie. Ferner wird eine Bescheinigung oder ein Zeugnis verlangt über eine ausgeübte Praxis als Gesell*in oder Theaterschneider*innen im Anschluss an die Ausbildung, wobei mindestens ein Jahr davon in einer Theater- oder Kostümwerkstatt absolviert werden muss.
Ausbildung
In Deutschland gibt es derzeit drei Ausbildungsstätten für diesen Beruf. In der Regel dauert die Ausbildung zum*zur Industrienäher*in ein Jahr und die Ausbildung zum*zur Maßschneider*in mit Fachrichtung Herren- oder Damenmaßschneider*in drei Jahre. Einige Theater bilden zudem auch selbst Maßschneider*innen aus.
Am besten fragt man direkt bei den Ausbildungsstätten nach, welche Unterrichtsfächer es gibt und welche Fördermöglichkeiten. Hinsichtlich der Stellenvermittlung von Gewandmeister*innen kann man sich an die ZAV wenden.
Berufsbild
Konstrukteur*innen erstellen die technische Planung eines Bühnenbildes. Sie entwickeln eine technisch realisierbare Lösung anhand eines CAD-Modells (CAD = computer-aided-design) für den künstlerischen Bühnenbildentwurf, um daraus Konstruktionszeichnungen für die Gewerke der Theaterwerkstatt zu erstellen. Dabei begleiten Konstrukteur*innen den Gesamtprozess vom künstlerischen Modell bis hin zum Aufbau des Bühnenbildes. Dieser Prozess ist sehr abwechslungsreich, da jedes Mal ein neuer Prototyp entsteht und technische Anpassungen am Bühnenbild-Modell vorgenommen werden müssen, ohne dabei die künstlerische Idee zu verändern.
Wenn möglich werden zur Herstellung des Bühnenbilds Standard-Materialien verwendet, ein Großteil wird jedoch speziell als Sonderkonstruktion hergestellt. Hierfür werden Materialien aus der Industrie recherchiert und teilweise für neue Zwecke eingesetzt. Mit Hilfe von Experimenten, Versuchen oder Test-Modellen wird schließlich eine technische Lösung für die Sonderkonstruktion entwickelt.
An manchen Bühnen wird sowohl die technische Planung, als auch das Management von derselben Person übernommen, an anderen Bühnen werden diese beiden Funktionen personell getrennt. Für diese Stellen existieren verschiedene Bezeichnungen, die auch von Theater zu Theater verschieden verwendet werden: Neben Konstrukteur*in und Produktionsleiter*in zum Beispiel Produktionsplaner*in oder Produktionsingenieur*in.
Voraussetzungen
Um die Idee eines Bühnenbildmodells zu verstehen und die erforderlichen Anpassungen im Sinne der künstlerischen Idee technisch umsetzen zu können, ist sowohl ein künstlerisches, als auch ein technisches Verständnis erforderlich. Hierbei ist räumliches Vorstellungsvermögen eine gute Hilfe. Zusätzlich bedarf es technischer Kreativität, um Lösungen für das enorm breite Spektrum an künstlerischen Anforderungen zu finden. Diese Art der Arbeit erfordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Sowohl die künstlerischen Ideen als auch die technischen Anforderungen und Regelwerke ändern sich stetig und erfordern das Interesse an „Live-Long-Learning“. Abhängig davon, ob das Management in Personalunion übernommen wird, ist ein hohes Maß an kommunikativen Fähigkeiten erforderlich, um eine bestmögliche Abstimmung zwischen den verschiedenen Gewerken zu erreichen. Viele Teams arbeiten international, weshalb gute Englischkenntnisse von Vorteil sind.
Ausbildung
Einige Sonderkonstruktionen im Theater müssen statische Anforderungen erfüllen oder beinhalten speziell hergestellte Maschinen. Sie erfordern somit die technische Planung auf Grundlage eines Ingenieurstudiums. Der Studiengang „Theater- und Veranstaltungstechnik und -management“ an der Beuth Hochschule für Technik Berlin wurde speziell eingerichtet, um Konstruierende für das Theater auszubilden. Er vereint die Bereiche Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Kunst in einem Ingenieursstudium. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, sein Wissen in einem entsprechenden Master zu vertiefen.
Ein Quereinstieg aus den Bereichen Maschinenbau, Bauingenieurwesen oder auch Architektur ist möglich, wenn das Interesse an künstlerischen Prozessen besteht.
