Oper • Premiere

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart • In einer gekürzten Fassung von Paulus Hochgatterer und Nikolaus Habjan • Libretto von Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere, nach Christoph Friedrich Bretzner • In deutscher Sprache

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Die Entführung aus dem Serail

Nikolaus Habjan ist ein Theatermagier – egal ob als Regisseur, Puppenspieler oder Kunstpfeifer, er verzaubert sein Publikum. Somit ist es für ihn ein Leichtes, aus der Not der Corona-bedingten Auflagen eine Tugend zu machen und mit seinem Debüt als Dortmunder Hausregisseur kurzerhand ein kleines Opern-Juwel zu präsentieren: In einer eigens dafür konzipierten Fassung bringt er Wolfgang Amadeus Mozarts beliebtes Singspiel Die Entführung aus dem Serail mit seinen liebevoll gestalteten Puppen auf die Bühne des Opernhauses. Wer dabei an klassisches Marionettentheater denkt, der irrt jedoch – Habjans Figuren sind äußerst menschlich: vielschichtig, charaktervoll, hoch artifiziell und jede einzelne ein Unikat. Unter seiner kunstvollen Führung scheinen sie zum Leben zu erwachen und entführen ihr Publikum tief hinein in die exotische Welt des Serails von Bassa Selim.

Gemeinsam mit den Sänger:innen des Opernensembles erzählen sie die abenteuerliche Geschichte um den Befreiungsversuch der schönen Konstanze: Die stolze Spanierin, ihre Zofe Blonde und deren Freund Pedrillo sind während einer Seereise einem Piratenangriff zum Opfer gefallen. Auf einem Sklavenmarkt wurden sie verkauft und gerieten so in die Fänge des Bassa Selim. Der scheint in seinem Palast ein striktes Regime zu führen, in dem die Autonomie der Frauen abgeschafft ist. Wird Konstanzes Verlobter Belmonte die Unglücklichen retten können?

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Termine

Oktober 202003SamstagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 03. Oktober 2020

Puppenspiel  Manuela Linshalm
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Sebastian Engel

Oktober 202023FreitagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 23. Oktober 2020

Puppenspiel  Manuela Linshalm
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi

Oktober 202024SamstagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 24. Oktober 2020

Puppenspiel  Manuela Linshalm
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Sebastian Engel

Oktober 202029DonnerstagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 29. Oktober 2020

Puppenspiel  Nikolaus Habjan
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi

Oktober 202030FreitagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 30. Oktober 2020

Puppenspiel  Nikolaus Habjan
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi

November 202001SonntagOpernhaus15:00 Uhr – 16:15 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 01. November 2020

Puppenspiel  Nikolaus Habjan, Manuela Linshalm
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi, Sebastian Engel

November 202021SamstagOpernhaus19:30 Uhr – 20:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 21. November 2020

Puppenspiel  Nikolaus Habjan, Manuela Linshalm
Konstanze  Irina Simmes
Blonde  Sooyeon Lee
Belmonte  Sungho Kim

Pedrillo  Fritz Steinbacher
Osmin  Denis Velev
Musikalische Leitung  Motonori Kobayashi, Sebastian Engel

Gesamtbesetzung

Puppenspiel Nikolaus Habjan, Manuela Linshalm
Konstanze Irina Simmes
Blonde Sooyeon Lee
Belmonte Sungho Kim
Pedrillo Fritz Steinbacher
Osmin Denis Velev

Dortmunder Philharmoniker

Musikalische Leitung Motonori Kobayashi, Sebastian Engel
Regie Nikolaus Habjan
Kostüme Denise Heschl
Video und Bühne Jakob Brossmann
Licht Florian Franzen
Puppenbau Nikolaus Habjan, Marianne Meinl
Studienleitung Thomas Hannig
Produktionsleitung Fabian Schäfer
Regieassistenz Clara Schamp
Live-Video-Mischung / Abendspielleitung David Martinek
Videoassistenz & Live-Kamera Robert Marx
Bühnenbildassistenz Saskia Holte
Kostümassistenz Ksenia Sobotovych
Inspizienz Ulas Nagler, Alexander Becker
Videoinspizienz Adriana Naldoni

