Gaj Žmavc ist ein slowenischer Tänzer, Choreograf und Komponist. Im Anschluss an seine klassische Tanzausbildung wurde er an das Slowenische Nationaltheater in Maribor engagiert. Insbesondere im zeitgenössischen Repertoire tat er sich hervor und tourte weltweit durch einige der prestigereichsten Veranstaltungshallen und Theater. In dieser Zeit arbeitete er intensiv mit dem Choreografen Edward Clug zusammen, sowohl als Tänzer, wie auch in späteren Jahren als sein Choreografischer Assistent und Probenleiter. Gaj Žmavc entdeckte seine Leidenschaft für die Choreografie bereits früh und entwickelte bald seine eigene choreografische Handschrift - eine ansprechende Mischung zwischen zeitgenössischer Kraft und klassischer Ästhetik, begleitet von einer intensiven visuellen Bildsprache. Žmavc arbeitet zudem als Komponist und kreiert die Musik zu seinen Choreografien größtenteils selbst. Derzeit arbeitet er international als freischaffender Choreograf und hat dabei unter anderem neue Tanzproduktionen für das Maribor Ballet, das Youth Slovenian Ballet, das Klaipeda Ballet und das Ballett Magdeburg geschaffen. 2023 wurde Gaj Žmavc zum Ballet Artistic Director des Klaipedos Valstybinis Muzikinis Teatras in Litauen ernannt.
Die französische Sopranistin mit armenischen Wurzeln begeistert mit einem breiten klassischen und zeitgenössischen Repertoire. Bereits in ihrer Kindheit erhielt sie eine umfassende musikalische Ausbildung, die sie zu einem Klavier- und Gesangsstudium führte. Ihr Masterstudium am Conservatoire National Supérieur Musique et Danse in Lyon schloss sie mit Auszeichnung ab und setzte ihre Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. Seit ihrem erfolgreichen Operndebüt 2009 am Grand Théâtre de Bordeaux, wo sie in der Rolle der Carmen (Peter Eötvösʼ Le Balcon ) die Zuschauenden begeisterte, gastierte sie u. a. an der Bayerischen Staatsoper München, der Opéra de Paris, der Opera Comique in Paris, der Oper in Lausanne oder der Oper von Versailles. Sie ist als Sängerin auf internationalen Konzertbühnen wie der Pariser Philharmonie, des Konzerthauses Berlin, der Tonhalle Zürich, der Tonhalle Düsseldorf, der Kölner Philharmonie oder der Alten Oper Frankfurt gefragt und trat bei zahlreichen Festivals wie dem März Festival in Berlin, dem Festival Musica in Strasbourg, dem Alte-Oper Musikfest in Frankfurt, Royamount in Paris, dem Archipel Festival und dem Acht Brücken Festival in Köln und Düsseldorf auf. In den Spielzeiten von 2017 bis 2019 war sie als Solistin im Ensemble des Grand Théâtre in Genf fest engagiert. Sie sang dort u. a. Partien der Opernliteratur des 19. Jahrhunderts wie Lola ( Cavalleria rusticana ), Frasquita ( Carmen ), Arsena ( Der Zigeunerbaron ), La princesse Elsbeth (Offenbachs Fantasio ), Xenia ( Boris Godounov ) und Luigia (Donizettis Le convenienze e inconvenienze teatrali ). Zu den weiteren Höhepunkten ihres Repertoires zählen u. a. Violetta Valéry ( La traviata ), Oscar ( Un ballo in maschera ), Gilda ( Rigoletto ), Susanna ( Le nozze di Figaro ), Konstanze ( Die Entführung auf dem Serail ), Pamina ( Die Zauberflöte ) und Sophie ( Der Rosenkavalier ) sowie die Titelpartien in Lucia di Lammermoor, Rusalka und Lulu . Ihre Beschäftigung mit zeitgenössischem Repertoire führte sie darüber hinaus zu Engagements mit renommierten Kollektiven wie Ensemble intercontemporain, Contrechamps, Ensemble Modern, L’Instant Donné oder dem Klangforum Wien. In der Spielzeit 2021/22 gibt sie in der Rolle der Amazily ( Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko ) an der Oper Dortmund ihr Debüt.
