Vivien Birkner, geboren 1997 in Menden und aufgewachsen in Sundern (Sauerland), studierte Lehramt für sonderpädagogische Förderung an der TU Dortmund. Sie spezialisierte sich auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Lernbehinderungen sowie visuellen Wahrnehmungsstörungen und Blindheit. 2022 arbeitete sie als Lernbegleiterin an einer Förderschule in Dortmund, wo sie Kinder und Jugendliche mit emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen sowie anderen Behinderungen betreute. In dieser Rolle wurde sie mit der sozialen Ausgrenzung bildungsferner Familien und Familien mit behinderten Kindern von kulturellen Angeboten konfrontiert, was ihr Engagement für Inklusion und Chancengleichheit weiter verstärkte. Während ihres Studiums engagierte sich Vivien ehrenamtlich auf hochschulpolitischer Ebene für ein chancengleiches und inklusives Hochschulleben. Als wissenschaftliche Hilfskraft und Tutorin setzte sie sich intensiv mit der gleichberechtigten Teilhabe an Bildungsangeboten auseinander und vertiefte ihr Wissen im Bereich Barrierefreiheit und inklusive Infrastruktur. Seit Geburt gesetzlich blind, nutzt sie ihre Erfahrungen als Expertin in eigener Sache und leitete bereits Sensibilisierungsworkshops zum Thema Sehbehinderung und Blindheit. Inklusion ist ihr ein Herzensanliegen, weshalb sie seit 2024 im Inklusionsmanagement des Kinder- und Jugendtheaters tätig ist. Dort setzt sie sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen an kulturellen Angeboten ein. Da sie selbst die Herausforderungen, denen insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen im Theaterleben begegnen, aus erster Hand kennt, arbeitet sie verstärkt daran, das Theatererlebnis für alle zugänglich zu machen.
Die 1989 in Visp am Fuß des Matterhorns im Schweizer Kanton Wallis geborene Sängerin Stefanie Heinzmann wurde einem großen Publikum im Jahr 2008 auf einen Schlag bekannt, als sie in einer Talentwettbewerbs-Show des TV-Entertainers Stefan Raab auftrat und prompt gewann. Seither entwickelte sie sich von einer impulsiven Soulsängerin zu einer modernen Popkünstlerin, die durch künstlerische Vielseitigkeit glänzt und mit ihrer Bühnenpräsenz beeindruckt. Über 500 Konzerte, die Stefanie Heinzmann bis nach New York geführt haben, belegen eine eindrucksvolle internationale Karriere. Seit 2008 hat Stefanie Heinzmann sechs Studioalben veröffentlicht – zuletzt 2021 Labyrinth –, die zahlreiche Auszeichnungen erhalten haben. In den letzten Jahren tritt sie nicht nur mit ihrer Band auf, sondern hat auch die Klangwelt akustischer Instrumente für sich entdeckt. So gibt sie gerne Konzerte mit Orchestern und hat ihren erfolgreichen Song All we need is love in einer neuen Version mit Streichquartett eingespielt. Regelmäßig ist die Künstlerin in verschiedenen TV-Formaten präsent und nutzt ihre Popularität für ein vielfältiges gesellschaftliches Engagement.
Der deutsch-indonesische Dirigent Adrian Prabava studierte Violine in Detmold und anschließend Dirigieren bei Eiji Oue in Hannover. Zudem besuchte er Meisterklassen bei Jorma Panula, der neben Kurt Masur und Bernard Haitink, bei denen Prabava mehrfach assistierte, ein wichtiger Mentor wurde. Nach einem Erfolg beim Dirigierwettbewerb in Besançon wurde Prabava zum 1. Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor beim Theater Altenburg Gera berufen, wo er sich ein breites Opern-, Operetten- und Ballettrepertoire aneignete und eine Vielzahl symphonischer Programme dirigierte. Seither gastierte er im Opernbereich unter anderem an der Komischen Oper Berlin, am Theater Bonn, am Theater Magdeburg, am Konzert Theater Bern und am Slowakischen Nationaltheater Bratislava. Besondere Würdigung der Fachpresse fand die Produktion von Richard Wagners Die Walküre , die er an der Opéra de Marseille im Februar 2022 leitete. Im sinfonischen Bereich stand Prabava vor großen Orchestern in ganz Europa vom Iceland Symphony Orchestra bis zum L'Orchestre Philharmonique de Marseille und vom Staatsorchester Athen bis zur Stavanger Symphony. Eine besondere Reputation hat sich Prabava für die Dirigate von Stummfilmkonzerten erworben, bei denen der Dirigent nicht nur die Partitur, sondern auch den Film genauestens im Kopf haben muss, um eine exakte Koordination gewährleisten zu können. Mit dieser speziellen Fähigkeit hat Prabava das Dortmunder Publikum in den letzten Jahren schon mehrfach begeistert.
