Oper

Dortmunder „Zauberflöte“ eröffnet Opernsaison in Tel Aviv

Die Übernahme unterstreicht die internationale Vernetzung des Dortmunder Opernhauses und die Bedeutung langfristiger künstlerischer Partnerschaften

(c) Yossi Zwecker

Die Dortmunder Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte kommt nach Tel Aviv: Am 16. Oktober 2026 feiert die Produktion der Oper Dortmund in der Regie von Nikolaus Habjan Premiere an der Israeli Opera. Die Übernahme unterstreicht die internationale Vernetzung des Dortmunder Opernhauses und die Bedeutung langfristiger künstlerischer Partnerschaften über Ländergrenzen hinweg.

Eine Dortmunder Opernproduktion reist nach Tel Aviv: Mit Mozarts Die Zauberflöte eröffnet die Israeli Opera ihre neue Saison. Grundlage der Aufführungsserie ist die 2022 an der Oper Dortmund entstandene Inszenierung von Nikolaus Habjan, die nun für die Bühne des Shlomo Lahat Opera House eingerichtet wurde.

Als Mitglied der Oper Dortmund war David Kim, Regieassistent und Regisseur vor Ort und begleitete die szenische Einstudierung der Produktion an der Israeli Opera. Die musikalische Leitung übernimmt Dan Ettinger, Music Director der Israeli Opera. Bis zum 29. Oktober stehen insgesamt elf Vorstellungen auf dem Spielplan.

Die Inszenierung der Dortmunder Zauberflöte verbindet Mozarts Musik mit einer bildstarken, poetischen Theaterästhetik und war von September 2022 bis Dezember 2023 in insgesamt 26 Vorstellungen, darunter siebenmal in einer Kinderfassung, im Opernhaus Dortmund zu erleben. Mit der Aufführungsserie in Tel Aviv findet die Produktion nun ihre internationale Fortsetzung.

Dortmunder Produktion international gefragt
Die Übernahme ist ein weiteres Beispiel für die internationale Vernetzung der Oper Dortmund. Künstlerische Partnerschaften und Produktionsübernahmen ermöglichen es, Arbeiten des Hauses über Dortmund hinaus weiterzuführen und zugleich langfristige Beziehungen zu internationalen Opernhäusern aufzubauen. Der Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen der Israeli Opera kommt dabei auch mit Blick auf die Geschichte des Dortmunder Opernhauses eine besondere Bedeutung zu: Das heutige Haus wurde auf dem Platz der Alten Synagoge errichtet, die 1938 während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zwangsweise an die Stadt übergeben und noch vor den Novemberpogromen abgerissen wurde.

„Dass unsere Zauberflöte die neue Saison der Israeli Opera eröffnet, ist für uns ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung kultureller Zusammenarbeit und für die internationale Vernetzung der Oper Dortmund“, sagt Opernintendant Heribert Germeshausen. „Unser Opernhaus steht an einem Ort, der eng mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde Dortmunds verbunden ist. Diese Geschichte ist für uns präsent und mit einer besonderen Verantwortung verbunden. Gerade in einer Zeit, die von Konflikten und großer Unsicherheit geprägt ist, ist es uns wichtig, den Austausch mit unseren geschätzten Kolleginnen und Kollegen – insbesondere meiner isrealischen Kollegin Shirit Lee-Weiss und ihrem Vorgänger Zach Granit – in Tel Aviv zu pflegen, und Verbindungen aufrechtzuerhalten. Mein besonderer Dank gilt zugleich den technischen und betrieblichen Teams unseres Hauses, die diese Produktionsübernahme mit großem organisatorischem Einsatz möglich gemacht haben. Hinter einer Kooperation dieser Größenordnung stehen viel Abstimmung, Planung und praktische Arbeit, die für das Publikum meist unsichtbar bleiben.“