Ballett • Februar bis Juni 2026

Frida

Deutsche Erstaufführung • Ballett von Annabelle Lopez Ochoa • Musik von Peter Salem

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(c) Leszek Januszewski

Frida

  • In der Audioeinführung gibt Ihnen Dramaturgin Helena Sturm einen kurzen Einblick in Frida. Eine Live-Einführung können Sie 45 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben. 

Frida Jetzt reinhören

Frida feiert am Theater Dortmund seine Deutschlandpremiere. Eindrucksvoll würdigt dieses Ballett das intensive Leben und das vielschichtige Werk der zur Ikone gewordenen Malerin Frida Kahlo. Die Choreografin Annabelle Lopez Ochoa, die ab dieser Spielzeit als Artist in Residence beim Ballett Dortmund wirkt, verwandelt Kahlos von Schmerz, Leidenschaft und Kreativität geprägte Biografie in eine Reihe eindringlicher Szenen, die von ihren berühmtesten Gemälden und von Erlebnissen, die die Malerin geprägt haben, inspiriert sind. Statt einer linearen Erzählung entstehen Bilder, die zentrale Momente eines Lebens für die Kunst und für das Leben selbst einfangen.

Mit einem feinen Verständnis für die weibliche Emotionalität lässt Lopez Ochoa Tanz und Malerei miteinander verschmelzen, indem sie Frida Kahlos einzigartigen Stil in die Choreografie integriert. Zwei schwarze Kästen auf der Bühne symbolisieren dabei Kahlos lange bettlägerige Phasen, während tänzerische Alter Egos ihre Träume, ihre innere Welt zum Ausdruck bringen. Die Bewegung spiegelt Intensität und Ausdruckskraft der Kunst wider.

Im Bühnen- und Kostümbild von Dieuweke van Reij werden zentrale Elemente aus Kahlos Werken aufgegriffen: Skelette, mexikanische Trachten und ein Meer an Farben, das Kahlos künstlerische Reise repräsentiert. Monochrome Töne zu Beginn wandeln sich in ein farbenprächtiges Spektakel, sobald Frida Kahlo die Malerei als Ausdrucksmittel entdeckt.

In die von mexikanischen Klängen inspirierte Musik von Auftragskomponist Peter Salem sind auch Lieder von Kahlos Freundin Chavela Vargas integriert, was die Atmosphäre und die packende Emotionalität der Aufführung noch befeuert.

Annabelle Lopez Ochoa hat mit Frida 2020 für das Het Nationale Ballet in Amsterdam ein bewegendes Werk geschaffen, das Kahlos Schmerz und Resilienz kraftvoll zum Ausdruck bringt. Diese Kraft, die direkt von der Kunst Frida Kahlos ausgeht, wird nun in der Spielzeit 2025/26 auf der Bühne des Dortmunder Opernhauses erlebbar.

Produziert in Kooperation mit der Oper Wrocław.

Videoportrait Annabelle Lopez Ochoa

Termine

Februar 2026 19 Donnerstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 19. Februar 2026
(Änderungen vorbehalten)
Februar 2026 28 Samstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 28. Februar 2026
(Änderungen vorbehalten)
März 2026 08 Sonntag Opernhaus 18:00 Uhr – 20:00 Uhr (eine Pause) Einführung: 17:15 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 08. März 2026
(Änderungen vorbehalten)
März 2026 14 Samstag Saarländisches Staatstheater 19:30 Uhr – 21:30 Uhr

Gastspiel des Ballett Dortmund & NRW Juniorballett beim TANZFESTIVAL SAAR 2026
Kartenvorverkauf über den Veranstalter ▶

Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 14. März 2026
(Änderungen vorbehalten)
März 2026 21 Samstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 21. März 2026
(Änderungen vorbehalten)
März 2026 27 Freitag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 27. März 2026
(Änderungen vorbehalten)
Mai 2026 03 Sonntag Opernhaus 16:00 Uhr – 18:00 Uhr (eine Pause) Einführung: 15:15 Uhr
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 03. Mai 2026
(Änderungen vorbehalten)
Mai 2026 09 Samstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause) Einführung: 18:45 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 09. Mai 2026
(Änderungen vorbehalten)
Zum letzten Mal Mai 2026 25 Montag Opernhaus 18:00 Uhr – 20:00 Uhr (eine Pause) Einführung: 17:15 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 25. Mai 2026
(Änderungen vorbehalten)
Fällt aus Juni 2026 13 Samstag Opernhaus 19:30 Uhr – 21:30 Uhr (eine Pause)
Tagesbesetzung
Tagesaktuelle Besetzung am 13. Juni 2026
(Änderungen vorbehalten)