Dass ein Musiker als „Paganini“ oder „Hexenmeister“ seines Instruments bezeichnet wird, um das Außerordentliche des Spiels zu benennen, ist an sich nichts Ungewöhnliches – wohl aber, wenn dieses Instrument wie im Falle Maurice Stegers die Blockflöte ist. Der 1971 im schweizerischen Winterthur geborene Steger hat tatsächlich auf seinem Instrument ein neues Niveau von Virtuosität und Expressivität erreicht. Als international nachgefragter Solist ist es ihm gelungen, weite Publikumskreise für die Blockflöte zu begeistern. Regelmäßig kann man Steger als Solisten, Dirigenten oder auch in Doppelfunktion mit tonangebenden Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem La Cetra Barockorchester Basel und dem Venice Baroque Orchestra erleben wie mit modernen Orchestern, etwa dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur. In seiner Tätigkeit als Dirigent führten Steger Einladungen mit barockem, klassischem, frühromantischem und gelegentlich modernem Repertoire durch Europa und nach Übersee. Wiederholt dirigierte er moderne Kammer- und Sinfonieorchester wie die NDR Radiophilharmonie, das Taipei Symphony Orchestra, das hr-Sinfonieorchester und die kanadischen Les Violons du Roy, zudem viele Alte-Musik-Ensembles. Sein dirigentisches Handwerkszeug erwarb er sich vor allem bei Marcus Creed, hinzu kamen wichtige Impulse von Reinhard Goebel. Als Künstler von internationalem Format hat Maurice Steger zahlreiche originell konzipierte, sorgfältig zusammengestellte CD-Produktionen vorgelegt, die vielfach Aufsehen erregt haben und mit den wichtigsten internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Von besonderer Bedeutung ist auch sein nachhaltiges musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedenen Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des Tino Flautino , um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen.
Mit Nicolas Altstaedt begrüßen die Dortmunder Philharmoniker einen der bekanntesten Cellisten unserer Zeit. Der Sohn deutsch-französischer Eltern wurde 1982 in Heidelberg geboren. Auch sein Bruder Christoph Altstaedt schlug eine professionelle Musikerkarriere ein und ist dem Dortmunder Publikum als Dirigent des Philharmonischen Konzerts im November 2023 in bester Erinnerung. Nicolas Altstaedt war einer der letzten Berliner Studenten des in Cellokreisen legendären Boris Pergamenschikow. Altstaedts Karriere nahm 2009/10 durch mehrere Wettbewerbserfolge Fahrt auf, in deren Gefolge er 2010 sein Debüt beim Lucerne Festival in einem Konzert mit den Wiener Philharmonikern gab. Seitdem hat er mit den international renommierten Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet. In jüngerer Zeit waren das etwa Residenzen und Konzerte mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer, dem SWR Sinfonieorchester und Teodor Currentzis, dem Helsinki Festival und Esa-Pekka Salonen und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra mit Lahav Shani, um nur einige zu nennen. Im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis konzertiert er regelmäßig mit Ensembles wie Il Giardino Armonico und Academy of Ancient Music und mit führenden Dirigenten von René Jacobs bis zu Andrea Marcon und Jonathan Cohen. Altstaedt spielt ein Violoncello von Giulio Cesare Gigli aus Rom (ca. 1760). Als Dirigent profitiert Altstaedt von seinen Erfahrungen als Solist. Er unterhält enge Beziehungen mit dem Scottish Chamber Orchestra und dem Münchener Kammerorchester und dirigierte in jüngerer Zeit Klangkörper wie das Budapest Festival Orchestra, das SWR Sinfonieorchester, Kyoto Symphony und die Warschauer Philharmoniker. Für sein aktives Engagement im Bereich der zeitgenössischen Musik seien beispielhaft die Uraufführungen der ihm gewidmeten Cellokonzerte von Liza Lim und Marton Illés im Jahr 2024 erwähnt. Auf seinem eng getakteten Konzertplan stehen in der Saison 2024/25 Auftritte etwa mit dem Pianisten Fazil Say, dem Konzerthausorchester Berlin unter Joanna Mallwitz und dem Concertgebouworkest Amsterdam.
