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Oper

Johannes Kalitzke

Gastdirigent

Johannes Kalitzke wurde 1959 in Köln geboren, studierte ebenda Kirchenmusik sowie Klavier bei Aloys Kontarsky, Dirigieren bei Wolfgang von der Nahmer und Komposition bei York Höller. Ein Stipendium führte ihn zudem nach Paris an das Institut IRCAM, wo er von Vinko Globokar unterrichtet wurde. Er gilt heute als einer der international führenden Dirigenten für zeitgenössische Musik und ist ein gefragter Komponist.

Johannes Kalitzke ist regelmäßig als Gastdirigent bei Ensembles (Klangforum Wien, Collegium Novum, Ensemble Modern) und zahlreichen Sinfonieorchestern, u. a. denen des NDR, der BBC, des SWR, des MDR, des HR, des BR, dem DSO Berlin sowie dem RSO Wien. Für die Musikalische Leitung zeichnete Johannes Kalitzke u. a. bei Opernproduktionen an der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart, dem Theater Basel, bei den Wiener Festwochen und bei den Salzburger Festspielen verantwortlich. Sein Erstengagement als Dirigent erhielt er 1984 am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, wo er von 1988–1990 als Chefdirigent tätig war. Ab 1991 übernahm er die Künstlerische Leitung der Musikfabrik des Landesensembles von Nordrhein-Westfalen.

Johannes Kalitzkes Opern entstanden als Auftragskompositionen u. a. für das Theater an der Wien (Die Besessenen), die Münchener Biennale (Bericht vom Tod des Musikers Jack Tiergarten), das Theater Bremen (Inferno) und das Theater Heidelberg (Pym). Kompositionsaufträge erhielt er ferner u. a. vom ORF Radiosinfonieorchester Wien, dem Carinthischen Sommer sowie von Neue Musikfestivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Ultraschall Berlin und verschiedenen Rundfunkorchestern.

Neben der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat hat Johannes Kalitzke seit 2015 eine Professur für Dirigieren an der Universität Mozarteum Salzburg inne. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München.

In der Spielzeit 2020/21 debütiert er an der Oper Dortmund mit der Deutschen Erstaufführung von György Kurtágs Fin de Partie.

Foto: (c) Astrid Ackermann