Dany Handschuh studierte zunächst Buchwissenschaft und Germanistik in Erlangen sowie Theater- und Kulturwissenschaft in München. Nach ihrem Abschluss kam sie 2014 an das Theater Bremen, an dem sie sich ausgehend von einer Hospitanz zur Schauspieldramaturgin entwickelt hat. Als solche widmete sie sich neben Hausproduktionen wie Väter und Söhne und Tom Sawyer in der Regie von Klaus Schumacher speziell den Projekten, in deren Zentrum der interdisziplinäre, interaktive sowie der interkulturelle Austausch stand und professionelle Künstler*innen mit Amateur*innen zusammenarbeiteten. So beispielsweise in Kooperationen mit dem Übersee-Museum Bremen, der bremisch-türkischen und der bremisch-japanischen Community sowie in der Gedenkoper Drei Tage im März , einem dokumentarischen Musiktheaterstück über die Deportation von etwa 300 Sinti*zze und Rom*nja vom Bremer Schlachthof im März 1943. Darüber hinaus betreut sie seit sieben Jahren die Theaterprojekte der Quartier gGmbH, allesamt Stückentwicklungen mit jungen Akteur*innen unter professioneller künstlerischer Leitung. 2019 war sie neben ihrer Tätigkeit in der freien Bremer Szene für ein Jahr als Musiktheaterdramaturgin am Theater Bremen anstellig, wo sie u. a. mit Michael Talke an Händels Barock-Oper Alcina arbeitete. Direkt im Anschluss wechselte sie Anfang 2020 in die Dramaturgie-Abteilung der Oper Dortmund. Seit dem Frühjahr 2021 hat sie ebenda die Position der Agentin für Interkulturelle Öffnung inne.
Der französische Pianist David Fray (*1981) studierte am Pariser Conservatoire bei Jacques Rouvier. Nachdem er verschiedene Auszeichnungen und Preise erhalten hatte, bekam seine Karriere einen entscheidenden Schub, als er 2006 für Hélène Grimaud, ebenfalls eine Rouvier-Schülerin, bei Konzerten in Paris und Brüssel einsprang. Es folgte eine CD-Einspielung mit Werken von Johann Sebastian Bach und Pierre Boulez, die wegen ihrer musikalischen Qualität und ihres originellen Programms international für Aufsehen sorgte. Seither hat sich Fray im Konzertleben fest etabliert. Er konzertiert mit großen Orchestern in aller Welt, tritt mit führenden Dirigenten auf und gibt Solorecitals in den großen Sälen. Im Frühjahr der Saison 2025/26 stehen so Auftritte und Solokonzerte beim großen Klavierfestival in Aix-en-Provence, in Riga, Taipeh, Rotterdam, Den Haag, den Salzburger Festspielen und in Paris in der Philharmonie und im Théâtre des Champs-Élysées auf dem Programm. Als Interpret zeichnet sich Fray durch große Sensibilität, Intelligenz und künstlerische Neugier aus. Einen Fixpunkt seines Repertoires bildet die Musik von Johann Sebastian Bach, was sich auch in seiner Diskografie niederschlägt, die unter anderem Aufnahmen von Klavierkonzerten, der Goldbergvariationen und, zusammen mit dem Geiger Renaud Capucon, der Violinsonaten Bachs enthält. Stilistisch vertritt Fray in ihnen einen heute rar gewordenen romantischen Ansatz. Zu Frays Affinität zur Musik der Romantik passt, dass er mit Wilhelm Kempff einen großen Interpreten der Musik dieser Zeit und Meister eines singenden Klaviertons als sein pianistisches Vorbild bezeichnet.
Arabella Steinbacher ist für ihr außerordentlich vielfältiges Repertoire bekannt und gehört seit langem zur internationalen Geigerelite. Sie wurde 1981 in München geboren und erhielt ihre geigerische Ausbildung von ihrem achten Lebensjahr an bei Ana Chumachenco an der Hochschule für Musik und Theater in München. Eine wichtige Inspirationsquelle war daneben der israelische Geiger Ivry Gitlis. Die Geigerin erhielt Einladungen als Solistin von einer Vielzahl führender Orchester aus aller Welt von New York und Boston über Paris. London und Berlin bis nach Seoul und Tokio und arbeitete mit prominenten Dirigrent*innen wie Marin Alsop, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin und Kirill Petrenko zusammen. Ihre künstlerische Aufgeschlossenheit und Neugier zeigt sich in ihrem Einsatz für ein Stück wie das ihr gewidmete Violinkonzert …to beam in distant heavens… von Georges Lentz, das sie im April 2023 in Sydney zur Uraufführung brachte, seither mehrfach aufgeführt und auch zusammen mit dem Beethoven-Violinkonzert auf beeindruckende Weise auf Tonträger eingespielt hat. Im Juni 2025 folgt die Erstaufführung dieses Werks in ihrer zweiten Heimat Japan mit dem Kyoto Symphony Orchestra unter dessen Chefdirigentin Nodoka Okisawa. Arabella Steinbachers umfangreiche Diskografie umfasst alle großen Standardkonzerte von Bach bis Brahms ebenso wie die wenig gespielten Konzerte von Richard Strauss und Darius Milhaud sowie Duosonaten und Konzertstücke. Sie spielt zwei Meistergeigen: die Stradivari Violine Cremona 1718, bekannt als „ex Benno Walter”, und die Guarneri del Gesu „Sainton”, Cremona 1744. Beide Instrumente werden ihr mit großzügiger Unterstützung einer privaten Schweizer Stiftung zur Verfügung gestellt.
Fünf Drag Queens haben sich zum House of Blænk für farbenfrohes Entertainment zusammengeschlossen. Einen Namen für ein House zu finden, in dem fünf ganz unterschiedliche Queens sich vereinen wollen, war nicht leicht. Schließlich stecken hinter dem Full Cover Make-up verschiedene Personas, verschiedene Ästhetiken und verschiedene Geschichten. Was diese fünf Queens verbindet, sind nicht etwa Einheits-Looks oder dass sie immer der gleichen Meinung wären. Vielmehr geht es darum, einen Ort zu schaffen, an dem Werte zählen, die anderswo oft fehlen. Im House of Blænk ‚is room for everybody‘ – egal wo man herkommt, wohin man will oder wen man liebt. Das House of Blænk macht diesen zentralen Gedanken sichtbar: auf queeren Partys, dem Christopher Street Day, in den sozialen Medien oder auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In der Spielzeit 2025|26 spielen die Mitglieder des House of Blænk in der Deutschen Erstaufführung des Musical-Hits Alle reden nur noch von Jamie (Everybody’s Talking About Jamie) mit und sorgen für den besonderen Glitzerfaktor. (Stand: 04/2025)