Berufsbild
Kostümbildner*innen entwerfen die Kostüme und zumeist auch die Masken für eine Inszenierung und setzen diese in Abstimmung mit Bühnenbildner*innen, Regisseur*innen, Dramaturg*innen und Maskenbildner*innen um. In der Fertigstellung arbeiten sie eng mit Gewandmeister*innen zusammen, welche die Entwürfe praktisch umsetzen. In kleineren Theatern sind fest angestellte Kostümbildner*innen häufig auch die Leiter*innen der Kostümabteilung bzw. manchmal als Gewandmeister*innen in Personalunion tätig. Kostümbildner*innen arbeiten überwiegend freiberuflich, seltener im Angestelltenverhältnis. Da freiberufliche Kostümbildner*innen oft produktionsbezogen beschäftigt werden, sind an fast allen Theatern Kostümbildassistent:innen fest angestellt. Diese vermitteln mit den entsprechenden Kenntnissen der internen Gegebenheiten zwischen den freiberuflichen Kostümbildner*innen und dem Theater.
Voraussetzungen
Die wichtigste Voraussetzung für diesen Beruf ist Fantasie und Kreativität. Kostümbildner:innen müssen aufgrund eines Textes und den Ideen der Regie Kostüme entwerfen, die sich harmonisch in das gesamte Umfeld einer Inszenierung einpassen. Farbe, Form und Stoff müssen zum Text, zur Inszenierungsidee, zum Bühnenbild und nicht zuletzt zum Körperbau der Darsteller*innen passen. Kostümbildner*innen müssen sich sowohl in abstrakte als auch in realistische oder fantastische Szenarien hineinversetzen können. Ihre Ideen sollten sie anschaulich zeichnerisch darstellen können, damit sich alle am Produktionsprozess Beteiligten ein Bild davon machen können. Dabei sollten sie über ein ausgeprägtes Wissen in Kulturgeschichte und in Stil- und Materialkunde verfügen. Auch einschlägige handwerkliche Fähigkeiten sind von Vorteil.
Formal bestehen keine festgeschriebenen Voraussetzungen für diesen Beruf. Der Erwerb der Gesellenprüfung im Schneiderhandwerk ist jedoch zu empfehlen. Die Prüfung zum Gewandmeister*in oder ein Studium zum Kostümbildner*in erhöhen die Einstellungschancen beträchtlich. Auch eine Ausbildung in Mode- oder Kostümdesign ist eine Basis.
Ausbildung
In der Regel erfolgt die Ausbildung über ein vier bis fünfjähriges Studium in einer Fachklasse für Bühnen- und Kostümbildner*innen respektive für Kostümgestalter*innen. Inhalte sind beispielsweise Kostüm- und Schnittkunde, Dramaturgie und Training der Fähigkeiten zur visuellen Wahrnehmung. Theater und Firmen, die zum Schneidergesellen ausbilden, können u. a. bei der lokalen Schneiderinnung erfragt werden
Berufsbild
Farben schaffen Atmosphären auf der Bühne, Farben können aber auch im Kostüm Personen und Rollen in hervorragender Weise charakterisieren. Der Beruf Kostümfärber*in oder Kostümmaler*in muss am Theater eher von der handwerklichen als von der industriellen Seite betrachtet werden.
Die Stoffe sind oft empfindlich oder sehr kostbar und vertragen kein häufiges Färben und Entfärben. Nicht selten müssen Druckschablonen für Stoffdrucke erstellt oder Stoffe freihändig nach Vorlage bemalt werden, auch mit Air-Brush werden sehr häufig textile Materialien bearbeitet. Zu den Arbeiten gehören auch das kunstvolle „Verdrecken“ und künstliche „Altern“ von Kostümen, Accessoires und Kopfbedeckungen sowie von Schuhen und Stiefeln.
Voraussetzungen und Ausbildung
Die wichtigste Voraussetzung für diesen Beruf ist Fantasie und Kreativität. Kostümfärber:innen sollten ein besonderes Gefühl für Farben und die Geduld mitbringen, punktgenau nach Farbmuster Stoffe oder Schuhe zu färben oder zu bemalen. Kleinste Abweichungen vom vorgegebenen Muster in der Farbe können eine Farbe im Bühnenlicht vollkommen anders erscheinen lassen als vorgesehen. Gute Färber:innen müssen dies bereits im Vorfeld bemerken.