Besetzung

Frida Sae Tamura, Júlia Baró Claveria, Yingyue Wang
Diego Filip Kvačák, Javier Cacheiro Alemán, Maksym Palamarchuk
Das Reh Liberty Fergus, Teodora Neacsu
Der Vogel Kasumi Iwata, Manuela Souza, Karin Sakaguchi
Königin der Blätter Daria Suzi, Sae Tamura, Ekaterine Surmava, Selen Gür
Viktorianische Frida Paulina Bidzińska, Daria Suzi, Selen Gür
Frida mit gebrochener Wirbelsäule Júlia Baró Claveria, Teodora Neacsu, Selen Gür, Paulina Bidzińska
Cristina Giuditta Vitiello, Yingyue Wang, Selen Gür
Alejandro Anatole Coste, Simone Dalè, António Ferreira
Mätressen Daria Suzi, Giuditta Vitiello, Yingyue Wang, Manuela Souza, Kasumi Iwata, Amanda Vieira, Paulina Bidzińska
Haariges Skelett Simon Jones, Guillem Rojo i Gallego, Damian Huiduc Manolescu
Männliche Verkörperungen von Frida
Grüne Frida Luke Ruben Talirz, Javier Cacheiro Alemán, Filip Kvačák
Hellblaue Frida António Ferreira, Anatole Coste, Lúcio Kalbusch
Violette Frida Keigo Muto, Kaining Dong, Lúcio Kalbusch
Gelbe Frida Matheus Vaz, Kaining Dong
Rote Frida Damian Huiduc Manolescu, Luke Ruben Talirz
Blaugrüne Frida Anatole Coste, Simone Dalè, Lúcio Kalbusch
Dunkelblaue Frida Francesco Nigro, Javier Cacheiro Alemán, Filip Kvačák
Rosa Frida Kaining Dong, Lúcio Kalbusch
Skelette Herren Simon Jones, Samuel Bassler, Guillem Rojo i Gallego, Maksym Palamarchuk, Jasmine Cameron, Devon Luxton, Luke Ruben Talirz, Simone Dalè, Damian Huiduc Manolescu
Skelette Damen Manuela Souza, Giuditta Vitiello, Paulina Bidzińska, Júlia Baró Claveria, Yingyue Wang, Jasmine Cameron, Selen Gür, Liberty Fergus, Daria Suzi, Kasumi Iwata, Amanda Vieira, Karin Sakaguchi, Teodora Neacsu, Sae Tamura
Todes-Schmetterlinge Manuela Souza, Giuditta Vitiello, Selen Gür, Daria Suzi, Jasmine Cameron, Amanda Vieira, Paulina Bidzińska, Sae Tamura, Karin Sakaguchi, Kasumi Iwata
Blätter Júlia Baró Claveria, Jasmine Cameron, Liberty Fergus, Karin Sakaguchi, Manuela Souza, Ekaterine Surmava, Giuditta Vitiello, Yingyue Wang, Paulina Bidzińska, Selen Gür, Kasumi Iwata, Teodora Neacsu, Daria Suzi, Amanda Vieira
Haarige Skelette Damen Karin Sakaguchi, Yingyue Wang, Manuela Souza, Jasmine Cameron, Selen Gür, Teodora Neacsu, Kasumi Iwata, Ekaterine Surmava, Liberty Fergus, Paulina Bidzińska

