Queere Erfahrung als Form von Wissen steht im Zentrum dieser neuen Reihe mit dem Literaturhaus Dortmund
Queer Dream House versteht Literatur, Theorie und Performance als Orte, an denen Begehren, Körper und Beziehungen nicht nur erscheinen, sondern als Wissen sichtbar werden. Queere, Schwarze, trans und andere nicht-normative Perspektiven, nicht als Ausnahme, sondern als eigene Formen von Erfahrung und Erkenntnis. Immer wieder geht es um die Suche nach einer Sprache für das, was sich gängigen Kategorien entzieht. Für Leben, die nicht einfach in Begriffe wie Identität, Familie oder Liebe passen, sondern diese verschieben. Diese Reihe versammelt brillante queere Autor*innen, deren Texte uns neue Perspektiven auf Gegenwart, Begehren und Gesellschaft eröffnen.
Wie lässt sich lieben in einer Welt, die von Rassismus, Sexismus und Gewalt geprägt ist? Aus Romanen, Gedichten und Essays von James Baldwin und Audre Lorde entsteht ein vielstimmiger Abend über Sehnsucht, Freundschaft, Verlust und die Möglichkeit solidarischer Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Auszüge aus u.a. Ein anderes Land und Zami. Eine neue Schreibweise meines Namens. Gerahmt wird die Lesung von dem legendären Gespräch zwischen Baldwin und Lorde – einem ebenso leidenschaftlichen wie streitbaren Dialog über Liebe als politische Praxis.
aus: Audre Lorde, Zami. Eine neue Schreibweise meines Namens
Aus dem Englischen von Karen Nölle
© 2022 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München
Was passiert, wenn romantische Liebe nicht länger als höchste Form zwischenmenschlicher Beziehungen gilt? Welche Formen von Nähe, Fürsorge und Verbundenheit werden sichtbar, wenn Begehren anders erzählt wird? Loveless erzählt vom Prozess einer jungen Frau, die ihre aroace Identität entdeckt und dabei eine Sprache für Erfahrungen findet, die in einer allonormativen Gesellschaft oft unsichtbar bleiben. Die Anthologie Common Bonds entwirft spekulative Welten, in denen Freund*innenschaft, Wahlfamilien und queere Formen des Zusammenlebens selbstverständlich sind. So populär Alice Oseman als Autorin und Zeichnerin der ursprünglichen Heartstopper-Graphic Novels ist, so konsequent entwickelt Claudie Arseneault literarische Räume, in denen romantische Liebe nicht länger das Zentrum aller Beziehungen bildet.
The Price of Love James Baldwin und Audre Lorde | Collagierte Lesung
Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Aro Ace Anthology Alice Oseman und Claudie Arseneault | Collagierte Lesung