Zum 200. Todestag Beethovens
Ouvertüre zum Trauerspiel Coriolan c-Moll op. 62
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95
Orchesterfassung von Gustav Mahler
Ouvertüre Leonore III op. 72b
Radikal heißt bei Beethoven: nichts beruhigen. Seine Musik will etwas in Bewegung bringen. Sie kommt aus einer Zeit, in der Ordnungen kippen, Privilegien wackeln, Rufe nach Freiheit laut werden. Beethoven schiebt diese Unruhe in viele seiner Kompositionen. Er überzieht Formen, dehnt Zeit, lässt Dinge eskalieren – und zwingt uns, hinzuhören. Diese Radikalität fühlt sich heute vertraut an. In einer Gegenwart voller Reibung, Überforderung und Richtungsfragen klingt seine Musik nicht historisch, sondern notwendig. Das Leben als Wimpernschlag der Geschichte verliert sich nicht in fragiler Hoffnung. Flucht nach vorn! In einer Sackgasse nützt ein Rückspiegel schließlich herzlich wenig.
Entdecken Sie die Musik des radikalen Beethovens als zeitlosen Klang, der Veränderung sucht und mit ihren Folgen ringt.
Klavier
Aristo Sham
Dortmunder Philharmoniker
Leitung
Jordan de Souza