Stephan Rumphorst, 1972 im Sauerland geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der American Academy of Dramatic Arts in Los Angeles. Dort war er auch Mitglied des International Classical Acting Projects und erhielt eine Filmschauspielausbildung am THE STUDIO. 1999 begründete er das Kindertheater Zapperment! Berlin mit; zahlreiche Festivalbesuche und Auftritte führten ihn in Kooperation mit dem theater der jugend Paderborn in bisher neun europäische Länder und die USA. Er inszenierte und initiierte bisher rund 90 Projekte in der freien und professionellen Szene. Noah und der große Regen für die Studio-Bühne Essen wurde 2012 beim Liverpool International Theatre Festival in Kanada vierfach nominiert und bekam den Preis für „Outstanding Actress“ verliehen. Beim AACT-Theater Festival in Venice (Florida) gewann die Produktion 2014 ebenfalls den Preis für „Outstanding Actress“ sowie als „Outstanding Production“. Von 2012 bis 2014 war Stephan Rumphorst am Landestheater Eisenach als Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge engagiert, 2017–2018 leitete er dort zudem die Sparte Junges Schauspiel. In den letzten Jahren inszenierte er außerdem für das Theater in Naumburg, das Staatstheater Meiningen, das Junge Staatstheater Wiesbaden, das Landestheater Memmingen, an den Städtischen Bühnen Lahnstein, der Deutschen Bühne Ungarn und dem Deutschen Club in Guatemala. Eine enge Zusammenarbeit besteht seit vielen Jahren mit dem theater jutta seifert und dem theater36 in Dortmund sowie der Studio-Bühne Essen. Mit der Jugendoper Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute in der Spielzeit 2025/26 gibt er sein Debüt an der Jungen Oper Dortmund. (Stand: 04/2025)
Magdalena Schnitzler ist Regisseurin für Oper, Schauspiel und Performance. Mit ihrem Kollektiv „Chapeau Club“ entwickelt sie musiktheatrale Arbeiten, die an ungewöhnlichen Orten wie Clubs und im öffentlichen Raum gezeigt werden. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen das Kindermusiktheater Frederick (Regie und Text) am Landestheater Detmold sowie die Uraufführung Pandoras Podcast für die Neuköllner Oper, ein Musiktheater zur Klimakatastrophe. 2024 entwickelte sie Toxic Love Songs: Judith und Blaubart an der Neuköllner Oper und eine halbszenische Aufführung von Purcells The Fairy Queen mit den Flying Steps für die AUDI-Sommerkonzerte, ebenso eine Neufassung von Walter Braunfels’ Der Gläserne Berg (2023) mit den Duisburger Philharmonikern. Weitere Inszenierungen umfassen die Kinderoper Schaf (2023) am Staatstheater Darmstadt, die immersive Produktion von Menschen im Hotel (2022) in Essen und das Stationentheater Das Goldene Vlies (2021/2022). Sie arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Claus Peymann, Barrie Kosky und Dietrich Hilsdorf und war an führenden Häusern wie dem Staatstheater am Gärtnerplatz und den Bayreuther Festspielen engagiert. 2022 erhielt sie ein Stipendium des Fonds Darstellende Künste für ihre Forschung zu Opern weiblicher Komponistinnen. Sie war dramaturgisch für das inklusive Tanzensemble Kompanie tanzfähig tätig und ist Teil des Kollektivs 1000 Gestalten, das 2017 beim G20-Gipfel für Aufmerksamkeit sorgte. Zudem moderiert sie den Theaterpodcast Ein letztes Mal und dann nie wieder . Mit der mobilen Kinderoper Klangstreich inszeniert Magdalena Schnitzler in der Spielzeit 2025|26 erstmals an der Jungen Oper Dortmund. (Stand: 04/2025)
Edzard Locher stammt aus Tettnang am Bodensee. Er studierte in Zürich klassisches Schlagzeug, Komposition und Gesang und erhielt seine weitere Ausbildung bei den Stuttgarter Philharmonikern und im Bayerischen Rundfunk. Als Schlagzeuger und Komponist gewann er bei Wettbewerben mehrere 1. Preise, darunter beim Concorso Luigi Nono in Turin und der Competition Petrichor Records in New York. Sein Marimbaquartett The Wooden Anvil steht mit Orchestern und bei Festivals deutschlandweit auf der Bühne. Er ist erster Schlagzeuger des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und ist dort zudem als Hochschuldozent tätig. Seinen Kompositionsstil prägen der souveräne Umgang mit dem Erbe der westlichen Kunstmusik, ein Sendungsbewusstsein als Schlagzeuger im Aufbruch in die Moderne und die fortwährende, naive Suche nach Schönheit im Auge des Betrachters. Seine Werke sind verlegt bei Edition Svitzer in Kopenhagen und beim Drei Masken Verlag in München. In der Spielzeit 2025/26 zeichnet Edzard Locher an der Jungen Oper Dortmund als Komponist der Jugendoper Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute verantwortlich. (Stand: 04/2025)
