Mit der Auszeichnung „Tänzer*in des Jahres“ hat das Ballett Dortmund 2026 einen neuen Preis geschaffen. Jetzt erhält dieser auch ein eigenes künstlerisches Zeichen: Im Auftrag der Ballettfreunde Dortmund e. V. entwickelte der in Dortmund lebende Künstler Vasilije „Vasa“ Stojanović eine Skulptur exklusiv für den mit 5.000 Euro dotierten Preis und stiftete das Unikat. Enthüllt wurde das Werk bei der ersten Preisverleihung im Rahmen der 43. Internationalen Ballettgala.
Ein Preis, der jedes Jahr eine besondere künstlerische Persönlichkeit würdigt, sollte selbst unverwechselbar sein. Aus diesem Gedanken heraus entstand bei den Ballettfreunden Dortmund e. V. die Idee, „Tänzer*in des Jahres“ mit einem eigenen Kunstwerk zu verbinden. Für die Umsetzung gewannen sie Vasilije Stojanović, der die Skulptur eigens für die neue Dortmunder Auszeichnung entwickelte und das Werk anschließend für den Preis stiftete.
Opernhaus und Tanz in einer Skulptur
Ausgangspunkt für Stojanović (Vasa) waren das Dortmunder Opernhaus als künstlerischer Ort der Company und die Bewegung des Tanzes. Daraus entstand ein Unikat, das ausschließlich für „Tänzer*in des Jahres“ geschaffen wurde und künftig mit der Auszeichnung verbunden bleibt.
Der 1955 im serbischen Vršac geborene Künstler lebt seit vielen Jahren in Dortmund. Als Bildhauer und Maler arbeitet er mit unterschiedlichen Materialien und Techniken; seine Werke wurden international gezeigt. 2015 wurde Vasa beim Festival „Artistes du Monde“ in Cannes für sein bildhauerisches Gesamtwerk ausgezeichnet.
Ein Preis mit Blick auf die ganze Company
Große Entwicklungen im Tanz zeigen sich selten in einem einzigen Moment. Sie entstehen über Proben, Rollen, Partnerschaften und viele Abende auf der Bühne. „Tänzer*in des Jahres“ würdigt deshalb Persönlichkeiten aus dem Ballett Dortmund und dem NRW Juniorballett, deren künstlerischer Weg eine Spielzeit in besonderer Weise prägt.
Initiiert wurde der Preis 2026 von Ballettintendant Jaš Otrin; getragen wird er von den Ballettfreunden Dortmund e. V. Das Preisgeld von 5.000 Euro stiftet die Sparkasse Dortmund.
Erste Preisträgerin ist Sae Tamura, die seit 2012 zum Ensemble gehört und zu den prägenden Künstlerinnen der Company zählt.
„Ich finde es wunderbar, dass dieser Preis nun selbst durch ein Kunstwerk geprägt wird. Bildende Kunst und Tanz begegnen sich hier sehr unmittelbar und mit einem eigens geschaffenen Original erhält die Auszeichnung von Anfang an etwas sehr Besonderes, das nur zu ihr gehört. Für diese besondere Verbindung und das große Engagement dahinter bin ich Vasa und den Ballettfreunden sehr dankbar“, sagt Ballettintendant Jaš Otrin.