Philharmoniker

Vito Cristofaro ist neuer stellvertretender GMD

Vito Cristofaro ist neuer 1. Kapellmeister der Dortmunder Philharmoniker und stellvertretender Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund

Vito Cristofaro (c) Alexandra Stamopoulou

Zur Spielzeit 2026/27 übernimmt Vito Cristofaro die Position des 1. Kapellmeisters und stellvertretenden Generalmusikdirektors am Theater Dortmund. Der international erfahrene Opern- und Konzertdirigent war zuletzt kommissarischer Generalmusikdirektor am Oldenburgischen Staatstheater und bringt ein breites Repertoire sowie zahlreiche Gastspiele an europäischen Häusern mit nach Dortmund.

Vito Cristofaro wird mit Beginn der Spielzeit 2026/27 neuer 1. Kapellmeister der Dortmunder Philharmoniker und stellvertretender Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund. Der italienische Dirigent war zuletzt kommissarischer Generalmusikdirektor am Oldenburgischen Staatstheater und wird künftig eng mit Generalmusikdirektor Jordan de Souza, den Dortmunder Philharmonikern, der Oper Dortmund und dem Ballett Dortmund zusammenarbeiten. Cristofaro überzeugte bei seinem Vordirigat in Dortmund sowohl musikalisch als auch persönlich. Das Votum des Ensembles, des Chores und des Orchesters fiel eindeutig positiv aus. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Oper und Konzert verstärkt er das musikalische Leitungsteam des Theater Dortmund in einer Phase, in der die Dortmunder Philharmoniker ihr Profil als Orchester der Stadt weiterentwickeln.

„Bei Vito hatte ich sofort das Gefühl: Er passt prima zu uns. Er hört zu, gibt Menschen Raum und kann im nächsten Moment ein ganzes Orchester mitreißen. Vor allem hat er Lust darauf, Musik nicht nur im Opernhaus und im Konzertsaal zu denken, sondern als etwas, das in die Stadt gehört und Menschen zusammenbringt. Denn ein Orchester wird nicht allein durch seinen Klang Teil einer Stadt, sondern durch die Beziehungen, die es zu den Menschen aufbaut. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten“, sagt Generalmusikdirektor Jordan de Souza.

Mit internationaler Erfahrung und Neugier nach Dortmund
Vito Cristofaro begann seine musikalische Laufbahn als Pianist und Geiger und spielte mehrere Jahre in verschiedenen italienischen Orchestern. Später studierte er Dirigieren in Wien und vertiefte seine Ausbildung in verschiedenen Meisterkursen. Von 2010 bis 2014 war er als Korrepetitor und Kapellmeister am Tiroler Landestheater Innsbruck tätig, anschließend wechselte er nach Oldenburg. Dort arbeitete er zunächst als 1. Kapellmeister und übernahm später kommissarisch die Position des Generalmusikdirektors. Auch international ist Cristofaro als Opern- und Konzertdirigent gefragt. Er arbeitete unter anderem mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und dem Danish National Symphony Orchestra und gastierte am Wiener Musikverein, an der Komischen Oper Berlin sowie am Konzert Theater Bern. 2026 gab er mit Donizettis Don Pasquale sein Debüt am Königlichen Theater in Kopenhagen; in der Spielzeit 2026/27 kehrt er für Verdis Falstaff dorthin zurück.

„Ich freue mich sehr auf die Dortmunder Philharmoniker, auf die Sängerinnen und Sänger und auf die Zusammenarbeit mit Jordan de Souza“, sagt Vito Cristofaro. „Schon bei meinem ersten Besuch habe ich gespürt, dass hier mit großer Offenheit, Energie und Neugier gearbeitet wird. Dortmund wirkt auf mich wie eine Stadt, in der Kultur mitten im Leben stattfindet. Teil davon zu werden und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen etwas aufzubauen, auch darauf freue ich mich sehr.“

Mit dem Amtsantritt Cristofaros endet zugleich eine langjährige Zusammenarbeit am Theater Dortmund: Motonori Kobayashi war fast zwei Jahrzehnte als 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor Teil des musikalischen Leitungsteams. In dieser Zeit leitete er zahlreiche Opernproduktionen, Ballettabende und Konzerte und begleitete die künstlerische Arbeit der Dortmunder Philharmoniker und des Musiktheaters über viele Spielzeiten hinweg. Mit großer Verlässlichkeit, stilistischer Breite und enger Verbundenheit zum Haus wurde er für Ensemble, Orchester und Publikum zu einer festen Größe. Zum Ende der Spielzeit 2025/26 verabschiedet er sich aus seiner Funktion und widmet sich neuen Herausforderungen.