Der Countertenor Maayan Licht schloss sein Gesangsstudium der Alten Musik am Konservatorium von Amsterdam bei Xenia Meijer ab und erhielt 2021 sein Diplom mit Auszeichnung. Mit seiner Spezialisierung auf virtuose Opernrollen und Barockrepertoire verleiht Licht seinen Auftritten eine einzigartige Ausdruckstiefe. Er wurde von seiner israelischen Lehrerin Vita Gurevich entdeckt und hat seither zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Grand Prize beim Internationalen Musikwettbewerb Wien (2023), den Jury- und den Publikumspreis beim Grachtenfestival-Wettbewerb (2020) mit seinem „Duo Zeffiretti“, das Stipendium der Dino Arici Foundation für die Saison 2019/20, das AICF-Stipendium (2014-2020) und den Publikumspreis beim Aviv-Wettbewerb (2015). Bei den Oper! Awards 2025 erhielt er den Preis als bester Nachwuchskünstler (Best Newcomer). Zu seinem Konzertrepertoire gehören Sopransoli in Händels Messias , Bachs h-Moll-Messe, der Johannes- und Matthäus-Passion sowie die Rolle des Didymus in Händels Theodora . Er ist mit angesehenen Gruppen wie der Bach Society und Opera2Day aufgetreten. Licht war Finalist beim Cesti-Wettbewerb, Teilnehmer am Operalia-Wettbewerb und debütierte an renommierten Häusern wie dem Concertgebouw und dem Theater an der Wien. Zu seinen Opernrollen gehören Serse in Händels Xerxes (Landestheater Detmold, 2023), Amore in Lʼarbore di Diana von Martin y Soler (Wiener Kammeroper, 2022), Alessandro in Vincis Alessandro nellʼIndie (Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth Baroque Opera Festival, 2022), die Titelrolle in Giacomellis Scipione in Cartagine nuova (Teatro Farnese, Parma, 2023), Iris (Cover) in Händels Semele (Glyndebourne, 2023) und Orlando in der Uraufführung von Ľubica Čekovská's Here I Am, Orlando (Janáček Theatre, Brno, 2024). Außerdem sang er Erodiade La Figlia in Stradellas San Giovanni Battista (Bayreuth Baroque Opera Festival, 2022), die Titelrolle (Cover) in Rossinis Sigismondo , Libanio in Porporas Siface (Teatr Słowackiego in Krakau, 2020 und 2022), Amore in Glucks Orfeo (Haarlem, 2019), Danceny in Dangerous Liaisons von Vivaldi und Moretto (Niederlande und TBOS Schweiz). Außerdem hat er eine Gruppe namens „Technopera“, die Techno und Opernmusik auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet. Sie traten bereits an so bedeutenden Orten wie dem Concertgebouw in Amsterdam und dem renommierten Musikfestival „Down the Rabbit Hole“ in den Niederlanden auf. Zu den nächsten Höhepunkten gehört die Hauptrolle des Achille in Porporas Ifigenia in Aulide beim Bayreuth Baroque Opera Festival (Markgräfliches Opernhaus) unter der Leitung von Christophe Rousset und der Regie von Max Emanuel Cenčić, Laertes in Gasparinis Ambleto (Theater an der Wien, 2025), Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro (Janáček Theater, Brno, 2025), Aquilio in Grauns Adriano in Siria (Philharmonie Essen) sowie die Titelrolle in Händels Xerxes am Oldenburgischen Staatstheater. In Dortmund wird er in der Saison 2025/26 die Partie des Cherubino in der Neuproduktion von Die Hochzeit des Figaro ( Le nozze di Figaro ) interpretieren. (Stand: 04/2025)
Seit ihrem Gewinn des Internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ der Bertelsmann Stiftung im Oktober 2019 hat die russisch-libanesische Sopranistin Anna El-Khashem die Gesangswelt im Sturm erobert. Vorangegangen waren weitere Wettbewerbserfolge und 2018 die Auszeichnung als „Nachwuchssängerin des Jahres“ in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt. Anna El-Khashem wurde 1996 in St. Petersburg geboren und studierte am berühmten Konservatorium ihrer Heimatstadt. Bereits während ihres Studiums wurde sie vom Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München aufgenommen. Von der Saison 2019/20 bis zur Saison 2021/22 war sie als Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert. Von 2022 an eroberte sie sich dann die großen internationalen Podien. So war sie in Paris in tragenden Mozartpartien wie der Susanna in Le nozze di Figaro an beiden Häusern der Opéra de Paris zu sehen. Im selben Jahr folgte das Debüt beim Festival in Vervier. Seither gastierte Anna El-Khashem unter anderem an den Opernhäusern in Zürich, Monte Carlo, Amsterdam und Dresden, war bei den Salzburger Festspielen und beim Glyndebourne Festival zu Gast und trat als Konzertsängerin in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie de Paris und beim Festival de Pâques d‘Aix-en-Provence auf. Am Dirigierpult standen dabei Größen wie Kirill Petrenko, Gustavo Dudamel, Ivor Bolton, Bertrand de Billy, Simone Young, Philippe Jordan, Riccardo Minasi und Teodor Currentzis. In der Saison 2025/26 bildet die Musik von Johann Sebastian Bach einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Neben der Dortmunder Johannes-Passion sind unter anderem Aufführungen der Matthäus-Passion unter der Leitung von Kent Nagano und des Osteroratoriums mit Christophe Rousset angesetzt.
