Oper • September 2021 bis Februar 2022

Tosca

Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini • Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica • nach dem Drama La Tosca (1887) von Victorien Sardou • In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Tosca

Eine leidenschaftliche Femme fatale, ein aktivistischer Künstler und ein skrupelloser Polizeichef – gepaart mit Puccinis ergreifender Musik ergeben sie einen packenden Opernthriller der Superlative. Weil der Maler Cavaradossi dem politisch verfolgten Angelotti zur Flucht verhilft, rückt er selbst in den Fokus der Staatsgewalt. Scarpia benutzt Cavaradossis Geliebte, um den Aufenthaltsort des Entflohenen zu erfahren. Es ist die berühmte Sängerin Tosca, die der Polizeichef selbst begehrt. Er zwingt sie, die Schreie ihres gefolterten Mannes anzuhören und ihre Standhaftigkeit zerbricht. Scarpia bietet Tosca Cavaradossis Begnadigung im Austausch gegen ihren Körper an. Sie willigt ein und erhält einen Passierschein, doch bevor sich der Polizeichef ihr nähern kann, ersticht sie ihn. Nur Cavaradossis Schein-Exekution steht der gemeinsamen Zukunft noch im Wege.

Durch die aufs Wesentliche komprimierte Handlung entsteht eine soghafte Spannung, die auf eine geradezu filmische Dichte setzt. Die Verschmelzung von traditionellen und um 1900 sehr modernen kompositorischen Elementen schafft zusammen mit der samtig-schillernden Orchestrierung eine ganz besondere Klangerotik. Dabei stehen die Stimmen und ihre Melodien im Vordergrund und kreieren durch ihre körperliche Ausdruckskraft eine raffinierte Figurenpsychologie. Intensiv, bewegend und aufregend bis zur letzten Sekunde bietet das historische Kriminalstück mit einem dichten musikalischen Geflecht alles, was man von einer großen italienischen Oper erwartet. Hausregisseur Nikolaus Habjan inszeniert mit großer Liebe zum Werk einen modernen Psychothriller und schafft so einen unvergesslichen Opernabend.

Das Engagement von Michael Volle (04.12.) wird unterstützt von der Wilo-Foundation.

Termine

Februar 202204FreitagKonzert Theater Coesfeld19:30 Uhr – 22:00 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 04. Februar 2022

Floria Tosca  Stéphanie Müther
Baron Scarpia  Mandla Mndebele
Cesare Angelotti  Morgan Moody

Spoletta  Błażej Grek
Mesner  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi

Gesamtbesetzung

Floria Tosca Inga Kalna, Stéphanie Müther, Gabriela Scherer
Mario Cavaradossi James Lee
Baron Scarpia Noel Bouley, Mandla Mndebele, Michael Volle
Cesare Angelotti Morgan Moody, Demian Matushevskyi
Spoletta Fritz Steinbacher, Błażej Grek
Der Mesner Denis Velev, Yevhen Rakhmanin, Timothy Edlin
Sciarrone / Ein Kerkermeister Carl Kaiser
Stimme des Hirten Heejin Kim

Opernchor Theater Dortmund
Chorakademie Dortmund
Kinderstatisterie Theater Dortmund
Dortmunder Philharmoniker

(Demian Matushevskyi,Yevhen Rakhmanin, Timothy Edlin und Heejn Kim sind Mitglieder des Opernstudio NRW)

Musikalische Leitung Gabriel Feltz, Motonori Kobayashi
Inszenierung Nikolaus Habjan
Bühne Heike Vollmer
Kostüme Denise Heschl
Licht Florian Franzen
Video Kai Ehlers
Choreinstudierung Fabio Mancini
Einstudierung Kinderchor Stefan Quehl, Dietrich Bednarz
Dramaturgie Laura Knoll
Studienleitung Thomas Hannig
Produktionsleitung Fabian Schäfer
Regieassistenz Dominik Kastl
Inspizienz Ulas Nagler, Alexander Becker
Bühnenbildassistenz Emine Güner
Kostümassistenz N.N.

