Die Oper Dortmund ist für die szenische deutsche Erstaufführung von Clémence de Grandvals Mazeppa (Premiere März 2026) für die International Opera Awards 2026 in der Kategorie „Rediscovered Work“ (Wiederentdeckung des Jahres) nominiert. Mazeppa entstand in Kooperation mit dem französischen Forschungs- und Musikzentrum Palazzetto Bru Zane, wie schon zuvor Frédégonde und La Montagne Noire. Auch die beiden Vorgängerproduktionen waren 2022 bzw. 2024 auf der Shortlist des renommierten International Opera Award.
Die International Opera Awards würdigen herausragende Leistungen im internationalen Opernbetrieb. Die Shortlist wird von einer internationalen Jury aus Opernkritiker*innen, Opernadministrator*innen sowie Künstler*innen zusammengestellt. In der Kategorie „Rediscovered Work“ sind neben Mazeppa sieben weitere Wiederentdeckungen nominiert. Die Gewinner*innen werden am 21. November 2026 im Theater an der Wien bekanntgegeben.
Mit Mazeppa widmet sich die Oper Dortmund dem weitgehend vergessenen Werk der französischen Komponistin Clémence de Grandval (1830–1907), die zu Lebzeiten als eine der bedeutendsten Komponistinnen ihrer Generation galt. Ihre Musik wurde unter anderem von Bizet, Berlioz und Saint-Saëns geschätzt. Mazeppa basiert auf der Geschichte des ukrainischen Hetmans Ivan Mazepa und verbindet ein romantisches Drama mit den Dimensionen der französischen Grand Opéra.
Mit der erneuten Nominierung setzt die Oper Dortmund ihre kontinuierliche Auseinandersetzung mit selten gespieltem französischem Repertoire fort und trägt dazu bei, das Schaffen vergessener Komponist*innen wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Die Preisverleihung der International Opera Awards findet am Samstag, 21. November 2026, im Theater an der Wien statt. Die Veranstaltung wird weltweit kostenlos als Livestream auf OperaVision übertragen.