Maximilian Hornung hat sich in den letzten Jahren als einer der führenden Cellisten unserer Zeit etabliert. Hornung wurde 1986 in Augsburg geboren, erhielt mit acht Jahren seinen ersten Cello-Unterricht und studierte dann bei Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. Bereits früh konnte er glänzende Wettbewerbserfolge vorweisen, so 2005 als Sieger des Deutschen Musikwettbewerbs und 2007 den Gewinn des Ersten Preises beim ARD-Musikwettbewerb als Cellist des Tecchler Trios, dem er bis zu seiner Auflösung im Jahr 2011 angehörte. 2009 wurde Hornung erster Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks – im Alter von nur 23 Jahren. Diese Position gab Hornung 2013 auf, um sich ganz auf seine Solokarriere konzentrieren zu können. Besondere Unterstützung erhielt Maximilian Hornung von seiner Mentorin Anne-Sophie Mutter. Als ein Musiker mit charismatischem Auftreten, einem selbstverständlich und natürlich wirkenden Spiel und einem kräftigen, wandlungsfähigen Ton hat er mit zahlreichen Spitzenorchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France und der Tschechischen Philharmonie Prag konzertiert. Die Liste der Dirigenten, mit denen er dabei zusammengearbeitet hat, ist ebenso illuster wie die seiner Kammermusikpartnerinnen. Hierzu gehören etwa Daniel Harding, Yannick Nézét-Séguin und Esa-Pekka Salonen auf der einen und Vilde Frang, Hélène Grimaud und Daniil Trifonov auf der anderen Seite. Neben dem viel gespielten Kernrepertoire widmet sich Hornung regelmäßig mit großer Neugier auch den weniger bekannten Meisterwerken der Solo- und Kammermusikliteratur für Violoncello. Seine Diskografie ist bemerkenswert vielseitig und enthält preisgekrönte Einspielungen. Seit dem Frühjahr 2022 hat Hornung die künstlerische Leitung der Traunsteiner Sommerkonzerte, weiter ist er in dieser Saison Artist in Residence der Münchner Symphoniker.
Der Bariton Michael Nagy gehört zu den international führenden Vertretern seines Fachs. Der 1976 in Stuttgart geborene Sänger mit ungarischen Wurzeln begann seine musikalische Laufbahn bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und studierte Gesang, Liedgestaltung und Dirigieren an den Hochschulen in Mannheim und Saarbrücken. Seine künstlerische Vielfalt und Wandlungsfähigkeit ist beeindruckend. So war er im Wagnerfach als Wolfram ( Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen), Amfortas ( Parsifal an der Bayerischen Staatsoper München unter Kirill Petrenko), Alberich ( Der Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper unter Franz Welser-Möst) und Kurwenal ( Tristan und Isolde in Baden-Baden und Berlin mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle) zu erleben. Er übernahm anspruchsvolle zeitgenössische Rollen in Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten, Luigi Dallapiccolas Il Prigioniero und György Ligetis Le Grand Macabre und brillierte ebenso in Mozarts Opern als Figaro oder als Don Alfonso in Così fan tutte . Auch im Konzert- und Oratorienfach ist Michael Nagy weltweit gefragt. Engagements führten ihn zu internationalen Spitzenorchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris und dem Gewandhausorchester Leipzig sowie zu bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen und dem Tanglewood Festival des Boston Symphony Orchestras. In der Konzertsaison 2024/25 sang Michael Nagy unter anderem in Aufführungen anlässlich des 150. Geburtstags von Arnold Schönberg ( Gurre-Lieder unter Alan Gilbert sowie Jakobsleiter unter Ingo Metzmacher in der Elbphilharmonie) und gestaltete Gesangspartien in Joseph Haydns Schöpfung mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter Thomas Hengelbrock, im Deutschen Requiem von Johannes Brahms in Utrecht und Amsterdam unter Karina Canellakis und in der 8. Symphonie von Gustav Mahler mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons und dem Concertgebouworkest Amsterdam unter Klaus Mäkelä.