Dabei sollten sie über ein ausgeprägtes Wissen in Kulturgeschichte und in Stil- und Materialkunde verfügen. Auch einschlägige handwerkliche Fähigkeiten sind von Vorteil. Formal bestehen keine festgeschriebenen Voraussetzungen für diesen Beruf. Der Erwerb der Gesellenprüfung im Schneiderhandwerk ist jedoch zu empfehlen. Die Prüfung zum Gewandmeister*in oder ein Studium zum Kostümbildner*in erhöhen die Einstellungschancen beträchtlich. Auch eine Ausbildung in Mode- oder Kostümdesign ist eine Basis.
Berufsbild
Als Maßschneider:in fertigt man Kostüme für Inszenierungen. Es gibt zwei Bereiche: Damen und Herren. Als Maßschneider:in mit Fachrichtung Herren oder Damen fertigt man unter Anleitung der Gewandmeister*innen die Kostüme an, die von Kostümbildner*innen für eine Inszenierung entworfen werden.
Maßschneider*innen müssen in besonderem Maße auch historische Bekleidung, Unterkleidung, Corsagen, Ballettkleidung, Fantasie- und Tierkostüme verschiedener Stilrichtungen anfertigen können. Im Abenddienst bei Vorstellungen helfen sie als Ankleider*innen hinter der Bühne den Darsteller*innen beim An- und Umkleiden und führen kleinere Reparaturen und Änderungen durch. Darüber hinaus sind Schneider*innen im Abenddienst mit der Verwaltung und der Instandhaltung der Repertoirekostüme betraut.
Voraussetzungen
Wer den Beruf Maßschneider*in mit Fachrichtung Herren oder Damen erlernen möchte, sollte großes handwerkliches Geschick, Geduld und eine ausgeprägte Lernbereitschaft mitbringen, um sich immer wieder auf unbekannte und ungewöhnliche Entwürfe und Materialvorstellungen von Kostümbildner*innen einstellen zu können.
Ausbildung
Um in einem Theateratelier tätig zu werden, benötigt man in der Regel eine Ausbildung zum*zur Maßschneider*in mit Fachrichtung Herren oder Damen. Ausbildungsplätze gibt es sowohl am Theater als auch im Handwerk nur in begrenztem Umfang. Die Namen der Betriebe und Theater, die Schneidergesell*innen ausbilden, können u. a. bei der zuständigen Schneiderinnung erfragt werden. Wer sich nach Abschluss seiner Lehre im Handwerk auf den Theaterbereich vorbereiten möchte, kann seine Kenntnisse durch eine einjährige Fortbildung an der Zürcher modeco vervollkommnen.
Berufsbild
Maskenbildner*innen haben ein breites und kreatives Arbeitsgebiet, in dem sie Gesichter, Körper und Haare (um-)gestalten. Sie schminken Gesichter und Körper, gestalten Frisuren und stellen Masken her bzw. Körperbehaarung und physiognomische Spezialeffekte.
Dabei ist jeweils genau zu unterscheiden, für welches Anforderungsprofil die Maske erstellt werden muss: Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Sänger*innen haben unterschiedliche Bedürfnisse beim Einsatz auf der Bühne. Zudem fokussiert das Auge einer Filmkamera in Nahaufnahme andere Dinge als das Bühnenlicht einer Opernbühne.
Die Maskenbildabteilung eines mittelgroßen deutschen Theaters besteht aus eine*m*r Chefmaskenbildner*in, eine*m*r Stellvertreter*in und mehreren Mitarbeiter*innen. Bei Fernseh- oder Filmproduktionen werden Maskenbildner*innen je nach der Größe der Ausstattung als freie Beschäftigte engagiert. Innerhalb des Produktionsprozesses sind verantwortliche Maskenbildner:innen voll in das künstlerische Geschehen integriert und tragen als Teil des Produktionsteams zum Inszenierungskonzept bei. Gemeinsam mit den Kostümbildner*innen stimmen sie, die Figurenkonzeption ab; mit den Lichtgestalter*innen sprechen sie die Farbgebung ab.
Die maskenbildnerische Arbeit unterstützt und vervollständigt somit das Erscheinungsbild der Darsteller*innen. Analytische Stücklektüre, eine umfassende kulturelle Bildung sowie die Kenntnis des aktuellen ästhetischen Diskurses gehören ebenso selbstverständlich zu den erforderlichen Fähigkeiten wie das Entwickeln von Umsetzungsmöglichkeiten des abgesprochenen Figurenkonzepts. Hierbei müssen kreative Lösungen unter praktischen Rahmenbedingungen gefunden werden. Zeitrahmen und Kostenfaktor, individuelle Voraussetzungen der Darsteller*innen und die Zielsetzung des Gesamtkonzepts sind in der Praxis von Theater und Film elementare Bestandteile des Arbeitsprozesses, die immer berücksichtigt werden müssen.
