Schauspiel

Lesung zum Gedenken an die Reichspogromnacht im Schauspiel

Ein persönlicher Blick auf die Folgen der Shoah und die Frage, was Familiengeschichte für nachfolgende Generationen bedeutet.

Tobias Herzberg (c) Tanja Dorendorf

Mit „Das Foto am Strand“ von Tobias Herzberg erinnert das Schauspiel Dortmund an die Opfer der Novemberpogrome von 1938. Ensemblemitglied Linda Elsner liest den Text am 8. November um 18 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund. Die Diversitätsmanagerin Ella Steinmann moderiert das Gespräch mit Regisseur und Dramaturg Tobias Herzberg.

„Wo keine Freiheit ist, gibt es keine Wahl.“
Tobias Herzberg nähert sich mit „Das Foto am Strand“ dem Leben seiner Urgroßmutter. Als Nachkomme ist ihm nicht viel von ihr geblieben. Ihr Name und ein einziges Bild, das 1936 entstand und sie als junge Frau am Strand von Tel Aviv zeigt. Ungefähr sechs Jahre später stirbt sie im Konzentrationslager Riga-Kaiserwald. Von diesem Bild aus fragt Herzberg: Was bedeutet Freiheit? Wie viel Entscheidung steckt in einem Leben, das von der Geschichte zerstört wurde? Und was heißt es, als Nachkomme in Deutschland zu leben?

Autor & Team
1986 wurde Tobias Herzberg in Hamburg geboren: „Und die ironische Pointe der Geschichte bin ich als in Deutschland geborener Nachkomme, der sich fragt, wie das gewesen sein muss: 1936 am Strand von Tel Aviv, den Sand der Freiheit bereits unter den Füßen, das Meer vor Augen, den Wind im Sommerkleid.“ Ensemblemitglied Linda Elsner liest und Diversitätsmanagerin Ella Steinmann moderiert den Abend.

Termin & Tickets
Die Lesung findet am 8. November 2026 um 18 Uhr im Studio des Schauspielhaus Dortmund statt. Karten kosten 5€ und sind im Kundencenter, telefonisch unter 0231 50 27222 sowie im Webshop erhältlich.