Das Fachmagazin Opernwelt hat in seiner diesjährigen Kritikerumfrage die szenische deutsche Erstaufführung von Clémence de Grandvals Mazeppa (Premiere März 2026) als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet. Damit erhält die Oper Dortmund bereits zum zweiten Mal in Kürze eine besondere Anerkennung für ihre kontinuierliche Auseinandersetzung mit selten gespieltem und vergessenen Repertoire.
Das Fachmagazin Opernwelt zeichnet mit seiner jährlich erscheinenden Kritikerumfrage herausragende Leistungen und besondere künstlerische Ereignisse der vergangenen Opernsaison aus. Die Auszeichnung „Wiederentdeckung des Jahres“ richtet den Blick dabei auf Werke, die im heutigen Opernrepertoire bislang nur selten zu erleben waren und durch eine neue Produktion wieder stärker ins öffentliche Interesse rücken.
Bereits Frédégonde von Ernest Guiraud und Camille Saint-Saëns wurde 2022 in der Kritikerjahresumfrage des Magazins als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet. La Montagne Noire von Augusta Holmès belegte 2024 den zweiten Platz in dieser Kategorie. Mit Mazeppa knüpft die Oper Dortmund an diese Erfolge an und rückte erneut eine Komponistin des 19. Jahrhunderts und ein weitgehend vergessenes Werk ins Zentrum des Spielplans. Mazeppa entstand, wie schon zuvor Frédégonde und La Montagne Noire in Kooperation mit dem französischen Forschungs- und Musikzentrum Palazzetto Bru Zane.
Opernintendant Heribert Germeshausen: „Die erneute Auszeichnung als ‚Wiederentdeckung des Jahres‘ freut mich ganz besonders. Sie ist eine großartige Anerkennung für die Arbeit unseres Ensembles und Teams und für unsere kontinuierliche Beschäftigung mit Werken, die zu Unrecht aus dem Repertoire verschwunden sind. Mit Mazeppa konnten wir gemeinsam mit Palazzetto Bru Zane eine außergewöhnliche Komponistin des 19. Jahrhunderts und ihr Werk wieder einem breiten Publikum zugänglich machen.“
Die Preisverleihung zur „Wiederentdeckung des Jahres“ findet im Rahmen der Premiere von Guercoer am 14. März 2027 im Opernhaus statt.