Voraussetzungen
Eine wichtige Voraussetzung für Maskenbildner*innen ist ein großes Interesse an Theater, Film oder Fernsehen. Hinzu kommen Kreativität und Ästhetik, künstlerische Überzeugungs- und Ausdruckskraft sowie handwerkliches Geschick. Kontakt- und Anpassungsfähigkeit und ein sensibler Umgang mit Künstler:innen erleichtern die Arbeit.
Wichtig sind auch körperliche Belastbarkeit, Flexibilität bei Arbeitszeiten und Teamfähigkeit. Eine differenzierte ästhetische Wahrnehmung sowie eine handwerklich-künstlerische Ausdrucksfähigkeit werden für den Beruf vorausgesetzt.
Maskenbildner*innen in Deutschland müssen (anders in den USA und den meisten westeuropäischen Nachbarländern, wo die Aufgabenbereiche Maskenbau, Haargestaltung und Make-up von verschiedenen Fachleuten ausgeführt werden) alle berufsbezogenen Aufgabenbereiche beherrschen und sowohl in der Haargestaltung als auch in der Make-up-Technik und dem Maskenbau profunde Kenntnisse besitzen. Auf diese Weise ist es ihnen möglich, eine umfassende maskenbildnerische Figurengestaltung in Theater und Film zu entwickeln.
Ausbildung
In Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich im maskenbildnerischen Bereich professionell zu qualifizieren. Seit 2002 ist der Beruf Maskenbildner*in staatlich anerkannt. 2004 wurde an der Hochschule für Musik und Theater München in Kooperation mit der Theaterakademie August Everding der Studiengang Maskenbild – Theater und Film (BA./MA.) entwickelt. An der Hochschule der Bildenden Künste Dresden wird seit den 60er Jahren das Fachhochschulstudium Maskenbild angeboten. Im Rahmen einer dreijährigen Lehre wird unter dem Dach der IHK (Industrie- und Handelskammer) an Staats- und Stadttheatern und öffentlichen Rundfunkanstalten ausgebildet.
Verschiedene Privatschulen bieten die Ausbildung zum*zur Maskenbildner*in in ein- bis dreijährigen Kursen an. Teilweise ist für die Aufnahme an einer privaten Schule nicht in erster Linie die künstlerische und handwerkliche Begabung entscheidend, sondern die finanzielle Situation der Auszubildenden.
Berufsbild
Theaterschlosser*innen fertigen alle Konstruktionen aus Metall an. Vorwiegend kommt hier Stahl zum Einsatz, aber auch Aluminium oder andere Metallsorten werden verwendet. Schlosser:innen arbeiten meist nach technischen Zeichnungen, die im Vorfeld angefertigt wurden, müssen aber auch in der Lage sein, eigenständig künstlerische Entwürfe umzusetzen und technische Probleme zu lösen.
Die Materialwahl entscheiden Konstrukteur*innen oder die Leitung der Schlosserei unter Berücksichtigung statischer, finanzieller und ästhetischer Aspekte.
Neben der Arbeit in den Werkstätten arbeiten Schlosser*innen auch auf den Bühnen, speziell in der Bühnentechnik.
Voraussetzungen
Neben der fachlichen Qualifikation, sollten Theaterschlosser*innen grundsätzlich an der Verwirklichung künstlerischer Ideen interessiert sein. Auch kann es oft zu spontanen Änderungen an künstlerischen Entwürfen kommen, welche dann eventuell neu in ein Bauteil eingeplant und/oder eingebaut werden müssen. Flexibilität und Freude an der Arbeit mit anderen Abteilungen ist daher wichtig.
Theaterschlosser*innen sollten zudem eine hohe Eigenverantwortung mitbringen.
Ausbildung
Die handwerkliche Ausbildung zum*zur Metallbauer*in Fachrichtung Konstruktionstechnik oder ähnliche Ausbildungen dauern in der Regel 3,5 Jahre und werden in den meisten Theaterwerkstätten angeboten.
Leiter*innen der Theaterschlosserei verfügen größtenteils über einen Meisterabschluss.
Berufsbild
Modist*innen (Hutmacher*innen) findet man zumeist nur an großen Bühnen. Es handelt sich dabei um einen eher seltenen Ausbildungsberuf, da die Menschen im Privatleben nicht sehr oft individuell angefertigte Hüte tragen.
