(c) Marco Borggreve
Philharmoniker

Simon Höfele

Trompeter (Gast)

Der 26-jährige Simon Höfele ist aktueller Preisträger des wichtigsten deutschen Klassikpreises OPUS KLASSIK 2020 und hat sich in kurzer Zeit international als einer der erfolgreichsten Trompeter der jungen Generation etabliert. Als Solist spielte er bereits mit zahlreichen herausragenden Orchestern wie unter anderem dem Royal Concertgebouw Orchestra, der BBC Philharmonic, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie oder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Dabei war er in renommierten Häusern wie der Wigmore Hall London, der Tonhalle Zürich, der Elbphilharmonie oder dem Prinzregententheater zu Gast. Auch auf Festivals tritt der Musiker immer wieder auf. Höfele arbeitete bereits mit vielen hochkarätigen Dirigenten zusammen.

In der Saison 2020/21 ist er Artist in Residence der Duisburger Philharmoniker und dort mit vielfältigen Orchester- und Kammermusikprogrammen zu erleben. Solorezitale und Orchesterkonzerte führen ihn u.a. in die Wigmore Hall London, die Philharmonie de Paris, das Konzerthaus Dortmund sowie zu den Grazer Pilharmonikern, der Deutschen Radio Philharmonie, der der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Badischen Staatskapelle, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Kammerorchester, dem Bayerischen Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur. Außerdem wird er mit der Amsterdam Sinfonietta und Fazil Say auf Tournee durch die Niederlande gehen.

Neben dem bekannten Trompetenrepertoire von Telemann über Tartini, Haydn, Hummel, Mozart bis zu Jolivet, Arutjunjan und Zimmermann widmet sich Simon Höfele mit großer Begeisterung der zeitgenössischen Musik und spielte die Uraufführungen der für ihn geschriebenen Werke “Milky Way” von Miroslav Srnka (UA 09/2019, Concertgebouw), “Three pieces for trumpet” von Mark Simpson (UA 04/2019, Saffron Hall) und “Fantasy for Trumpet” von Kaan Bulak (UA 04/2019, London). Zudem spielt er regelmäßig Werke von Toshio Hosokawa, Christian Jost und Matthias Pintscher, dessen Doppelkonzert für zwei Trompeten er 2012 zusammen mit Reinhold Friedrich und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester uraufführte.

Mit ebenso großer Begeisterung spielt Simon Höfele Kammermusik in verschiedensten Besetzungen. Zu seinen Partnern zählen unter anderem die Pianisten Frank Dupree, Elisabeth Brauß, Magdalena Müllerperth und Eriko Takezawa sowie der Percussionist Simone Rubino.

Simon Höfele erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Trompetenunterricht in seiner Heimat Darmstadt, fünf Jahre später wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, der ihn als 14-Jährigen in seine Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe aufnahm. Anschließend wurde er für die besten europäischen Förderprogramme, u. a. als BBC Radio 3 New Generation Artist, Rising Star der ECHO (European Concert Hall Organisation) nominiert von der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Dortmund und der Elbphilharmonie Hamburg sowie Künstler in der Reihe „Junge Wilde“ des Konzerthaus Dortmund, ausgewählt. Mittlwerweile unterrichtet er auch selbst, als „Visiting artist“ des Royal Birmingham Conservatoire sowie bei verschiedenen Meisterkursen.

Seine Aufnahme „Mysteries“ (Genuin) wurde vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik mit dem Vierteljahrespreis 2/2018 ausgezeichnet. Sein Anfang 2020 als Exklusivkünstler bei Berlin Classics erschienenes Album „Standards“ mit den Trompetenkonzerten von Haydn, Hummel, Arutjunjan und Copland, eingespielt mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem BBC National Orchestra of Wales unter Leitung von Duncan Ward, wurde von der Presse hochgelobt und mit dem OPUS KLASSIK 2020 als „Konzerteinspielung des Jahres“ geehrt.

Simon Höfele engagiert sich neben seinen musikalischen Projekten auch kulturpolitisch und gründete den Verein „Kunstverlust“, für den er als Fotograf Menschen porträtiert, die sich aktiv für dier Erhaltung von Kunst und Kultur einsetzen.