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Ruhr Nachrichten

„Genau 20 Monate nach der letzten Musiktheater-Premiere mit Publikum hat die Oper Dortmund gezeigt, wie ein Neustart gelingt. (…) Und nun am Samstag ‚Tosca‘ von Puccini – wie im Rausch, mit fantastischen Solisten, klug inszeniert, von den Dortmunder Philharmonikern großartig gespielt. (…) Mit den wenigen Corona-Auflagen geht Habjan kreativ um: Opernchor und Knabenchor der Chorakademie lässt er von der Seite singen und projiziert die Chöre in Videos auf einen Gaze-Vorhang. Sehr gelungen. (…) Der Südkoreaner Lee ist in dieser Rolle ein Ereignis. Von einem Cavaradossi mit einem so substanzvollen Tenor, der mit viel Schmelz Sinnlichkeit vermittelt und so strahlende Höhen und eine Stimme mit Kraft und zugleich Geschmeidigkeit hat, träumen viele Häuser. (…) Und das dunkle Timbre von Lees Stimme passt wunderbar zum Sopran von Inga Kalna, der groß, aber nie schneidend ist und auch viel Substanz und eine wunderbar dunkle Tönung hat. (…) Die musikalische Vielschichtigkeit und die schillernden Farben von Puccinis Musik zeigt Generalmusikdirektor Gabriel Feltz am Pult der 65 Dortmunder Philharmoniker im Graben ganz hervorragend, spannend und mitreißend dramatisch. Mit opulenten Drama- und Leidenschaftsklängen setzt er vor allem im ersten Akt den statischen Bildern viel Kraftvolles entgegen. Und die Szene im Morgengrauen vor Cavaradossis Erschießung im dritten Akt ist traumhaft schön und atmosphärisch dicht.“

13. September 2021
Deutschlandfunk

„Natürlich ist er (erg. Habjan) ein großartiger Puppenspieler, man muss nur an diese Karl-Böhm-Geschichte in Graz denken. Das war absolut hinreißend. Aber hier will er uns offenbar zeigen, ich kann auch richtig Oper. Ich bin ein Regisseur, nicht nur für die Puppenbühne, (…) ich mache auch das echte Theater auf der richtig großen Bühne in Dortmund in der Oper. Er macht das sehr elegant (…) Er will da nicht in Second-Hand-Klamotten auf dem Monoblock-Stuhl erzählen, sondern er setzt auch auf Show-Werte. (…) Gabriel Feltz mag ja dieses Repertoire (…) das Großformatige liegt ihm und das Orchester hat hörbar Spaß daran. Noel Bouley als Scarpia macht das Böse, das Auftrumpfende sehr gut und Gabriel Feltz setzt nicht auf diesen kitschigen, überdehnten und triefenden Puccini, sondern möchte das durchhörbar halten und eher an der Sprachmelodie und Sprachgeschwindigkeit des Italienischen orientiert (…) Das funktioniert, es gab auch großen Jubel hinterher.“

13. September 2021
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

„Die Philharmoniker unter Gabriel Feltz: in hochklassiger Form. (…) wie subtil der Klangkörper jene tückisch schimmernde Seide spinnt, in die Puccini das Monströse kleidet, das glückt atemberaubend. Dazu eine Titelheldin, die neben dem heißen Furor der Verzweiflung enorm schöne Lyrismen offenbart. In ihren besten Momenten ließ die Lettin Inga Kalna ans melancholische Timbre der großen Tebaldi denken. Berauschend gut! (…) Immer wieder findet Habjan enorm packende, überaus einfühlsame Lösungen. Wie er die zur Mörderin gewordene Tosca am Leichnam Scarpias mit sich ringen lässt, ist von bohrender Intensität. Die besten Szenen dieser Regie kennzeichnet extreme szenische Musikalität. Coronagemäß clever gerät auch die Lösung von Massenszenen: auf eine Gaze projiziert Habjan Chöre, optisch sind sie also auf der Bühne, akustisch ‚off stage‘. (…) Zu dieser ‚Tosca‘, das steht fest, können auch die Busse aus Oelde wieder anrollen. So geht Oper zum Liebhaben.“

13. September 2021
TZ Hamm

„Mit Puccinis ‚Tosca‘ unter Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz startet die Oper Dortmund auf hohem musikalischen Niveau. (…) Stark sind auch die Nebenrollen besetzt, von Denis Velevs selbstgerechten Messner bis Morgan Moody, der dem Angelotti vibrierende Energie mitgibt (…). Gabriel Feltz bietet mit den Dortmunder Philharmonikern besten Puccini-Klang: zupackend, seidig-flirrend in den Liebesszenen, üppig, dabei ausdifferenziert in den Massenszenen. (…) Die musikalischen Leistungen vor allem machen die Dortmunder ‚Tosca‘ zu einem Erlebnis“.

14. September 2021

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