Seit Jahrzehnten prägt Götz Alsmann die Unterhaltungskunst im deutschsprachigen Raum. Der 1957 in Münster geborene Multiinstrumentalist, Sänger, Rundfunk- und Fernsehmoderator, Autor, Bühnendarsteller, Hörbuchsprecher, promovierte Musikwissenschaftler und Honorarprofessor an der Musikhochschule der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster veröffentlichte seine erste Schallplatte 1974, trat 1977 zum ersten Mal im Fernsehen auf und moderierte seine erste Rundfunksendung 1985. Im selben Jahr wurde die internationale Musikwelt durch seine swingende Version der Depeche-Mode-Nummer People Are People auf ihn aufmerksam. Seit 1997 fusioniert Götz Alsmann mit seiner Band Jazz und Schlager zum „Jazz-Schlager“ und hat damit erfolgreich ein Genre neu belebt, das jahrzehntelang aus dem Blickfeld von Fachwelt und Publikum geraten war. Seine zahlreichen Alben (seit 2007 bei Blue Note Records), speziell die Trilogie mit Aufnahmen aus Paris, New York und Rom sowie sein aktuelles Album Bei Nacht... haben ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht, so z. B. etliche German Jazz Awards in Gold und Platin, die Goldene Stimmgabel sowie zwei Echos. Mit seinen Musikern befindet sich Alsmann seither „auf der Tournee, die niemals endet“. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Big Bands des SWR und des WDR ist ebenfalls auf erfolgreichen Alben dokumentiert. Seine jahrzehntelange Tätigkeit als TV-Moderator fand ihre Höhepunkte bei Alsmanns Nachmusik (ZDF) und Zimmer frei! (WDR), das er ab 1996 zwanzig Jahre und 700 Folgen lang zusammen mit Christine Westermann moderierte und das mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet wurde. Im WDR gestaltet Götz Alsmann regelmäßig gleich drei Sendungen mit historischen Trouvaillen aus seiner umfangreichen Schallplattensammlung: Go, Götz, Go! , WDR 3 persönlich und Der geheime Garten des Jazz . Im April 2024 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. (Stand: 04/2025)
Heribert Germeshausen stellte seine Intendanz an der Oper Dortmund (seit 2018/19) unter den Arbeitstitel „Ruhr-Oper 21“: die Weiterentwicklung der Institution Oper für die diverse Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts. So gründete er mit We DO Opera! Deutschlands erste Bürger*innenOper mit einem eigenen Composer in Residence. Seit 2019/20 verfügt die Oper Dortmund als erstes Opernhaus in NRW und derzeit einziges in Deutschland über ein eigenes, spezifisches Ensemble für die Junge Oper mit eigenem Composer in Residence. Über biennale Outreach-Festivals werden die Aktivitäten der Jungen Oper und der Bürger*innenOper durch weitere partizipative Formate ergänzt. Eine weitere konzeptionelle Säule seiner Dortmunder Intendanz ist der seit 2020 jeweils in Wagners Geburtsmonat Mai geplante Wagner-Kosmos , in der Richard Wagners Oeuvre systematisch in Bezug zu Werken seiner Vorläufer, Zeitgenossen und Antipoden gesetzt wird. Dieses Konzept sichert der Oper Dortmund kontinuierlich sowohl große Publikumserfolge als auch international große mediale Resonanz: Im ersten Quartal der Spielzeit 2024/25 erzielte die Oper Dortmund das beste wirtschaftliche Ergebnis (Einnahmen, Anzahl der verkauften Karten) der letzten 20 Jahre, nachdem bereits die Spielzeit 2018/19 Höchstwerte des letzten Jahrzehntes erzielt hatte. Am 5. Januar 2023 gab das Fachmagazin „OPER!“ bekannt, dass die Oper Dortmund mit dem OPER! AWARD 2023 als „bestes Opernhaus“ im europaweiten Vergleich ausgezeichnet wird. Bewertungszeitraum war das Kalenderjahr 2022. Aus der Begründung der Jury: „Die Oper Dortmund ist unter ihrem Intendanten Heribert Germeshausen in vorbildlicher Weise mit innovativen Formaten wie We DO Opera! auf die Stadtgesellschaft zugegangen und hat sich zugleich zum Thema und Ziel von nationalen wie internationalen Fachleuten und Opernfreunden gemacht. Ein kluger Spielplan aus Raritäten und Bekanntem, das Engagement von herausragenden Sängerinnen und Sängern sowie das in seiner Form einmalige Symposium Wagner-Kosmos zum Komponisten Richard Wagner haben die Oper Dortmund 2022 zur Pflichtadresse für jeden Operninteressierten gemacht.“ 2024 wurde die von Ingo Kerkhof inszenierte Szenische Deutsche Erstaufführung von György Kurtágs Fin de Partie mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST für die „beste Musiktheaterregie des Jahres“ ausgezeichnet und die Deutsche Erstaufführung von Augusta Holmès La Montagne Noire bei den International Opera Awards als „beste Wiederentdeckung des Jahres“ nominiert. 