Gastspiel des Ballett Dortmund • Vertanzter Gottesdienst zu „Frida“
Im spirituellen Rahmen der Stadtkirche St. Reinoldi begegnen eindrucksvolle Tanzszenen biblischen Stimmen. Den thematischen Rahmen gibt bei dieser, einer weiteren Veranstaltung im Rahmen dieser Kooperationsreihe, die Auseinandersetzung mit Themen aus dem Ballett Frida in der Choreografie von Annabelle Lopez Ochoa.
Rebellisch, widerständig, unbeugsam, kompromisslos, beharrlich, provokant. Die mexikanische Malerin Frida Kahlo lässt sich in keine Schublade stecken. Überhaupt: „Es ist langweilig, so zu sein wie andere“, sagt sie. Und lebt so aufrecht und kraftvoll ihr Leben, das sie von Kindheit an vor Krankheit, Unglück, Schmerzen und Leid nicht verschont. Bei einem Verkehrsunfall wird ihr mit 18 das Rückgrat durchbohrt. Zeitlebens wird sie sich davon nicht erholen. Ihre große Liebe bricht ihr nicht nur einmal das Herz. Sie wird Kinder verlieren. „Ecce homo“, heißt es über Jesus. Auf Gemälden sehen wir ihn mit Dornen gekrönt, blutüberströmt. „Siehe, der Mensch.“ Ecce femina - könnte unter einigen von Frida Kahlos Selbstportraits stehen, mit denen sie ihre Schicksalsschläge, ihr Fühlen, Ringen und Kämpfen und ihre Lust am Leben zum Ausdruck bringt. Was für eine Frau.
Choreografin Annabelle Lopez Ochoa, seit dieser Spielzeit Artist in Residence beim Ballett Dortmund, bringt mit einer eindrucksvollen Hommage aus Farben, Klängen und Tanz die künstlerische Reise und prägende Momente des Lebens dieser vitalen und so zerbrechlichen Malerin auf die Bühne des Opernhauses und am 22. März mit einigen Szenen in den Chorraum von St. Reinoldi. Passion und Passionen: Schafft Leiden Leidenschaft? Oder folgt leidenschaftlichem Leben Leid? Was stärkt? Macht „resilient“? Hilft weiter und auf? Der Gottesdienst geht dabei mit dem getanzten Schmerz, der betanzten Leidenschaft und unbändigen Kreativität ins Gespräch.
„Habe den Mut zu leben, sterben kann jeder.“ (Frida Kahlo)
Frida
Sae Tamura
Diego
Filip Kvačák
Ballett Dortmund & NRW Juniorballett
Júlia Baró Claveria,
Paulina Bidzińska,
Anatole Coste,
Kaining Dong,
António Ferreira,
Damian Huiduc Manolescu,
Keigo Muto,
Francesco Nigro,
Luke Ruben Talirz,
Matheus Vaz
Kanzelrede
Tobias Ehinger
Liturgie Susanne Karmeier (Pfarrerin an St. Reinoldi)
Orgel Christian Drengk (Kantor an St. Reinoldi)