Im Theater sind Kopfbedeckungen allerdings nicht wegzudenken: Vom traditionellen Herrenhut und dem Zylinder, über fantasievolle, hauchdünne Damenhutkreationen bis hin zu feinen, handgefertigten Blüten für einen Blumenhaarkranz müssen Modist*innen in der Lage sein, alles anzufertigen, was als Entwurf bei ihnen landet.
Die Vielfalt ist groß und die zur Fertigung zu verwendenden Materialien ebenfalls. Traditionell werden Filz, Stroh und Tuch verarbeitet. Dekoriert wird mit Blüten, Federn, Tüll, Schleiern und vielem mehr. Daneben werden auch aus eher untypischen Materialien Hüte kreiert. Modist*innen übernehmen ebenfalls die Reparatur, die Pflege und die Aufarbeitung von Hüten und Kopfbedeckungen.
Voraussetzungen
Um an einem Theater tätig zu werden, sollte man über eine besondere künstlerische Kreativität verfügen und ein gutes Auge für Farben und Formen besitzen. Für diesen Beruf benötigt man ein Interesse an Mode und Modetrends. Außerdem sollte ein gewisses zeichnerisches Können und handwerkliches Geschick vorhanden sein. Für die Anfertigung von und die Arbeit nach Zeichnungen benötigen Modist:innen ein räumliches Vorstellungsvermögen. Zudem sollte man, wie bei fast allen Berufen in den Kostümwerkstätten, über ein gutes Wissen in Kostüm-, Mode-, und Kunstgeschichte verfügen.
Ausbildung
Modist*in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird nach dem dualen Ausbildungssystem vollzogen, d. h. parallel in der Berufsschule und im Betrieb. Während der Ausbildung beschäftigt man sich mit Inhalten wie Modellentwurf, Anfertigung von Schnittmustern für Hüte und Mützen und textiler Warenkunde. Viele Modist:innen machen sich selbstständig, nachdem sie den Meistertitel erworben haben. Dies ist oft erst nach der Gesellenprüfung und zwei Jahren Berufserfahrung möglich.
Berufsbild
Der Beruf gehört zu den ältesten Theaterberufen im Bereich der Ausstattung. Requisiteur:innen arbeiten in enger Abstimmung mit der Produktions- und Ausstattungsleitung. Sie erstellen anhand des Textbuchs eine Requisitenliste. Diese enthält alle für die Aufführung benötigten Gegenstände, die nicht direkte Bestandteile der Dekoration oder des Kostüms sind (Blumen, Lampen, Speisen, Schirme, Bücher etc.). Sie beschaffen, inventarisieren und magazinieren die Requisiten für jede Inszenierung und prüfen und pflegen den Bestand. Requisiteur:innen müssen zudem in der Lage sein, Requisiten und Spezialeffekte unter Beachtung von Qualitätsanforderungen und den einschlägigen Rechtsvorschriften zu erfinden und selbst herzustellen. Neben Spezialeffekten wie Feuer und Nebel müssen viele Requisiteur*innen auch den Umgang mit Pyrotechnik beherrschen.
Voraussetzungen
Requisiteur*innen benötigen handwerkliches Geschick, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Verhandlungs- und Organisationstalent, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Stressresistenz, eine breite Allgemeinbildung, Fantasie und Kreativität.
Ausbildung
Grundlage des Berufs kann eine handwerkliche Ausbildung oder ein Studium sein; auch eine Bühnenbildassistenz kann sich als hilfreich erweisen. Die Ausbildung bzw. die Fortbildung für Requisiteur*innen ist formell geregelt. Sie richtet sich nach der Rechtsvorschrift zur IHK-Fortbildungsprüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfte*r Requisiteur*in. Die Weiterbildung besteht aus einem Volontariat und dem Besuch eines einschlägigen Lehrganges. Diese Praxisphase sollte zwei Jahre dauern, um das Arbeitsgebiet umfassend kennenzulernen und die Fertigkeiten zu erwerben, die im Rahmenstoffplan der IHK genannt werden.
Die Event-Akademie in Baden-Baden bietet überdies einschlägige Lehrgänge an, die das in der Praxis erworbene Wissen ergänzen. Ausbildungsbetriebe sind in der Regel die Theater, aber auch Film- und Fernsehproduktionen oder selbstständige Ausstattungs- und Requisitenfundus-Unternehmen. Ob ein Betrieb Requisiteur*innen ausbildet, muss direkt vor Ort erfragt werden. Bei der örtlichen IHK kann man die Anforderungen für die Fortbildung zum*zur geprüfte:n Requisiteur*in abfragen.