Noch als Student von Vitaly Margulis in Freiburg wurde der 1962 geborene Pianist Bernd Glemser 1989 von der Musikhochschule Saarbrücken zum damals jüngsten Professor Deutschlands berufen. Glemser war da bereits Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, unter anderem des ARD-Wettbewerbs. Mit einer außergewöhnlichen Repertoire-Bandbreite vom Barock bis zur Moderne und einer Vielzahl herausragender CD-Einspielungen zählt der ebenso seriöse wie eminent virtuose Musiker seither zur internationalen Pianistenelite. Bernd Glemser hat mit vielen bekannten Orchestern konzertiert, u. a. mit dem Gewandhausorchester, dem London Philharmonic Orchestra und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Andrés Orozco-Estrada oder Franz Welser-Möst. Er spielte in der Berliner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, der Royal Festival Hall in London und dem Musikverein Wien. Eine besonders schöne und weit zurückgehende Arbeitsbeziehung verbindet Glemser mit Gabriel Feltz, mit dem er sich künstlerisch gleichsam blind versteht. Seine über dreißig CD-Aufnahmen spiegeln sowohl Glemsers weiten künstlerischen Horizont wider wie seinen Repertoire-Schwerpunkt auf der virtuosen Literatur von Franz Liszt, Alexander Scriabin, Sergej Rachmaninow und Sergej Prokofjew. Seit 1996 bekleidet er eine Klavierprofessur an der Musikhochschule in Würzburg. Daneben gibt er sein Wissen und Können auf Meisterkursen an die jüngere Generation weiter.
Olga Scheps, geboren 1986 in Moskau, stammt aus einer jüdischen Pianistenfamilie mit Wurzeln in der Ukraine. Sie wuchs so in aller Selbstverständlichkeit mit dem Klavier auf. 1992 zog die Familie Scheps nach Deutschland, wo Olga nun ernsthaft das Klavierspiel begann. Bereist als Teenagerin war sie in Pianistenkreisen als großes Talent bekannt und wurde etwa von Alfred Brendel nachhaltig gefördert. Ihre umsichtig entwickelte Konzertkarriere verlief parallel zu ihren Studien unter anderem bei Vasili Lobanov, Pavel Gililov und Arie Vardi, sodass sie eine schon mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete, feste Größe im Konzertleben war, als sie 2014 ihr Konzertexamen ablegte. Olga Scheps hat in ihrer Karriere mit zahlreichen international renommierten Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet, mit hochkarätigen Partnern Kammermusikrecitals gestaltet und ist in den großen Sälen der Musikwelt ebenso zuhause wie bei den bekannten Festivals. Seit 2009 ist sie als Exklusivkünstlerin bei Sony Classical unter Vertrag. Einen Schwerpunkt ihrer bisher elf CD-Veröffentlichungen für das Label bildet die Musik Fréderic Chopins. Daneben hat Olga Scheps unter anderem zusammen mit dem Kuss Quartett das Klavierquartett von Mieczysław Weinberg eingespielt, eine erfolgreiche Produktion mit Werken Erik Saties zum 150. Geburtstag des Komponisten vorgelegt und sich mit dem Album „100 % Scooter – Piano Only“, auf dem sie Arrangements der bekanntesten Scooter-Hits spielt, auch außerhalb des Bereichs der klassischen Musikwelt bewegt.
Die Schweizer Pianistin und Komponistin Beatrice Berrut, geboren 1985 in Genf im Kanton Wallis, kam im Alter von acht Jahren zum Klavier. Sie studierte an den Musikhochschulen in Lausanne, Berlin und Dublin und steht in den pädagogischen Traditionslinien der von Heinrich Neuhaus geprägten russischen Klavierschule sowie derjenigen Wilhelm Kempffs. Im Alter von sechzehn Jahren war Beatrice Berrut bereits Schweizer Finalistin des Eurovision Contest, vier Jahre später wurde sie von Gidon Kremer zu einem Festival in Basel eingeladen. Seither gab die Künstlerin Solo-Recitals in großen Sälen wie der Tonhalle Zürich, der Berliner Philharmonie und dem Wiener Musikerverein und konzertierte mit bekannten Orchestern. Zuletzt war sie Associate Artist 2023 des renommierten "Festivals de Wallonie". Mit Gabriel Feltz, der sie für sein letztes Konzert als Generalmusikdirektor der Dortmunder Philharmoniker auswählte, verbindet sie eine langjährige künstlerische Partnerschaft. Fixpunkte im Repertoire von Beatrice Berrut bilden die Werke von Franz Liszt und Robert Schumann. Die Schweizerin ist aber weit mehr als „bloß“ Pianistin. So hat sie zahlreiche Werke für Klavier transkribiert, etwa Sinfoniesätze Mahlers und Schönbergs Streichsextett „Verklärte Nacht“, aber auch Songs von MUSE und Walt Disney Classics. Weiter komponiert sie Filmmusiken und hat in der Schweiz ein eigenes Festival "Les Ondes" ins Leben gerufen, bei dem traditionelle klassische Musikkonzerte auf Klezmer, Jazz oder Flamenco treffen. Verschiedene, teils preisgekrönte CD-Einspielungen dokumentieren das breite Wirken der Musikerin.
