Mit mobilen Schulkonzerten setzen die Dortmunder Philharmoniker ihre Arbeit in der Dortmunder Nordstadt fort: Ein Bläserquintett des Orchesters und Musikvermittlerin Viola Michalski besuchten Grundschulen im Stadtteil und eröffneten Kindern einen unmittelbaren Zugang zu klassischer Musik. Im Mittelpunkt stand Maurice Ravels märchenhaftes Werk „Ma mère l’oye“. In drei Schulen nahmen insgesamt ca. 500 Kinder teil.
Die Dortmunder Philharmoniker bringen klassische Musik direkt dorthin, wo Kinder ihren Alltag verbringen: in die Schulen – aktuell in der Nordstadt. Am Freitag, 29. Mai und Montag, 1. Juni 2026 besuchten ein Bläserquintett des Orchesters und Musikvermittlerin Viola Michalski mehrere Grundschulen im Stadtteil und erreichten damit etwa 500 Kinder in ihrem unmittelbaren Schulalltag. Im Zentrum der mobilen Schulkonzerte stand Maurice Ravels Ma mère l’oye in einem Arrangement für Bläserquintett, bestehend aus Bettina Geiger (Solo-Flöte), Stefanie Dietz (Oboe), Monika Lorenzen (Solo-Horn), Jan Cedric Petersen (Solo-Kontrafagott), Martin Bewersdorff (Klarinette).
Diese Konzerte sind Teil der musikvermittelnden Arbeit der Dortmunder Philharmoniker und knüpfen an das Outreach-Projekt Tiny Music House an, das derzeit am Sozialen Zentrum Dortmund in der Nordstadt steht. Ziel dabei ist es, Begegnungen mit klassischer Musik niedrigschwellig zu ermöglichen: Nicht erst im Konzertsaal, sondern direkt im Quartier, in vertrauten Räumen und im persönlichen Austausch mit den Musikerinnen und Musikern.
Klassische Musik im Klassenzimmer
Für viele Kinder ist ein mobiles Schulkonzert die erste direkte Begegnung mit einem Orchesterensemble. Sie erleben die Instrumente aus nächster Nähe, können Fragen stellen und erfahren, wie aus einzelnen Klängen, Farben und Motiven eine musikalische Geschichte entsteht. Die vorbereitenden Materialien ermöglichen den Klassen, sich bereits im Vorfeld mit Ravels Musik und den zugrunde liegenden Märchen auseinanderzusetzen. Ma mère l’oye eignet sich dafür in besonderer Weise: Der märchenhafte Stoff ist für Kinder unmittelbar zugänglich, zugleich öffnet die Musik Räume für Fantasie, Zuhören und eigene Bilder. Bekannte Figuren wie Dornröschen begegnen weniger vertrauten Geschichten wie Der kleine Däumling. So verbindet das Programm musikalische Bildung mit erzählerischer Vorstellungskraft.
Jordan de Souza, Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund und Chefdirigent der Dortmunder Philharmoniker betont: „Die Dortmunder Philharmoniker und ich möchten mit genau solchen Formaten Kindern und ihrem Umfeld einen greifbaren Zugang zu klassischer Musik und Kultur bieten. Das ist nicht nur ein besonderer Auftrag in der Stadt, sondern auch eine unserer schönsten Aufgaben überhaupt: Nicht nur, um junge Menschen zu befähigen, sich kreativ mit Musik auseinanderzusetzen, sondern auch langfristig das großartige Repertoire, das wir auf die Bühne bringen dürfen, zu bewahren und in einen aktuellen Kontext zu setzen!“
Am 9. Juni 2026 können die beteiligten Schulklassen das Werk erneut erleben – dann in der großen Orchesterfassung bei der Generalprobe zum 8. Philharmonischen Konzert im Konzerthaus Dortmund unter der Leitung von Nodoka Okisawa. Aus der ersten Begegnung im Klassenzimmer wird damit ein weiterführender Weg ins Konzertleben der Stadt: Mit den mobilen Schulkonzerten und dem Tiny Music House stärken die Dortmunder Philharmoniker kulturelle Teilhabe im Stadtteil und bauen Brücken zwischen Schule, Quartier und Konzertsaal. Das Projekt zeigt, wie Musikvermittlung wirken kann: nah, unmittelbar und im direkten Kontakt mit jungen Menschen.