Es gibt Musik, die uns nicht loslässt, die uns tief ergreift und zum Soundtrack unseres Lebens wird. Aber was macht die Magie dieser Stücke aus? Tauchen Sie in der Reihe Deep Dive in Ihre Lieblingsmusik ein und gehen Sie auf musikalische Schatzsuche: In jedem Konzert stellen wir ein Meisterwerk ins Zentrum, das wir zunächst gemeinsam unter die Lupe nehmen, bevor es nach der Pause aufgeführt wird. Entdecken Sie diese Werke zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern neu – sinnlich, unterhaltsam, unmittelbar und ganz ohne Vorkenntnisse! Tschaikowskys Nussknacker erzählt eine klassische Fantasy-Geschichte von einem Mädchen, das seine große Liebe erringen muss und in ein Fantasieland gerät - ausgerechnet am Weihnachtsabend. Exotische Instrumente, traumhafte Walzer, die schönste G-Dur-Tonleiter der Musikgeschichte: auch Tschaikowskys Musik steckt voller Fantasy-Elementen. Auszüge aus dem zweiaktigen Ballett zeigen, dass Der Nussknacker noch mehr zu bieten hat als die Musik der populären Suite. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Matthew Aucoin Neues Werk: Ein Kompositionsauftrag des Aspen Music Festival, des Lake Area Music Festival und der Dortmunder Philharmoniker – Europäische Erstaufführung Igor Strawinsky Der Feuervogel (1909/10) Zum Saisonende folgt ein seltener Höhepunkt: Die Dortmunder Philharmoniker gestalten die europäische Erstaufführung eines neuen Auftragswerks. Mit diesem Ereignis wird der zusammen mit unserem Featured Composer & Creative Partner Matthew Aucoin in der Saison 2026/27 zurückgelegte Weg beschlossen. Das neue Werk Aucoins entstand als eine Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Dichterin Jorie Graham (*1950), deren Texte der Komponist schon mehrfach vertont hat und die auch das Libretto zu seinem Musiktheaterwerk Music for New Bodies beigesteuert hat. Mit der Konzeption des Stücks greift Aucoin weit aus. Die gewählten Texte beschäftigen sich mit Ende und Anfang des Lebenszyklus. Das ganze Werk lässt sich als eine Art „Weg zum Leben“, als eine musikalische Inszenierung der langen Reise zur Existenz sehen. Der Feuervogel ist das erste der drei großen Ballette Igor Strawinskys, deren Reihe in Le sacre du printemps kulminierte. In dem Ballett geht es um einen Prinzen, der den geheimnisvollen Feuervogel fängt, mit dessen Hilfe er den bösen Zauberer Kaschtschei besiegen kann. Diesen Stoff hat Strawinsky in einen musikalischen Farbenrausch par excellence gefasst. Die umjubelte Pariser Premiere am 25. Juni 1910 leitete den kometenhaften Aufstieg des vorher unbekannten Komponisten ein. Das Stück wurde zu Strawinskys größtem Erfolg und einem echten Dauerbrenner: Gleichauf mit Tschaikowskys Schwanensee war Der Feuervogel das am häufigsten gespielte Ballett des 20. Jahrhunderts. Während im Konzertsaal vor allem die gekürzten Orchestersuiten des Stücks aufgeführt werden, ist in Dortmund die vollständige Ballettmusik zu erleben. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Eduard Resatsch „Ad se revertens“ Robert Schumann Violinkonzert d-Moll Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60 Dass auch wenige Takte reichen, um ein Glücksversprechen musikalische Wirklichkeit werden zu lassen, beweist Robert Schumann in seinem Violinkonzert aus der allerletzten Zeit seines Schaffens. Der innige Gesang des Mittelsatzes fällt wie ein Lichtstrahl in die abgründige Welt des Werks hinein und bleibt in seiner Weltvergessenheit lang im Gedächtnis haften. Dvořáks 6. Sinfonie steht dann ganz auf der Lichtseite der Musik. Von