Der kanadische Dirigent Charles Olivieri-Munroe ist weltweit auf den Konzertpodien präsent und hat zahlreiche bekannte Orchester geleitet. Dabei hat er sich international besonders als berufener Interpret tschechischer Musik künstlerisch profiliert. Olivieri-Munroe wurde 1969 auf Malta geboren und wuchs in Kanada in der Nähe von Toronto auf. Er studierte in seiner Heimatstadt zunächst Klavier, wandte sich nach seinem Abschluss aber dem Dirigieren zu. Mehrere Stipendien ermöglichten ihm ein Studium in Brno bei Otakar Trhlik sowie bei Jirí Belohlávek. Ein entscheidender Schritt seiner Karriere war 2000 der Gewinn des Dirigierwettbewerbs des Festivals Prager Frühling. Kurz darauf erhielt er seine erste Chefposition als Musikdirektor der Nordböhmischen Philharmonie, die er für sechzehn Jahre ausfüllte. Anschließend wurde er zum Ehrendirigenten des Orchesters ernannt. 2015 wurde Olivieri-Munroe künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Krakauer Philharmonie. Derzeit ist er auch Erster Gastdirigent der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und Resident Conductor des Texas Round Top Festival Institute, dem am längsten ununterbrochen laufenden Musikfestival seiner Art in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatte der Dirigent verschiedene, teils langjährige Leitungspositionen unter anderem bei der Philharmonie Südwestfalen, dem Slowakischen Radio Sinfonieorchester sowie in Brno und Karlsbad inne. Als Gastdirigent hat Olivieri-Munroe international bekannte Orchester wie das Israel Philharmonic Orchestra, das Russian National Orchestra, das Deutsche Symphonieorchester Berlin, die Tschechische Philharmonie und die Symphonieorchester von Montreal und Toronto geleitet. Hinzu kommen zahlreiche Klangkörper in Japan, Korea, China, Vietnam und Thailand. Dabei arbeitet er mit Solisten wie Angela Gheorghiu, Krystian Zimerman, Josef Suk, Maxim Vengerov, Joshua Bell, Mischa Maisky, Shlomo Mintz und Sol Gabetta zusammen. Die umfangeiche Diskografie Olivieri-Munroes belegen sein weites Repertoire ebenso wie seinen Schwerpunkt auf der Musik tschechischer Komponisten.
Die Mexikanerin Alondra de la Parra gehört zu den weltweit gefragten Persönlichkeiten am Dirigierpult. Sie wurde 1980 in New York geboren und wuchs in Mexiko-Stadt auf, wohin die Eltern zogen, als sie zwei Jahre alt war. Zur Fortsetzung ihrer in Mexiko-Stadt begonnenen Studien zog es de la Parra wieder zurück nach New York an die Manhattan School of Music. Dort gründete sie noch als Studentin das Philharmonic Orchestra of the Americas (POA), mit dem ihr besonderer Einsatz für lateinamerikanische Musiker*innen und Komponist*innen begann. Eine erstes gemeinsames CD-Projekt aus Anlass des 200. Gründungsjahres Mexikos im Jahr 2010 machte internationale Furore. Als Gastdirigentin stand de la Parra vor zahlreichen großen Klangkörpern, etwa dem Orchestre de Paris, dem London Philharmonic Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Ihre erste Position als Chefdirigentin bekleidete de la Parra von 2017 bis 2019 beim Orchester im australischen Queensland. Im April 2022 wurde sie zur Ersten Gastdirigentin beim Orchestra Sinfonica di Milano berufen. Zur Saison 2024/25 übernimmt de la Parra die Künstlerische Leitung des ORCAM Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid. Zu ihrer künstlerischen Physiognomie gehören die Verbundenheit mit ihrer mexikanischen Heimat und ihr Engagement für das mexikanische Musikleben. Unter anderem rief sie das Festival PAAX GNP in der mexikanischen Karibik ins Leben, bei dem neben verschiedenen Konzerten auch das mit hochrangigen Solisten besetzten „Impossible Orchestra“ für gemeinnützige Zwecke auftritt. Bekannt für innovative Programmideen, mit denen sie auch junge und dem klassischen Musikleben fremde Publikumsschichten erreicht, setzte die Dirigentin Konzertprojekte wie „The Silence of Sound“ um, eine multidisziplinäre Performance, bei der ein philharmonisches Orchester im Zusammenwirken mit einer Clownsdarstellerin und einer aufwändigen Videoinstallation zu erleben sind. Seit 2019 lebt Alondra de la Parra in Berlin.