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Oper

Colin Self

Komponist (Her Noise)

Colin Self ist ein queerer Komponist, Sänger, Choreograf und Performer, der aktuell in New York und Berlin tätig ist. Von 2006-2008 studierte er Puppenspiel und Experimentelles Schreiben am Evergreen State College in Olympia (Washington) und wechselte dann an die Privatuniversität School of the Art Institute in Chicago (Illinois), wo er 2010 seinen Bachelor of Fine Arts erlangte. 2017 absolvierte er den Master in Musik und Sound am Bard College in Hudson (New York). In seinen Arbeiten setzt er sich insbesondere mit den Themen Gender auseinander, mit sozialen Beziehungen abseits biologischer Verwandtschaft sowie mit den Grenzen des Bewusstseins und den Möglichkeiten seiner Erweiterung, auch im Zusammenhang mit digitaler Technologie. Dies erforschte er u. a. in dem Avant-Drag-Kollektiv Chez Deep, mit dem er von 2012-2014 in New York, Miami und Glasgow auftrat. Er ist Initiator von CLUMP, einer Szene-Party, die als Plattform zur Unterstützung queerer Künstler_innen konzipiert ist. Seit 2015 arbeitet er mit den experimentellen Musiker_innen Mat Dryhurst und Holly Herndon zusammen, die 2016 die Rockband Radiohead auf ihrer Europa-Tour begleiteten sowie 2018 auf dem CTM Festival für zeitgenössische elektronische Musik in Berlin vertreten waren. Mit The Elation Series startete er 2011 eine als Serie angelegte trans-feministische Science-Fiction-Oper, deren finaler Teil Siblings 2017 auf dem österreichischen Donaufestival Premiere feierte und im Spiel zwischen Oper und Revue Themen wie Entfremdung und Empathie untersuchte.

Am Theater Dortmund ist er in der Spielzeit 2019/20 Teil der installativen Performance Her Noise der Company Christoph Winkler.