idyllischen Naturstimmungen erfüllt, stellt sie die „Pastorale“ des Komponisten dar. Diese Sinfonie atmet das Glücksversprechen eines heiteren Sommertages. Am Pult begrüßen die Dortmunder Philharmoniker die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, die Rekorde sammelt wie andere Leute Briefmarken. So war sie die erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Festspiele, danach die erste ukrainische Dirigentin in der Geschichte der New Yorker Metropolitan Opera und auch die erste weibliche Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses. Überflüssig zu sagen, dass Oksana Lyniv regelmäßig in Wien, Chicago und Berlin zu Gast ist. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Peter Tschaikowsky Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre Anna Clyne Three Sisters. Konzert für Mandoline und Streichorchester Jean Sibelius Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82 Liebe kann brutal sein. Niemand hat das so deutlich gezeigt wie William Shakespeare, als er mit Romeo und Julia das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur erfand, das in einer brutalen Welt die alle Bedenken beiseiteschiebende Kraft der Liebe erlebt. Unter den vielen Romeo-und-Julia -Kompositionen der Musikgeschichte ragt Tschaikowskys Stück durch Ausdruckstiefe und melodische Schönheit heraus. Das Liebesthema ist schlicht ein Jahrhunderteinfall, der seinen Weg mit Leichtigkeit in die Populärkultur gefunden hat - von James Bond bis zu den Simpsons. Jean Sibelius litt an einer brutalen Liebe zum Alkohol. Die letzten dreißig Jahre seines Lebens verbrachte er weltberühmt, aber von Selbstzweifeln zerfressen und ohne noch schöpferisch tätig zu sein. Zu welchen Höhen sich der Klangmagier aufschwingen konnte, zeigt seine großartige 5. Sinfonie. Ihr liegt, so hat Sibelius es selbst beschrieben, „eines der größten Ereignisse meines Lebens“ zugrunde, als eines Vormittags eine Gruppe von 16 Schwänen in idyllischer Abgeschiedenheit lange über ihm kreiste. Direkt neben die entsprechende Tagebuchnotiz hat er das Thema skizziert, das als majestätische „Schwanenhymne“ in das Finale seiner 5. Sinfonie eingegangen ist. Auch Anna Clyne ließ sich von der Natur zu ihrem für Avi Avital geschriebenen Mandolinenkonzert inspirieren. Sie beendete das Stück in einer kleinen Wohnung, deren Dachterrasse den Anblick des nächtlichen Sternenhimmels mit dem Sternbild Orion bot, den sogenannten „Drei Schwestern“. Die Leitung der Konzerte hat ein bereits in jungen Jahren weltweit gefragter Pultstar, Anna Rakitina, die zusammen mit Avi Avital auch die US-amerikanische Erstaufführung der Three Sisters gestaltet hat. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 44 e-Moll „Trauersinfonie“ Jennifer Higdon Blue Cathedral Johannes Brahms Ein deutsches Requiem op. 45 „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ Mit diesen Worten beginnt das Deutsche Requiem von Johannes Brahms, das wie keine andere Requiem-Vertonung der Musikgeschichte Zuversicht und Tröstung ausstrahlt. Den Text des Werks hat sich Brahms zusammengestellt und dabei die Verdammnis des Jüngsten Tags herausgelassen. Stattdessen kulminiert dieses einzigartige Requiem in den rhetorischen Fragen „Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“. Mit der Aufführung schließen die Dortmunder Philharmoniker und Jordan de Souza an ihren großen Brahms-Zyklus der vergangenen Saison an. Gleichzeitig bringen die Dortmunder Philharmoniker mit diesem Konzert wieder Weltklassesolist*innen mit den jungen Dortmunder Stimmen