2022 erzielte die Oper Dortmund bereites in der Jahresumfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“ für die Spielzeit 2021/22 die zweitmeisten Stimmen in der Kategorie „Opernhaus des Jahres“ und einen ersten Platz in der Kategorie „Wiederentdeckung des Jahres“ für die Deutsche Erstaufführung von Frédégonde (Camille Saint-Saëns und Ernest Guiraud). Frédégonde war 2022 auch bei den International Opera Awards in als „beste Wiederentdeckung“ nominiert. Die Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr (Kooperation der Oper Dortmund, der Deutschen Oper am Rhein und Theater Bonn) wurde 2020 von der Fachzeitschrift „Oper!“ als „bestes Education Programm 2020“ ausgezeichnet. Bereits für seine Tätigkeit als Operndirektor am Theater Heidelberg und Künstlerischer Leiter des Barockfestivals WINTER IN SCHWETZINGEN (2011/12–2017/18) sowie als Operndirektor am Anhaltischen Theater Dessau (2009/10–2010/11) erhielt Heribert Germeshausen bereits große überregionale Anerkennung: 2014 wurde die Opernsparte des Heidelberger Theaters mit dem Preis der Deutschen Theater- und Medienverlage für den „innovativsten und spannendsten Spielplan der Saison 2014/15“ ausgezeichnet. Viermal wurden Sänger*innen und Produktionen der von ihm geleiteten Opernsparten für den renommierten Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert: 2018, 2016, 2013 und 2010. Zweimal führten die Nennungen der von ihm geleiteten Opernsparten zum 1. Platz in der Rubrik „Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ der Fachzeitschrift „ Die Deutsche Bühne“ : 2010 (Anhaltisches Theater Dessau) und 2013 (Theater und Orchester Heidelberg; geteilter 1. Platz mit dem Theater Freiburg). Heribert Germeshausen ist regelmäßig Jury-Mitglied bei wichtigen Wettbewerben (u. a. dem Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb, RING AWARD, Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik). Er begann seine Opernkarriere 2004 bei den Salzburger Festspielen unter der Intendanz von Peter Ruzicka. (Stand: 04/2025)
Annette Müller war von 2005 bis 2009 als Schauspielerin festes Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. 2010 wechselte sie als künstlerische Leiterin des Jungen Theaters an das Hessische Landestheater Marburg und war dort unter der Intendanz von Matthias Faltz bis zur Spielzeit 2018/19 Hausregisseurin und Schauspielerin. Seit 2017 arbeitete sie als freie Regisseurin unter anderem am Landestheater Tübingen, Theater Dortmund, Theater Magdeburg, Nationaltheater Mannheim, Theater Reutlingen, Landestheater Dinslaken, Theater Plauen-Zwickau, Landestheater Detmold, Freies Werkstatt Theater Köln, Theater Regensburg u. a. sowie als freie Dramaturgin gemeinsam mit HARTMANNMUELLER, SEE!, Montserrat Gardo Castillo und Petr Hastik u. a bei PACT Zollverein, im Tanzhaus NRW, FFT Düsseldorf, Urbane Künste Ruhr, Ringlokschuppen Mülheim a. d. Ruhr etc. 2021 wurde ihre im Rahmen des Literaturstipendiums „Neustart Kultur“ entstandene Arbeit harder, faster, stronger- ein Kunststück über die Leistungsgesellschaft beim Heidelberger Stückemarkt als bestes Jugendstück nominiert. Sie gewann im Team mit der argentinischen Komponistin Cecilia Arditto mit ihrer Bearbeitung von Albert Camus Roman Der Fremde den internationalen Opernwettbewerb am Nationaltheater Mannheim. Annette Müller ist Dozentin für Schauspiel und Performance an der Theaterakademie Köln.
Robert Marx sammelt bereits früh Erfahrungen am Theater, u. a. durch die Mitarbeit im Theater Narrenschiff, zuerst als Darsteller im jungen Ensemble und später durch begleitende Video-Produktionen für diverse Musicals. 2015 entstand der erste eigene Kurzfilm PREMIUM , der für den Christian-Tasche-Filmpreis nominiert war. Diese und weitere Erfahrungen bei TV-Produktionen werden seit 2016 im Studiengang „Film & Sound“ an der Fachhochschule Dortmund vertieft. In diesem Rahmen wirkt Robert Marx in verschiedenen Gewerken an zahlreichen studentischen wie auch freien Produktionen mit. Dazu kommen Experimente mit 16mm Analogfilm, Kameraarbeit für den Kurzfilm Waldemar , sowie das Erarbeiten von Projektionstechniken im Rahmen der Extraschicht 2018 im Dortmunder U für das Projekt kiU -Stollenmundlöcher sowie für das FH-interne Alumni-Symposium Die Zeit danach . In der Produktion Die Entführung aus dem Serail in der Spielzeit 2020/21 an der Oper Dortmund wirkt Robert Marx als Videoassistent sowie Live-Kameramann mit.