Schauspiel • Ab Mai 2026

Nachrichten an meinen Sohn

Eine zärtliche Chronik des Vaterseins nach dem Roman von Alejandro Zambra, aus dem Spanischen übersetzt von Susanne Lange

(c) Sofia Brandes & Max Slobodda

Nachrichten an meinen Sohn

In Briefen, Fragmenten und Momentaufnahmen kartografiert Zambra das unerwartete Terrain der Vaterschaft – die leisen Wunder, die absurden Routinen, die Müdigkeit und die wachsende Zärtlichkeit. Vom ersten Blick in die Augen des Neugeborenen über das wiederholte Vorlesen zahlreicher Kinderbücher bis zu den unbeholfenen gemeinsamen Versuchen zu krabbeln: Jede Szene wird zum Teil einer Chronik, die Alltag, Erinnerung und Sprache füreinander öffnet.

In seiner Erzählung wechselt Zambra zwischen autobiografischen Momenten seines Vaterseins und eigenen Erwachsenwerdens, er bringt seine Leidenschaft für Fußball und die Angst vor dem Versagen und der Entfremdung zur Sprache. Eine vielschichtige Chronik des kleinen und großen Werdens.

Termine

Juli 2026 12 Sonntag Studio (Schauspielhaus) 18:00 Uhr – 19:20 Uhr (keine Pause)
Tagesaktuelle Besetzung am 12. Juli 2026
(Änderungen vorbehalten)

Weitere Termine folgen.

Besetzung

Regie Leonard Dick
Musik Andrej Agranovski
Dramaturgie Sabrina Toyen
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak
Regieassistenz Bayram Umur Yildirim
Inspizienz Bayram Umur Yildirim, Christoph Öhl
Ausstattungsassistenz Constanze Kriester
Soufflage Fiona Holl

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Westfälischer Anzeiger

„Vater werden ist eine existenzielle Erfahrung, es verändert das Leben. Diese überwältigende Gefühlsmischung fasst Freye in wunderbar abgestufte Tonfälle, mal berauscht er sich an seiner Liebe zum kleinen Silvestre, mal platzt er beinahe vor Stolz, dann ergreift ihn eine Angst, irgendetwas falsch zu machen.“

„(…) schon in den ersten Minuten im Studio des Schauspiels Dortmund hat der Darsteller die ganze Aufmerksamkeit.“

„Freye darf hier endlich einmal sein ganzes Können zeigen. Er ist urkomisch, wenn er seinem Sohn das Kinderbuch vorliest vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, und der Sohn zum Kritiker wird, mehr Wut fordert, was Freye liefert, mit mehr Drama in der Stimme, mit einem donnernden Beethoven-Dam-tatataaa auf dem Klavier. (…) Und man fühlt mit ihm, dass nichts mehr beglückt, als sich für sein Kind zum Affen zu machen.“

„Und wie er den Rausch durch Psychopilze auslebt, indem er Bücher als Treppenstufen nimmt, über die er wagemutig balanciert, das muss man gesehen haben.“

„80 heitere, sehr unterhaltsame Minuten darüber, wie ein Vater es bei seinem Sohn vielleicht besser machen kann, als er es in seiner Kindheit erlebt hat. Über Versöhnung und Nachsicht. Und darüber, wie aus dem Leben Literatur wird, und umgekehrt. Wenn man dabei Ekkehard Freye zusehen darf, ist das Glück groß.“

16. Mai 2026
Ruhr Nachrichten

„Schauspieler Ekkehard Freye begeistert mit Monolog über Vaterschaft.“

„Dramaturgisch dicht inszeniert und auch ausgestattet hat Leonard Dick diesen 80-minütigen Monolog über das Vatersein. Und Schauspieler Ekkehard Freye versteht es, das Publikum zu fesseln, die Pointen dieses oft witzig-humorvollen Textes auszuspielen.“

„Freye spielt all diese Erinnerungen, Episoden aus dem Leben seiner Figur engagiert mit gekonnt eingesetztem Stimmspiel und ausdrucksstarker Mimik. Und dafür erntete der Schauspieler Ovationen im Stehen vom Premierenpublikum.“

16. Mai 2026