der Chorakademie zusammen. Brahmsʼ Ausgangspunkt bei der Komposition des Deutschen Requiems war offenbar das Gedenken an den verehrten Robert Schumann. Auch Jennifer Higdons Blue Cathedral ist eine Gedenkkomposition: an ihren an einer Krebserkrankung verstorbenen jüngeren Bruder. Das Orchesterstück ruft zu Beginn mit klanglichen Mitteln den Gang zu einer Friedhofskapelle auf und strahlt ein ähnlich mildes, versöhnliches Licht aus wie das Brahms‘sche Requiem. Haydns 44. Sinfonie e-Moll passt sich emotional in diesen inhaltlich-atmosphärischen Rahmen ein. Auch wenn der populäre Beiname „Trauersinfonie“ nicht auf Haydn selbst zurückgeht, fasst er den Ausdruckscharakter des dunkel gefärbten Stücks doch treffend in Worte. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Franz Schubert Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589 Anton Bruckner Sinfonie Nr. 4 Es-Dur (Fassung 1879/80) So einen Anfang gab es noch nicht. Ein gestaltloses, mysteriöses Klingen, noch ohne Rhythmus oder Melodie, öffnet den Raum für ein Hornsignal, aus dem Bruckner eine Kathedrale des Klangs entwickelt. Feierliche Weite, machtvolle Choräle, tiefer Ernst und Steigerungen, die einem den Atem stocken lassen, aber auch mitreißende Jagdszenen und Ländlerklänge sind die Charakteristika der Sinfonie. Ihr Beiname „Romantische“ fasst all dies in ein Wort. Seit langem ist diese 4. die beliebteste unter allen Sinfonien Bruckners. Eine diesseitigere Klangkathedrale stellt Schuberts 6. Sinfonie dar. Sie wirkt insgesamt heiterer, entspannter als das Werk Bruckners, enthält aber auch geheimnisvolle Stellen, in denen sich Schubert als klanglicher Alchemist von seltenen Gnaden erweist. Daneben findet sich in dieser Sinfonie eine Zutat, die man bei Schubert kaum erwartet: ein kräftiger Schuss Rossinischer Italianità. Am Pult steht einer der derzeit gefragtesten Dirigenten für die deutsche Romantik: Cornelius Meister. In der vergangenen Saison leitete der Bayreuth-erfahrene Meister die Dortmunder Philharmoniker in Wagners Ring der Nibelungen . Der musikalische Funke sprang sofort über, sodass sich die Idee eines gemeinsamen sinfonischen Programms fast von selbst ergab. Für Bruckners 4. Sinfonie wählt Meister die letzte Fassung des Werks von 1878/80, die gegenüber den ebenfalls unbedingt hörenswerten früheren Fassungen den Vorzug größerer musikalischer Detaildichte und Vielfalt hat. Und erst in dieser späten Version gelang es Bruckner am Ende der Sinfonie, in einer einzigartig ausholenden Bewegung vom Ausdruck tiefster Verzweiflung zum blendenden Glanz erhabener Majestät zu gelangen. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 25 g-Moll KV 183 Carl Nielsen Konzert für Flöte und Orchester Richard Strauss Also sprach Zarathustra Eine Entladung dunkler Energie setzt Mozarts frühe g-Moll-Sinfonie in Gang. Komponiert im Alter von 17 Jahren ist das Werk ein rarer Edelstein: eines der wenigen Mollwerke in Mozarts gesamtem Schaffen voller erregter Leidenschaftlichkeit. Der Begriff „Sturm und Drang“ liegt nah, um die Kraft dieser Sinfonie zu fassen. Konsequenterweise verzichtet Mozart wie in der berühmten späten g-Moll-Sinfonie KV 550 auf die traditionelle Aufhellung am Ende und schließt das Stück harsch und unversöhnt. Emotion pur. Den Urknall als kosmisches Ereignis hat Richard Strauss mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, am berühmten Anfang von Also sprach Zarathustra musikalisch in Szene gesetzt. Von hier aus nimmt er uns mit auf eine klanglich atemberaubende Reise durch die Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz. Freuden und Leidenschaften, die Wissenschaft, Sehnsucht und Tanz werden als Stationen dieser Reise berührt. Das epochale Stück schließt mit einem Blick in den nachtschwarzen Himmel. Zwischen diesen beiden Werken jüngerer Komponisten – Strauss war gerade 30 Jahre alt, als er die Zarathustra -Partitur abschloss – rührt der Däne Carl Nielsen in seinem späten Flötenkonzert an eine ganz andere, spielerische und abgeklärte Seite der Musik. Als Solistin begrüßen wir eine der berühmtesten Virtuosinnen ihres Instruments, die phänomenale Jasmine Choi. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Leoš Janáček Taras Bulba. Rhapsodie für Orchester Sergej Prokofjew Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19 Sergej Rachmaninow Sinfonische Tänze op. 45 Drei Komponisten entfalten klangliche Bilderwelten, die sich nicht in Worte fassen lassen. Leoš Janáček setzt auf volle Emotionalität und erhitzt die Musik bis zur Weißglut. Nikolai Gogols blutige Geschichte um den Kosakenführer Taras Bulba wird zu einem freien musikalischen Fluss der Farben und Stimmungen von visionärer Kraft. Visionär ist auch Prokofjews 1. Violinkonzert. Schon der Beginn entrückt uns in andere Sphären. Dann werden wir von einem virtuosen, motorisch voranjagenden Scherzo quasi geerdet und gelangen schließlich in einen klanglichen Kristallpalast, dessen Decke sich zum Sternenhimmel zu öffnen scheint, bis die Musik zerstäubt. Der Erzromantiker Sergej Rachmaninow erscheint da fast als der nüchternste unter den drei Komponisten. Die Sinfonischen Tänze aus dem Jahr 1940 stellen sein letztes Wort als Schaffender dar. Als Rückblick auf sein Lebenswerk vereinen sich hier noch einmal die zentralen Vorzüge seiner Musik: melodische Schönheit, zarte Melancholie und tänzerisches Temperament. Mit Nicolò Foron wird einer der interessantesten jungen deutschen Dirigenten den Taktstock heben. 1998 in Genua geboren wuchs er quasi nebenan in Bielefeld auf und hat bereits eine erstaunliche internationale Karriere absolviert. Das Violinspiel unseres Konzertmeisters Alexander Prushinskiy kann das Dortmunder Publikum regelmäßig bewundern. Das russische Repertoire liegt ihm insgesamt am Herzen, aber das 1. Violinkonzert von Prokofjew, das er sich für dieses Programm gewünscht hat, ist ihm quasi auf den Leib geschrieben. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Matthew Aucoin Heath Benjamin Britten Four Sea Interludes aus der Oper Peter Grimes op. 33a Gustav Mahler Das Lied von der Erde Musik, die uns tief bewegt und direkt auf unser Inneres zielt, entfaltet sich in drei Natur- und Seelenlandschaften: Die titelgebende Heide des Orchesterstücks Heath von Matthew Aucoin, dem Featured Composer & Creative Partner dieser Saison, ist weit mehr als eine Stück Natur. Sie ist der Ort, den der halb wahnsinnig gewordene King Lear in Shakespeares vielleicht pessimistischstem Drama durchstreift. Das Bild der kargen, felsigen Heide beschreibt den inneren Ort, den Aucoin musikalisch gestaltet. Dabei bezieht er sich auf verschiedene Elemente des Shakespeare’schen Dramas, ohne eine Handlung illustrativ nachzuzeichnen. Benjamin Britten entwirft in den großen orchestralen Zwischenspielen seiner Oper Peter Grimes impressionistische Meeresstimmungen, in denen nicht nur das Meer als heimlicher Protagonist der Oper zu seinem Recht kommt, sondern in denen gleichzeitig die Nöte und das Seelenleben der handelnden Personen auf ergreifende Weise ihren Widerhall finden. Gustav Mahlers Lied von der Erde ist ein