Für den Umgang mit Pyrotechnik haben viele Requisiteur*innen auch die Qualifikation zum*zur Pyrotechniker*in. Pyrotechniker*innen sind zuständig für die Lagerung und den Einsatz pyrotechnischer Sätze und Gegenstände wie beispielsweise Licht- und Funkenblitze, Rauchbomben und Knalleffekte. Diese Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Verantwortung und Sicherheitsbewusstsein.
Berufsbild
Rüstmeister*innen findet man auch am Theater immer seltener. Neben Rüstungen, Helmen und Brünnen aller Art stellt man als Rüstmeister*in Waffen oder Masken aus Metall in allen möglichen Varianten her. Auch besonderer Metallschmuck oder Kronen entstehen in der Werkstatt. Die Rüstmeister*innen bauen ebenfalls die Metallkonstruktionen für Reifröcke und Krinolinen, die von den Damenschneider*innen für Unterbauten für Barock-, Rokoko- und Fantasiekostüme benötigt werden. Nicht zuletzt werden auch feine Metallkonstruktionen für Kopfbedeckungen – vom einfachen Kränzchen über das Diadem bis zum großen Revueaufputz – gefertigt.
Viele Kostüme, in denen man kein Metall vermutet, wären ohne Metallgrundgerüst nicht denkbar. An kleineren Häusern sind mit den speziellen Aufgaben der Rüstmeisterei meist Requisiteur*innen oder Bühnentechniker*innen betraut.
Voraussetzungen und Ausbildung
Der Beruf des*der Rüstmeister*in wird nicht ausgebildet. Oft wird diese Tätigkeit von Beschäftigten ausgeübt, die einen Metallberuf erlernt haben und besonderes Interesse an Waffen- und Rüstungskunde sowie an Kunst- und Kostümgeschichte mitbringen. Auch der Beruf des:der Requisiteur*in kann eine Grundlage sein (vgl. dort). Es ist unabdingbar, in der Rüstmeisterei und der Pyrotechnik mit Chemikalien und Platzmunition zu arbeiten; dies setzt eine große Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit in der Ausübung dieses Berufes voraus, da die Sicherheit vieler Menschen davon abhängen kann.
Berufsbild
Als Theaterschreiner*in fertigt man alle größeren Holzkonstruktionen an, die für ein Bühnenbild benötigt werden. Alle Anfertigungen im Theater sind Einzelstücke oder maximal Kleinserien. Die Holzkonstruktionen werden zum Teil nach technischen Zeichnungen angefertigt. Schreiner*innen im Theater müssen aber auch in der Lage sein, selbstständig ohne Vorlage Holzbauten anzufertigen, um kurzfristige Änderungen oder Reparaturen an Bühnenbildern umsetzen zu können.
Welches Material jeweils verwendet wird, entscheidet der*die Leiter*in der Theaterschreinerei unter Berücksichtigung statischer, finanzieller, stilistischer und akustischer Aspekte. Die Schreinerei arbeitet eng mit der Technischen Direktion und der Bühnenbildgestaltung zusammen, deren Entwürfe eigenverantwortlich realisiert werden. Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, werden die vorliegenden Entwürfe hinsichtlich der entstehenden Kosten und der benötigten Arbeitsstunden geprüft. Häufig ist auch eine Werkstättenleitung zwischengeschaltet, welche die verschiedenen Gewerke des Theaters koordiniert. Schreiner*innen werden auch in der Bühnentechnik eingesetzt, um dort neben den allgemeinen Arbeiten ihr Fachwissen einzubringen.
Voraussetzungen
Neben der fachlichen Qualifikation sollten Theaterschreiner*innen Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen mitbringen sowie ein hohes Maß an Gestaltungswillen und Fachkompetenz aufweisen. Hinzu kommt ein ausgeprägtes Stilempfinden, um auch Bühnenbilder vergangener Epochen detailgetreu realisieren zu können. Stressresistenz und Flexibilität sind ebenfalls wichtig. Eine*n Leiter*in der Theaterschreinerei sollte die Meisterprüfung als Tischler*in abgelegt haben.
Ausbildung
Das erste Jahr der Ausbildung zum*zur Schreiner*in/Tischler*in findet meistens als Berufsgrundbildungsjahr im Vollzeitunterricht an Berufsschulen statt, anschließend ist das Ausbildungssystem dual. Insgesamt dauert die handwerkliche Ausbildung in der Regel drei Jahre. Viele Theaterwerkstätten bilden diesen Handwerksberuf aus.