Ballett Dortmund
NRW Juniorballett
Dortmunder Philharmoniker

Musikalische Leitung Olivia Lee-Gundermann, Koji Ishizaka, Matthew Rowe
Choreografie, Konzept und Libretto Annabelle Lopez Ochoa
Komposition Peter Salem
Toneinspielungen
„Adoro“: Armando Manzanero Canche / Chavela Vargas
„La Llorona“: Armando Manzanero Canche / Chavela Vargas
„Que te vaya bonito“: Jose Alfredo Jimenez Sandoval / Chavela Vargas
Bühne und Kostüme Dieuweke van Reij
Lichtdesign Christopher Ash
Dramaturgie Nancy Meckler
Choreografische Einstudierung Steve Coutereel
Choreografische Assistenz Bojana Nenadović
Inspizienz und Produktionsmanagement Jelena-Ana Moody
Kostümassistenz Nina Albrecht-Paffendorf

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Ruhr Nachrichten

„Eine Reihe von starken Frauen hat die Choreografin Annabelle Lopez Ochoa zu Protagonistinnen ihrer Handlungsballette gemacht: die Callas, Evita Péron, Coco Chanel – und Frida Kahlo. (…) Das Publikum hat die deutsche Erstaufführung am Freitag im Opernhaus minutenlang im Stehen bejubelt.

Sae Tamura tanzt die Frida mit überwältigender Intensität. Sie zeigt sowohl die Melancholie der Künstlerin als auch ihre Verletzlichkeit und Lebensfreude, die im Schmerz immer wieder aufflackert. Sie tanzt die Frida sinnlich, zeigt aber auch eine starke Frau, die sich aufbäumt und ihre Fantasie zum Seelenflucht-Ort macht.

Peter Salem hat die Musik komponiert, die auch von mexikanischer Folklore inspiriert ist und genauso farbig wie das Werk von Frida Kahlo ist. Die Dortmunder Philharmoniker loten im Graben unter Leitung von Olivia Lee-Gundermann die Klänge zwischen sanften Traumwelten und lateinamerikanischer Impulsivität behutsam aus.

Am Schluss wird Frida Kahlo zum bunten Schmetterling – wie auf ihren Bildern. Die blieben, und das Ballett erzählt in den fantastischen zwei Stunden mit einer klaren und einfühlsamen Choreografen-Handschrift, warum die Bilder der Mexikanerin so fantasievoll und bunt ist.“

15. Februar 2026
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

„Mit großer Begeisterung reagierte das Dortmunder Premierenpublikum auf die deutsche Erstaufführung des Balletts ,Frida' der kolumbianisch-belgischen Choreografin Annabelle Lopez Ochoa (…).

(…) Filip Kvačák verkörpert, im Gegensatz zum stämmigen Original, einen feingliedrigen Diego. Dass er ihr in den letzten Stunden beistand, ist für die Choreografin entscheidend, mehr als die brutalen Seiten des ebenso gehassten wie geliebten Mannes. Wichtiger ist ihr ohnehin die Charakterisierung Fridas als ebenso sensible wie starke Frau, was Sae Tamura vorzüglich gelingt.“

14. Februar 2026
Die Deutsche Bühne

„Rausch der Formen und Farben: Choreografin Annabelle Lopez Ochoa verbindet in ‚Frida‘ am Theater Dortmund Leben und Fantasie der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo zu einem Kunst- und Tanzpanorama mit hypnotischer Kraft.

Lopez Ochoa, diese Spielzeit mit Edward Clug Artist in Residence des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett Dortmund, nahm nach der Premiere den nicht enden wollenden Applaus des begeisterten Publikums entgegen.

Die in bewegte Tanzbilder übertragenen Kunstschöpfungen Kahlos wurden zum großartigen Teil des Abends. Zum Ringen Fridas mit sich selbst, der Umwelt und ihren Visionen gelingen auf der großen Bühne starke Szenen. Die Farbigkeit der Blüten, Augen und Stoffe aus Fridas seit 1926 entstandenen Bildern wächst durch die weiten Raumdimensionen zu hypnotischer Kraft.

Der luftige Instrumentalsatz mit vielen Soloinstrumenten und akustischen Raumeffekten passt perfekt zur Choreografie. Die Dirigentin Olivia Lee-Gundermann kultiviert mit den Dortmunder Philharmonikern und dem Ton-Team unter Dominik Rosenthal musikalische Effektsicherheit mit maßvollen wie extrovertierten Akzenten aus der mexikanischen Folklore.

