Schauspiel

Der Frühling bringt Veränderung im Schauspiel Dortmund

Premieren, Abschiede und die Studiobühne als temporäres Zentrum des Schauspiels

Szene aus „Vatermal“ (c) Birgit Hupfeld

Der Frühling steht am Schauspiel Dortmund ganz im Zeichen von Veränderung, Konstanz und Aufbruch. Aufgrund des Baus des Jungen Theaters verabschiedet sich das Schauspiel fürs Erste von seiner großen Bühne. Der Wegfall dieser Spielstätte führt zu einer Neuordnung des Spielbetriebs und bietet zugleich Chancen für viele neue Ideen. In den kommenden Monaten rückt die Studiobühne ins Zentrum und wird vorübergehend zur zentralen Spielstätte des Schauspiel Dortmund. Künstlerische Akzente setzt dort unter anderem die inklusive Inszenierung von Winterreise nach Elfriede Jelinek.

Letzte Chance auf die große Bühne
Der März markiert den Auftakt eines schrittweisen Auszugs aus dem Schauspielhaus und damit eine Übergangsphase, in der sich der Spielbetrieb neu organisiert und zugleich neue Räume für das Schauspiel erschließt. Zum letzten Mal bietet sich die Gelegenheit, die vom Publikum und von der Kritik gefeierten Produktionen Leonce und Lena (So., 08. März 2026, 19.30 Uhr), Der zerbrochne Krug (Fr., 13. März 2026, 19:30 Uhr), Vatermal (Do., 19. März 2026, 19:30 Uhr), Antichristie (Sa., 21. März 2026, 19:30 Uhr) sowie ‚Pidor‘ und der Wolf (So., 22. März 2026, 18:00 Uhr) auf der großen Bühne des Schauspielhauses zu erleben. Den Abschluss bildet Ende März die Gala Glitzer, Glamour und Goodbye (Do., 26. März 2026, 19:30 Uhr und So., 29. März 2026, 18:00 Uhr), die an zwei Terminen den Abschied von der großen Bühne feiert.

Kleine Bühne wird zum Herzstück
Ein besonderes Highlight eröffnet den März, der Feministische Thementag Frauen*GOLD am 07. März. Das Studio bekommt eine neue Hauptrolle und bleibt über den März hinaus bis zum Sommer als Spielstätte erhalten. Im März werden dort die beiden Premieren von Winterreise (Premiere: Fr., 06. März 2026, 20:00 Uhr) und Oder Nicht Sein? (Premiere: Do., 26. März 2026, 19:00 Uhr) gezeigt. Außerdem laufen die aktuellen Studioproduktionen Capri, Angst essen Seele auf und I wanna be a Gurrrlband ab April bis zum Sommer weiterhin an den Wochenenden. Parallel ist für das Institut die neue Reihe Hot Topic in Planung, die ab April startet und das Programm des Studios ergänzen wird.  

Vorschau auf die Zeit bis zum Sommer und die Interimsspielstätten
Der Auszug bietet die Chance für Neuanfänge und neue Formate für große Theaterabende: Anfang Juni wird die Premiere der Dreigroschenoper an einem außergewöhnlichen Ort stattfinden: im Salzlager der Kokerei Hansa. Die besondere Atmosphäre dort wird sich in der Inszenierung niederschlagen: Unter der Regie von Intendantin Julia Wissert treffen hier Industrie und Kultur auf einzigartige Weise aufeinander. Darüber hinaus wird das Schauspiel Dortmund im Juni bei den Veranstaltungen Extraschicht und Sommer am U vertreten sein und auch dort besondere Theatererlebnisse bieten. Auch die weitere Zukunft ist gesichert. Das Schauspiel zieht 2027 ins ehemalige C&A Gebäude an den Ostenhellweg. Der Standort ist zentral und ideal Dritter Ort und Aufenhalt- und Anlaufstelle für die Dortmunder*innen sein. Intendantin Julia Wissert freut sich auf diese Zeit und auf die Entwicklung neuer Spielräume und künstlerischer Ideen: „Das ist eine sensationelle Möglichkeit so zentral in der Stadt zu sein, das ist eine besondere Form der Urbanität: Wir können in so vielen Facetten Nachbar*inntheater und Aufenthaltsort sein.“