Der junge britisch-deutsche Tenor Kieran Carrel verfolgt eine vielseitige Karriere und ist in den Bereichen Oper, Konzert und Lied gleichermaßen erfolgreich. Carrel wurde 1996 in Gütersloh geboren und absolvierte sein Gesangsstudium bei Christoph Prégardien in Köln sowie in London bei Neil Mackie. 2019 wurde er direkt nach Studienabschluss an das Theater Bonn engagiert, wo er in Werken von Leoncavallo, Beethoven, Britten und Mauricio Kagel auftrat. Seit 2022 ist Carrel Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Hier war er bisher unter anderem in den Rollen des Evangelisten in einer szenischen Fassung von Bachs Matthäus-Passion, als Walther von der Vogelweide in Wagners Tannhäuser und als Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni zu erleben. In der Saison 2024/25 standen etwa auch Opern von Richard Strauss ( Salome ) und Gioacchino Rossini ( Barbier von Sevilla ) auf der Agenda. Als Konzertsänger trat Carrel in jüngster Zeit in Bachs Weihnachtsoratorium mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Simon Halsey und in Berlin mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung von Vladimir Jurowski auf, war als Evangelist in beiden Passionen Bachs in Amsterdam zu hören und beim Glyndebourne Festival im Oratorium A Child of our Time von Michael Tippet. Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen Konzerte mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Joanna Mallwitz (Haydns Schöpfung ) und mit dem Gewandhausorchester Leipzig (Weihnachtsoratorium). Kieran Carrel widmet sich intensiv dem Liedrepertoire und gestaltete Liederabende bei der Schubertiade Schwarzenburg, beim Heidelberger Frühling, im Berliner Pierre Boulez Saal und in der Wigmore Hall in London. Sein Partner am Klavier waren Pianisten wie Kristian Bezuidenhout, Julius Drake und Sir András Schiff. Auf Tonträgern ist Carrel unter anderem durch seine Teilnahme an mehreren Folgen einer Gesamtaufnahme der Lieder von Johannes Brahms vertreten und in Geistlichen Werken von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.
Anna Lucia Richter, geboren 1990 in Köln, hat sich als eine vielseitig wandelbare und ebenso klug wie ergreifend gestaltende Mezzosopranistin in den Bereichen Lied, Oper und Konzert international etabliert. Sie begann ihre Laufbahn als Sopranistin und wechselte 2020 ins Mezzosopran-Fach. Mit einer Stimme, die zu barocker Leichtigkeit genauso fähig ist wie zu romantischer Dramatik, hat sich Anna Lucia Richter ein breit gefächertes Repertoire erschlossen, das von Bachs Oratorien und Berlioz’ Orchesterwerken über die Lieder von Schubert, Wolf und Brahms bis hin zu den wichtigen Rollen ihres Stimmfachs in den Opern Monteverdis, Mozarts, Bizets und Strauss’ reicht und mit Selbstverständlichkeit auch zeitgenössische Musik etwa von Aribert Reimann und Wolfgang Rihm umfasst. Die Sängerin erhält regelmäßig Einladungen von großen Opernhäusern von Amsterdam und Wien bis zu Berlin und Lille und konzertiert mit herausragenden Klangkörpern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, Il Giardino Armonico, MusicAeterna und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Dirigenten wie Teodor Currentzis, Paavo Järvi, Klaus Mäkelä, Franz Welser-Möst und Herbert Blomstedt. Als passionierte Liedgestalterin ist sie regelmäßig in großen Sälen und renommierten Festivals zu Gast. Anna Lucia Richters künstlerische Arbeit ist auf zahlreichen Alben dokumentiert. 2023 erschien mit „Licht“ eine musikalische Reise durch den deutschen Liedgesang. Zuvor veröffentlichte die Sängerin unter anderem Brahms- und Schubert-Lieder, Werke von Monteverdi, Arien von Bach, Mahlers 4. Sinfonie mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša sowie Lieder von Schumann und Reimann mit dem Schumann Quartett. Ihre CDs wurden mit den höchsten Auszeichnungen wie dem „Diapason d’Or“, dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ und dem „Opus Klassik“ bedacht.