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Oper

Marie Karall

Gast Oper

Die französische Mezzosopranistin absolvierte zunächst ein Studium der Rechts- und Geisteswissenschaften, dem sich eine Gesangsausbildung an den Konservatorien in Straßburg und Paris anschloss sowie im Opernstudio Santa Cecilia in Rom. Bei Gesangswettbewerben gewann sie kontinuierlich mehrere Auszeichnungen und 1. Preise, u. a. beim XX Concours de Clermont-Ferrand (unter dem Vorsitz von Teresa Berganza), Concours du CFPL Centre Français de Promotion Lyrique, XV. Concours de Picardie (unter dem Vorsitz von Viorica Cortez) sowie den New York International Opera Auditions.

2012–2013 war Marie Karall Mitglied der Companie l’envol an der Schweizer Oper Lausanne. Ihre Karriere führte sie bisher v. a. auf die großen französischen Bühnen in Lyon, Bordeaux, Toulouse, Lille, Avignon, Rouen und Paris (Théâtre des Champs-Elysées), aber auch nach Portugal, Teneriffa, Hong Kong, Riga, Bukarest, Lausanne, Avenches, Stuttgart (in die Liederhalle, wo sie in zwei konzertanten Aufführungen von Maurice Ravels L’Enfant et les sortilèges Die Mutter, Die chinesische Tasse und Die Libelle sang) sowie auf die internationalen Festivals Georges Enescu, Chorégies dʼOrange und Aspendos in der Türkei.

Ihr Repertoire umfasst Partien wie Carmen in Georges Bizets gleichnamiger Oper, Dalila in Samson et Dalila, La Périchole in Offenbachs gleichnamiger Operette, Charlotte in Werther, Paulina in Pique Dame, Brangäne in Tristan und Isolde, Maddalena in Rigoletto und Federica in Luisa Miller. Im Konzertbereich trat sie gemeinsam mit dem Ensemble Matheus unter der Mitwirkung von Jean-Christophe Spinosi auf und im Duett mit José Cura am Aspendos Old Theater. Sie nimmt ebenfalls an zahlreichen Sendungen im Radio und Fernsehen teil, in letztgenanntem zumeist in Live-Übertragungen.

In der Spielzeit 2020/21 gibt Marie Karall ihr Debüt auf einer deutschen Bühne: An der Oper Dortmund singt sie die Titelpartie in Frédégonde. Darüber hinaus fügt sie demnächst Suzuki aus Madama Butterfly, die sie an der Opéra national du Rhin in Strasbourg interpretieren wird, ihrem Repertoire hinzu.

Foto: (c) Leslie Launay Menetrier