Philharmoniker

3. Kammerkonzert: Capriccio

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3. Kammerkonzert: Capriccio

Richard Strauss Streichsextett aus Capriccio op. 85

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Mit Capriccio, uraufgeführt in München am 28. Oktober 1942, schien Richard Strauss den Schrecken um ihn herum mit musikalischen Mitteln ausblenden zu wollen. Während draußen der Weltkrieg tobt, entführt seine Oper in die romantisierende Welt des 18. Jahrhunderts, in der eine Gräfin mit ihren Verehrern, einem Komponisten und einem Librettisten, eloquent über die Vorherrschaft von Wort oder Musik auf der Opernbühne debattiert.

Das Streichsextett in einem gediegenen Andante con moto leitet die erste Szene des Stückes ein und ist dabei nicht nur Ouvertüre, sondern zugleich Teil der Handlung, gemäß derer es von dem jungen Komponisten Flamand geschrieben wurde, um das Herz seiner Angebeteten zu erobern. Hierzu blickt der beinahe 80-jährige Strauss auch kompositorisch zurück in die Vergangenheit und verkomponiert Anklänge an Mozart und Brahms zu einer spätromantisch-schwelgerischen Preziose.