Berufsbild
Bühnenmaler*innen und -plastiker*innen arbeiten im Bereich der Ausstattung eines Theaters. Weitere Einsatzgebiete sind insbesondere Film- und Fernsehproduktionen, Messe- und Ausstellungsbau sowie Dekorations- und Kirchenmalerei.
Ihre Aufgabe ist es, Bühnenbildentwürfe der Bühnenbildner*innen zeichnerisch, malerisch und plastisch umzusetzen. So entstehen unterschiedliche bildliche oder plastische Darstellungen als Kulissen für die Theaterproduktionen.
Für Bühnenmaler*innen steht das Malen von Dekorationen und Prospekten im Vordergrund, für Bühnenplastiker*innen die Anfertigung plastischer Arbeiten (Säulen, Figuren, Tiere, Möbel, Reliefs u. a.) mit unterschiedlichen Materialien (Polystyrol, Ton, Gips, Holz, Kunststoffe u. a.).
Die Techniken und Stilrichtungen sind vielfältig. Die Motive entstammen den Bereichen Landschaft, Architektur, Materialimitation, Porträt, figürliche Malerei, Anatomie, Schriften und Ornamente. Beide arbeiten zunehmend auch mit digitalen Medien.
Voraussetzungen
Zu den formalen Voraussetzungen gehört die erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht. Die Bewerber*innen sollten folgende Fertigkeiten mitbringen:
Bühnenmaler*innen und -plastiker*innen arbeiten häufig im Stehen oder in gebückter Haltung sowie im Umfeld von Farben und Lösungsmitteln. Der Stütz- und Bewegungsapparat sollte daher nicht beeinträchtigt sein und einschlägige Allergien nicht bestehen. Gute Noten in Kunst und Technik sowie mathematische Kenntnisse sind von Vorteil. So gilt es z. B. Entwürfe maßstabsgerecht umzusetzen.
Ausbildung
Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Sie ist bundeseinheitlich geregelt und staatlich anerkannt.
In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen die Auszubildenden gemeinsam. Im dritten Ausbildungsjahr ist zwischen den Fachrichtungen „Malerei“ und „Plastik“ zu wählen.
Die Ausbildung ist dual aufgebaut. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Werkstätten der Theater, die theoretischen Inhalte vermitteln die Berufsschulen. Weitere Ausbildungsplätze gibt es bei Fernsehanstalten, Filmproduktionen, in Bildhauer- und Malerateliers sowie in Ausstattungsbetrieben. Wer im Einzelnen ausbildet bzw. zur Zeit freie Ausbildungsstellen bereithält, muss beim jeweiligen Betrieb direkt erfragt werden. Freie Ausbildungsplätze am Theater werden auch auf dem Portal bühnenjobs.de veröffentlicht.
Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden bietet überdies das Fachhochschulstudium „Theaterausstattung“ an.
Berufsbild
Die Theaterwerkstätten sind für die Bauplanung, sowie den Bau von Bühnenbildern zuständig. Um dies zu gewährleisten, sind verschiedene Gewerke am Bau der Bühnenbildelemente beteiligt. Darunter fallen u.a. Tischlerei/Schreinerei, Schlosserei, Tapezierwerkstatt, Malsaal und Plastik. Die einzelnen Gewerke werden von Abteilungsleiter*innen geführt, welche wiederum den Werkstättenleiter*innen unterstehen.
Als Werkstättenleiter*in ist man für die Organisation innerhalb der Werkstatt zuständig. Dazu gehört, sicherheitstechnische Aspekte eines Bühnenbildes einzuschätzen und innerhalb der Werkstatt zu realisieren. Die Werkstättenleitung verwaltet die entsprechenden Budgets, erstellt eine Produktionsplanung und sichert die Einhaltung des Terminplans. Auch die Qualitätskontrolle fällt in den Aufgabenbereich der Werkstättenleitung.
Voraussetzungen
Werkstättenleiter*innen bilden die oberste Leitungsebene der Werkstätten und verfügen über fundiertes technisches Fachwissen und Kompetenzen in der Personalführung. Besondere persönliche Voraussetzungen sind Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten, insbesondere bei der Argumentation und Vermittlung von Entscheidungen an die beteiligten Gewerke und Teams.