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung

„Sungho Kim singt den Belmonte mit rundem und elegant geführtem Tenor. Irina Simmes verleiht Konstanze mit klarer Textdeutung Ausdrucksstärke, während im Orchestergraben unter Leitung des Dirigenten Motonori Kobayashi gerade zehn Musiker spielen.“

08. September 2020
Die Welt

„In Nordrhein-Westfalen ist man etwas besser dran. Und man hat mehr Fantasie. Zum Beispiel an der Oper Dortmund. Diese 'Entführung' ist allerdings nicht nur Covid-praktisch. Sie hat Charme und Finesse. Das Theater Dortmund hatte, so lange ist das her, am 13. März 2020 mit der lediglich Kritikern offenen, als zweite Generalprobe deklarierten Premiere von Peter Konwitschnys Inszenierung der Auber-Grand-Opéra 'Die Stumme von Portici' die wirklich allerletzte spektakuläre Live-Premiere mitten im deutschen Corona-Lockdown gewuppt. (...)

Puppen haben kein Gewissen und keine Furcht. Sie sind naiv. Nikolaus Habjan und sein Co-Autor Paulus Hochgatterer machen sich dieses Prinzip so wissend wie wach zunutze. Im Orchestergraben tönen engagiert und gefasst ganze zehn Musiker unter Motonori Kobayashi (er war, wie auch der Belmonte Sungho Kim, schon bei der merk- wie denkwürdigen 'Muette' dabei), dünn, tapfer, aber auch konzentriert, auf das Mozart-Wesentliche beschränkt. (...) Nikolaus Habjan rafft Handlung, konzentriert sich auf Gefühle. Und lässt Mozarts Musik als optimales Charakterisierungswerkzeug doch erstaunlich viel Raum. Die Puppen sind traditionell gekleidet, er braucht keine Aktualisierung, keine Infragestellung vorgeblicher Orientalismus-Klischees und kritische Kolonialismus-Narrative. Die Figuren schert das nicht, die Kinderperspektive stellt ganz andere Fragen nach Gut und Böse, nach Treue, dem blind wütenden Osmin. All die gerade bei diesem so geradlinigen und doch heute so komplexen Stück oftmals nur verlegenen Regietheater-Rettungsversuche – sie fehlen mozartgottlob.“

06. September 2020
Ruhr Nachrichten

„Die Oper Dortmund hat aus der Corona-Not das Beste gemacht und Mozarts Singspiel in einer 80-minütigen, pausenlosen Kammermusikfassung herausgebracht. Gespielt wird die Geschichte von Puppen; die sechs Solisten leihen ihnen im Hintergrund – mit Abstand – ihr Stimmen. Es ist ein Kompromiss – sicher. Aber so kann es gehen während der Pandemie. Und im Dortmunder Opernhaus, das nur mit knapp 300 Zuschauern besetzt ist, fühlt man sich wirklich sehr sicher. (...) Wer die Oper vermisst hat, bekommt mit dieser  Entführung das, was derzeit möglich ist. Kreativ umgesetzt, toll gesungen und gespielt.“

07. September 2020
Die Deutsche Bühne

„Aus dem Orchestergraben heraus wird (stellenweise) abgefilmt, sodass die vor Sehnsucht überquellenden Puppenaugen des Belmonte oder die tumbe Hässlichkeit des dicken Osmin nebst ausdrucksstarker Puppengesten im Videoscreen über die ganze Bühnenbreite zu sehen sind, etwa Osmins 'Ich hab auch Verstand' mit opernparodierendem, überdeutlichem Handschlag gegen Herz und Stirn. Urkomisch! (...)Aus dem Solistenensemble begeistern vor allem die beiden südkoreanischen Ensemble-Neuzugänge Sooyeon Lee (mit federleicht intoniertem Sopran als Blonde) und Sungho Kim (Belmonte), dazu mit vertrautem Koloratur-Schmelz Irina Simmes als Konstanze sowie Fritz Steinbacher (Pedrillo) und Denis Velev (Osmin).“

04. September 2020
WAZ

„Unter einem orientalischen, von Jakob Brossmann fantasievoll gestalteten, Baldachin erzählt Habjan seinem kindlichen Kompagnon die Abenteuer Belmontes wie ein Märchen aus 1001 Nacht. (...) liebevoll ausgeführt und hat durchaus Charme.“

07. September 2020

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