Werk der Fülle und der Lebenserfahrung. Trunkene, von Resignation grundierte Lebensfreude, das Erlebnis von Schönheit und Sinnlichkeit, schließlich das unausweichliche Scheiden aus der Welt gehen in dieser großformatigen Lieder-Sinfonie Hand in Hand. Am Ende des berühmten letzten Liedes Der Abschied dringt Mahler in Regionen vor, die jede Alltagserfahrung weit hinter sich lassen. In ein mildes Licht getaucht wird unsere Zeiterfahrung außer Kraft gesetzt und in einem immerwährenden Klingen aufgehoben. Überwältigend. Das 1. Philharmonische Konzert als Schulkonzert mit „Four Sea Interludes“ von Benjamin Britten Mit den zwei Schulkonzerten (30.09.26 und 30.06.27) ermöglichen die Dortmunder Philharmoniker in der Saison 26|27 wieder den Besuch eines Konzertes am Vormittag für Schüler*innen ab der 7. Klasse. Im Konzerthaus werden die Dortmunder Philharmoniker Werke aus ihren aktuellen Konzertprogrammen spielen und Generalmusikdirektor Jordan de Souza und Musikvermittlerin Viola Michalski werden jede Menge Hintergrundinformationen liefern, um die jungen Zuhörer*innen in das Konzert miteinzubeziehen. Infos und Buchung über den Gruppen-Service Tel. 0231/50 27 680 , gruppen@theaterdo.de Benjamin Brittens Oper Peter Grimes hat viele Protagonisten und Protagonistinnen, die teilweise schwere Schicksale bewältigen müssen. Die wahre Hauptrolle spielt in dieser Oper aber jemand anderes: das Meer. Der Komponist selbst sagte: „Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in engem Kontakt mit dem Meer.“ So verwundert es nicht, dass die Zwischenspiele – die Sea Interludes – sehr ausdrucksstark und bildhaft sind und auch ein als eigenständiges Konzertstück alles vom fröhlichen Sonntagmorgen bis hin zum brausenden Sturm zu bieten haben. Rauschende Klänge, die sowohl bei erprobten Konzertgänger*innen, als auch bei Klassik-Neulingen Bilder im Kopf entstehen lassen. Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen
Hier ist Platz für alle! Bei unseren Familienkonzerten wollen wir das Konzerthaus nicht nur mit Musik füllen, sondern auch mit jeder Menge großer und kleiner Zuhörer*innen. Ob schaurige Hexenmusik, nordische Trolle oder ein tierischer Spaß mit Dodo, hier gibt es allerhand zu erleben. Wir wollen uns die Dinge ganz genau anschauen und nicht nur zuhören, sondern verstehen, was da auf der Bühne passiert. Ein wunderbarer Einstieg für (Enkel-)Kinder, die Dortmunder Philharmoniker auf der großen Bühne zu erleben. Ein Orchester kann wie ein Kuckuck rufen oder klappernde Pferdehufen nachahmen. Und ein Kontrabass ist auch beinahe so groß wie ein Elefant. Wie aber klingen musikalische Schildkröten und sind Fossilien wirklich Tiere? Beim Karneval der Tiere scheint jeder seine eigene Melodie zu haben, egal ob hüpfende Kängurus oder majestätische Löwen. Ob auch Dodo, das Maskottchen der Dortmunder Philharmoniker, einen eigenen Klang hat? Gemeinsam tauchen wir ein in Camille Saint-Saënsʼ „große zoologische Fantasie“ und finden heraus, welches Tier am elegantesten über das Wasser gleiten kann. Und vielleicht findet Dodo ja auch noch ein paar andere Tiere im Orchester, die der Komponist vergessen hat? Das wird ein tierischer Spaß! Bitte beachten Im Konzerthaus sind nur noch Taschen und Rucksäcke bis zu einer Größe von DIN A4 auf den Ebenen erlaubt. Größere Taschen müssen an der Garderobe abgegeben werden. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Mitnahme von Sitzerhöhungen für Kinder untersagt. Stattdessen werden gerne Sitzkissen ausgegeben, die eine bessere Sicht für Kinder ermöglichen