Ausbildung
Für die Funktion als Werkstättenleiter*in gibt es keine spezifische Ausbildung. In der Regel verfügt die Werkstättenleitung über langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen des Theaterbetriebs, beispielsweise in den Gewerken, der Konstruktion oder als Theatermeister*in.
Requisite
Kommissarische Leitung Dennis Schönfelder
Vorarbeiterin Oper Vanessa Winkler
Vorarbeiter Schauspiel Markus Neuhaus
Mitarbeit Cornelia Hagenbuchner, Matthias Jakobi, Kristina Kaminskaya, Stefanie Kösler, Jennifer Langer, Raliza Raleva, Nele Schulze, Nina Thüsing
Waffenmeister und Pyrotechnik Dennis Schönfelder, Johannes Lührs
Werkstätten
Leitung Jan Schäfer
Konstruktion Thomas Hömme (stellv. Leitung), Patrizia Schröer, Benjamin Plochowietz
Schreinerei
Leitung Uwe Leiendecker
Mitarbeit Madita Bay (Auszubildende), Peter Beier, Morten Braunheim, Bettina Glogowski, Jörg Kalbow, Bülent Kirbas, Markus Knoch, Thorsten Lotte, Dirk Michel, Thomas Nolte, Stefan Schröer (Vorarbeiter)
Schlosserei
Leitung Benjamin Rose
Mitarbeit Luis Correia (stellv. Leitung), Lutz Essfeld, Sean Stephan Flender (Auszubildender), Waldemar Gratza, Frank Kalweit, Deniz Orakci, Pascal Thesen (Auszubildender)
Malsaal
Leitung Andreas Beuter
Mitarbeit Gunter Mende, Annina Seeliger (Stellvertretung), Marlene Soester, Kara Stephan (Stellvertretung), Melanie Diederichs, Aminah Chaudhry (Auszubildende)
Plastiker*innen
1. Theaterplastiker Sebastian Steinhauer-Dsenne
Mitarbeit Sina Gietmann, Claudia Steiner, Rike Hirt, Lillith Zielichowski (Auszubildende)
Dekoration
Leitung Melanie Kublun
Mitarbeit Julie Ebben, David Fischer, Jana Rabung, Diana Lucia Rehm, Ida Sarezki, Martin Vogel (stellv. Leitung)
Maskenbildnerei
Chefmaskenbildnerin Monika Knauer
Mitarbeit Silvia Bramer, Manuela Anita Budde, Anke Dirlt, Claudia Domidian, Michaela Döpper, Klaudia Kapellmann, Natascha Kohnke, Alicia Liedtke, Alena Lödige, Lisa Luke (stellv. Musiktheater), Katja Motz (stellv. Schauspiel), Christine Möller, Susanne Mundt, Svenja Olbrisch, Nicola Olbs, Collin Pierre Osygus, Philipp Oualiti, Melanie Platte, Matthias Ritzrau, Franka Wagner (Auszubildende)
Kostümabteilung
Leitung Kostümabteilung Monika Maria Cleres
Stellv. Leiterin Kostümabteilung Katja Struck
Gewandmeisterinnen Susanne Gregorzewski, Bettina Ingenpass, Corinna Link, Saskia Oetzel
Verwaltung Kostümabteilung Gamze Karaduman
Fundusverwaltung Andreas Werdin
Produktionsleitung Nina Albrecht-Paffendorf
Kostümassistenz René Neumann (a. G.), N. N., N. N.
Obergarderobiere Musiktheater Heike Scheika
Obergarderobiere Schauspiel Christiane Petri
Garderobieren Chantal Baumann, Stephan Berger, Marion Cygiel, Christian Gerdts, Sabine Gorski, Tanja Grewe, Eva Holtrop, Christiane Klocke, Petra Komorowski, Martina Laukandt, Lidia Marenberg, Tatjana Schreider, Vanessa Wibberg
Schneiderei Lea Albracht, Alpha Oumar Bah, Susanne Beermann, Anna-Lena Efsing, Tatjana Epp, Lina Gomes Weimer, Sabine Groth, Heike Halle, Constanze Höltig, Eva Konopka, Ljudmyla Lehmann, Natalia Lukashina, Susanne Matull, Mohammad Zaher Majedzadeh, Sonja Pape, Irina Pascal, Mareike Poggenpohl, Darius Razavi-Rad, Yvonne Ryll, Caroline Severin, Dana Stuchlik, Diana Ziolkowske
Hutatelier Rita Hasenfratz, Melanie Immens
Wäscherei Daria Grek