Ästhetische Brillanz zeichnet bei Lopez Ochoa die visionären Sequenzen über Fridas Bildsprache aus (…). Sae Tamura in der führenden Position hat virtuose Momente. Später durchdringt Tamura intensiv das Verzweifeln Fridas über ihre körperliche Hinfälligkeit, indem die Bewegungen stiller werden und Tamuras zarter Körper das langsame Sterben mit bis in die entferntesten Stellen des Zuschauerraums spürbaren Minibewegungen zeigt.

Die maßvoll mit Dekorationselementen besetzte Bühnenfläche durchdringt das fantastische Lebensbild mit farblicher Leichtigkeit trotz der niederschmetternden Schicksalsschläge auf Frida. Hier zeigt sich der imponierend hohe technische Standard des Ballett Dortmund. Auch die Ausstattung von Dieuweke van Reij begünstigt diese Leichtigkeit, in der das Dunkle fleckenartig gegenwärtig bleibt.“

14. Februar 2026
tanznetz

„Leuchtende Farben auf der Bühne und in den Tehuana-Kleidern, Symbole kulturellen Stolzes und feministischer Identität, schaffen eine durchdachte Ästhetik, die den perfekten Rahmen für Annabelle Lopez Ochoas präzise Choreografie bildet. 

In enger Verbindung mit der Musik von Peter Salem und Chavela Vargas verleiht ihr teils verfremdetes klassisches Bewegungsvokabular den Figuren einen einzigartigen Charakter: In der subtilen Interpretation von Sae Tamura erscheint Frida mal verspielt und lebhaft, mal von inneren Qualen gezeichnet. In den Pas de deux werden die stürmischen Beziehungen zwischen Frida Kahlo und Diego Rivera und ihre jeweiligen Affären dargestellt. Symmetrische Formationen und zahlreiche Hebefiguren verleihen den Momenten der Freude, von denen es trotz des tragischen Schicksals der Ikone viele gibt, immer wieder Auftrieb.“

15. Februar 2026
Online Musik Magazin

„(…) Während Clug sich in seinem Ballettabend mit Orffs ,Carmina Burana' einem Meisterwerk der Musik gewidmet hat, lässt Lopez Ochoa in ihrer Choreographie Tanz und Malerei zu einer betörenden Einheit verschmelzen und zeichnet ein bewegendes Bild der Malerin Frida Kahlo.

Zur Musik von Peter Salem, der als Auftragskomponist diesen Leidensweg in sehr atmosphärische Klänge übersetzt hat, setzt Lopez Ochoa diese Lebensgeschichte im Tanz nun mit einer großartigen Lichtgestaltung (Christopher Ash), die die kraftvoll bunten Farben der Gemälde einfängt, und großartigen Kostümen um, die Kahlos Bilder lebendig werden lassen. Kostümbildnerin Dieuweke van Reij schöpft hier aus dem Vollen und hat die zahlreichen Selbstbildnisse Fridas in farbenprächtigen Tehuana-Gewändern eingefangen.

(…) Sae Tamura versprüht hier mit federleichten Bewegungen eine Lebensfreude, die kaum zu bändigen ist.

Tänzerisch begeistern das Ballett Dortmund und das NRW Juniorballett auf sehr hohem Niveau. Allen voran ist die großartige Sae Tamura als Frida zu nennen, die die unbändige Energie der Künstlerin intensiv umsetzt. Dabei bewegt sie sich mit einer scheinbaren Leichtigkeit und lässt sich trotz zahlreicher schwerer Schicksalsschläge, die sie erleidet, nicht unterkriegen. 

Liberty Fergus gestaltet das Reh mit sauberem Spitzentanz und begeistert durch sehr filigranes Bewegungsvokabular. Das gleiche gilt für Kasumi Iwata als Vogel. Die männlichen Verkörperungen Fridas stellen in ihren fließenden Bewegungen einen deutlichen Kontrast zu den Bedrohungen dar, die die Skelette vermitteln, und auch die Schmetterlinge vermitteln eine enorme Leichtigkeit.

Die Dortmunder Philharmoniker untermalen unter der Leitung von Olivia Lee-Gundermann den Tanz mit spannenden perkussiven Klängen, die wunderbar zur Geschichte passen. So gibt es für alle Beteiligten verdiente stehende Ovationen.“

14. Februar 2026