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Oper

Nikolaus Habjan

Regisseur

Nikolaus Habjan wurde in Graz geboren und studierte neben der Schule am Konservatorium Violine. Seit seinem 15. Lebensjahr beschäftigt er sich mit dem Puppentheater, absolvierte Workshops beim australischen Puppenspieler Neville Tranter und begann damit, selbst Puppen zu bauen.

Zeitgleich zum Studium der Musiktheaterregie an der Wiener Universität für Musik, das er mit der Inszenierung der Oper The Medium 2010 mit Auszeichnung abschloss, perfektionierte er seine Puppenspieltechnik und trat 2008 erstmals selbst im Wiener Schubert Theater auf. Die Figurentheaterproduktion F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig wurde 2012 mit dem Nestroy Preis ausgezeichnet. Sein Regiedebüt Das Missverständnis von Albert Camus am Schauspielhaus Graz wurde 2015 als „Beste Bundesländer-Aufführung“ erneut nominiert. 2016 erhielt Nikolaus Habjan den Dorothea-Neff-Publikumspreis, den outstanding award des Bundesministeriums für Kultur und den Nestroy-Publikumspreis. Die Uraufführung Böhm wurde 2018 als „Beste Bundesländer-Aufführung“ für den Nestroy-Preis nominiert und er zum zweiten Mal mit dem Nestroy-Publikumspreis ausgezeichnet. 2017 verlieh ihm die Gesellschaft zur Förderung der Münchner Opern-Festspiele für die Regie von Carl Maria von Webers Oberon, König der Elfen den Festspielpreis. In der Spielzeit 2019/20 war er artist in residence am Theater an der Wien und inszenierte dort Salome sowie Faust an der Wiener Kammeroper.

Mit der Musicbanda Franui gestaltet Nikolaus Habjan einen Abend mit Texten von Robert Walser und Jürg Amann, Musik und Liedern von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms sowie Gustav Mahler unter dem Titel Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus. Auch als Kunstpfeifer ist er bereits etabliert. Im September 2018 trat er mit der Pianistin Ines Schüttengruber in der Elbphilharmonie Hamburg auf sowie an Silvester 2019 im großen Saal des Wiener Konzerthauses.

In der Spielzeit 2020/21 gibt Nikolaus Habjan mit Carmen sein Debüt als Hausregisseur an der Oper Dortmund, an der er bis Ende 2023/24 fünf Inszenierungen in vier Spielzeiten zur Premiere führen wird.

Foto: (c) Lupi Spuma