Schauspiel • Ab September 2026

Salome

von Einar Schleef nach Oscar Wilde • in einer Bearbeitung von Madita Scülfort

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(c) Sofia Brandes & Max Slobodda

Salome

  • In der Audioeinführung gibt Ihnen Dramaturg Jasco Viefhues einen kurzen Einblick in Salome. Eine Live-Einführung können Sie 30 Minuten vor ausgewählten Vorstellungsterminen im Institut (Schauspielfoyer) erleben.

SalomeJetzt reinhören!

Mit Salome eröffnet das Schauspiel Dortmund die neue Spielzeit. In ihrer ersten Inszenierung am Haus erzählt Madita Scülfort Oscar Wildes berühmten Stoff in der radikalen Bearbeitung von Einar Schleef neu – als Geschichte über Begehren, Macht und die Sehnsucht, gesehen zu werden.

Jerusalem, eine Nacht im Palast des Herodes Antipas. Während draußen der politische Druck wächst, feiert der Hof gegen den drohenden Zusammenbruch an. Im Mittelpunkt steht Salome. Alle richten ihre Blicke auf sie: Herodes begehrt sie, der gefangene Prophet Johannes weist sie zurück, ihre Mutter Herodias versucht, die Kontrolle zu behalten. Als Salome für Herodes tanzt, setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die in einer der berühmtesten Szenen der Theatergeschichte endet.

Doch diese Salome fragt nicht, warum Salome den Kopf des Johannes fordert. Sie fragt, warum niemand sie wirklich sieht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Erinnerung ihrer Mutter Herodias. Im verlassenen Palast geht sie die verhängnisvolle Nacht noch einmal durch. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, Rollen wechseln, Erinnerungen verschieben sich. Nach und nach wird unklar, wer erzählt und wessen Geschichte hier eigentlich erinnert wird.

Mit nur drei Spielenden entstehen die Figuren dieser brüchigen Welt immer wieder neu. Aus dem Mythos um die vermeintliche Verführerin wird eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Zuschreibungen, patriarchaler Gewalt und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. So erscheint Salome nicht als Femme fatale oder Heilige, sondern als junge Frau, die in einer Welt, in der alle über sie sprechen, um den einen Blick ringt, der sie als Menschen erkennt.

Termine

November 2026 28 Samstag Studio (Schauspielhaus) 19:30 Uhr – 21:00 Uhr (keine Pause)
Tagesaktuelle Besetzung am 28. November 2026
(Änderungen vorbehalten)

Dezember 2026 12 Samstag Studio (Schauspielhaus) 20:00 Uhr – 21:30 Uhr (keine Pause)
Tagesaktuelle Besetzung am 12. Dezember 2026
(Änderungen vorbehalten)

Weitere Termine folgen.

Besetzung

Herodias, Salome Sarah Quarshie
Person, Johannes, Salome Viet Anh Alexander Tran
Herodes, Narraboth Luis Quintana

Regie Madita Scülfort
Ausstattung Slynrya Kongyoo
Sounddesign Karl Neukauf
Choreografie Beatrice Masala
Dramaturgie Jasco Viefhues
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak
Sprechtraining Sybille Krobs-Rotter
Licht und Video Markus Fuchs
Ton Gürkan Erdugan, Robin Lockhart
Regieassistenz Samuel Abendroth
Support Ausstattung Constanze Kriester
Inspizienz Monika Gies-Hasmann
Soufflage Fiona Holl

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Gesellschaft Freunde der Künste

„Quarshie erinnert in ihrer Direktheit und Intensität an die junge Eva Mattes.“

„Die Inszenierung hat Tempo, Humor, Abgründigkeit und immer wieder diese angenehm irritierende Leichtigkeit.“

„Drei Schauspieler. Ein großer Stoff. Eine kluge Regie. Und ein Theaterabend, der funktioniert.“

24. September 2026
WAZ

„Lang anhaltender Beifall für ein gelungenes Regiedebüt.“

„Bewundernswert die Flexibilität und spielfreudige Energie.“

„Luis Quintana setzt als Herodes und als liebestoller Hauptmann Narraboth starke Akzente.“

22. September 2026