Lola Schmid (*1996, Mainz) studierte 2017-2021 Kostümdesign an der HAW Hamburg und seit zwei Jahren Angewandte Informatik an der HTW Berlin. Dey stellt den Darstellenden verschiedene Ebenen des Kostüms zur Verfügung. Das Kostüm kann so Teil der gespielten Figur werden, oder aber auch als überrealistisches, skulpturales Element bespielt oder abgelegt werden. Dies gibt den Darstellenden die Wahl: objekthaft Teil der Bühnenlandschaft werden oder subjekthaft in Erscheinung treten. Weitere Dokumentation unter www.lolacarolaschmid.com und unter @stan_schmid auf Instagram.
Renée Grothkopf (*1990, Kiel, sie/keine) hat von 2011-2021 Soziologie (M.A.) und Geschichte an der Universität Hamburg studiert. Sie ist Schlagzeugerin im Bereich experimenteller und extremer (Nicht-)Musik und hat in letzten Jahren abwechselnd in Bands wie objet petit a, xschmutzigermenschx und grldck gespielt. Aktivistisch arbeitet sie am Aufbau solidarischer und queerer Räume, mit Schwerpunkt in abolitionistischer Theorie und Praxis und einem Fokus auf mehrfach marginalisierte Individuen in der queeren Community. 2020 entstand gemeinsam mit Tamara Loewenstein das Projekt #prideuntold in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, bei dem es um Biografien queerer Häftlinge des Konzentrationslagers ging. Seit 2019 ist sie als freie Autorin u. a. für das Missy Magazine tätig und hat Ende 2022 zusammen mit Anton Wegener einen Beitrag über die Performerin und Sexarbeiterin Liddy Bacroff im Sammelband tin*stories veröffentlicht. Als Teil des Theater- und Performancekollektivs Estupefacta arbeitet sie in einer Kooperation mit der Stadtteilschule Eidelstedt und wird Ende 2023 ein Stück am Fundus Theater Hamburg über queere Borkenkäfer inszenieren. Nebenher war und ist sie als Türsteherin, Sekretärin und Boxtrainerin tätig.
Céline van de Loo hat an der HAW Hamburg Modedesign studiert und studiert derzeit im Masterstudiengang in Bekleidungstechnik. In ihrer Arbeit befasst sie sich mit den persönlichen Beziehungen, die Menschen zu ihrer Kleidung haben, sowie mit der Bedeutung und dem Wert von Kleidung in unserem Leben. Sie will die persönlichen, versteckten Geschichten hinter den Kleidungsstücken ergründen und schafft so assoziative Erzählungen für Kleidung und Kostüm, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.
Nora Kühnhold führt Regie, performt und gibt Theaterworkshops für Kinder und Jugendliche. Nora studierte Philosophie/VWL an der Goethe-Universität Frankfurt und Theaterregie an der HfMT Hamburg. 2021 schloss Nora das Studium mit der Stückentwicklung „Alerta//Desire//Strandplenum“ ab – ein Stück über queeres Begehren und Politik für junges Publikum. Wichtige Impulse für Noras Arbeiten kommen aus der Zusammenarbeit mit Raúl Reyes, dem Nora 2011/12 in Tucumán, Argentinien, assistierte. Im Rahmen des Studiums entstanden u. a. eine Stückentwicklung zum Themenfeld Männlichkeit und Emotionen „Ernste Spiele unter Männern*“. 2021 wurde der Audiowalk „Rundbogen gegen Schlaflosigkeit“ auf dem Festival Nocturnal Unrest am Mousonturm Frankfurt gezeigt. 2022 forschte Nora im Rahmen einer #takeheart-Residenz an der Schwankhalle Bremen zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in professionellen Theaterprozessen und entwickelte zusammen mit Autor*in Selma Matter als Gewinner*innen des Start Off-Wettbewerbs am LICHTHOF Theater Hamburg das Stück „Unfreezing them“ zur Beziehung zwischen Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen in Zeiten der Klimakrise. Für das Jahr 2022/23 ist Nora Stipendiat*in des stArt.up-Stipendiums der Claussen-Simon-Stiftung und mit dem Performance-Kollektiv Estupefacta Teil des Pilotprojekts KUSCH (Kollektiv und Schule) in Hamburg.
In seiner elften Saison als Musikdirektor der Colorado Springs Philharmonic (USA) und seit 2018 als Chefdirigent des Moritzburg Festival Orchesters (Deutschland) genießt Caballé Domenech eine intensive Karriere in Oper und Konzert. Er war ehemaliger Generalmusikdirektor der Staatskapelle Halle (2013–2018), Künstlerischer Leiter des Bogotá Philharmonic Orchestra (2018) und Erster Gastdirigent des Norrköping Symphony Orchestra (2005–2007). Caballé Domenech hat eine Reihe prominenter Orchester dirigiert, darunter u. a. das Royal Philharmonic Orchestra (mit dem er Respighis Römische Trilogie bei Onyx Classics aufgenommen hat), Tonhalle-Orchester Zürich, hr-Sinfonieorchester, Münchener Rundfunkorchester, WDR Sinfonieorchester, DSO Berlin, RSO Wien, Schwedische Radiosinfonieorchester, Orchestre National du Capitole de Toulouse sowie die Sinfonieorchester von Baltimore, Houston, San Antonio, Fort Worth und Sichuan. In Spanien trat er mit dem Orquesta Nacional de España, dem Orquesta de RTVE, den Sinfonieorchestern von Barcelona, Euskadi, Bilbao, Navarra, Galicien, Kastilien und León, Teneriffa, dem Orquesta Ciudad de Granada und dem Orquesta de Extremadura auf. Caballé Domenech gab sein Operndebüt am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und dirigierte das Ensemble beim Savonlinna Festival und am Teatro La Fenice in Venedig. Darüber hinaus leitete er Produktionen an den Staatsopern in Berlin, Hamburg und Stuttgart, der Dresdner Semperoper, dem Theater an der Wien, der Wiener Volksoper, der Komischen Oper Berlin, dem Essener Aalto Musiktheater, dem Teatro San Carlo in Neapel, der ABAO Bilbao Opera, dem Teatro de la Zarzuela in Madrid sowie dem Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Wagners Der Ring des Nibelungen , Der fliegende Holländer , Aida , Tosca und Adriana Lecouvreur an der Oper Halle, La fanciulla del West , Pagliacci und Cavalleria rusticana an der Hamburgischen Staatsoper sowie Salome und Der Rosenkavalier am Teatro Mayor in Bogotá. Er dirigierte Konzerte am Teatro Real Madrid mit Bryn Terfel, mit dem Orquestra del Palau de les Arts und Lang Lang in Valencia und arbeitete mit Yo-Yo Ma und Itzhak Perlman in Colorado Springs. Aktuelle Engagements führen ihn zum Dresdner Festspielorchester, ins Konzerthaus Berlin und in den Kulturpalast Dresden mit dem Moritzburg Festival Orchester, zu den Niederrheinischen Symphonikern, zum Philharmonischen Orchester Lübeck, zu den Dortmunder Philharmonikern, zur Memphis und Portland Symphony, nach Oviedo zum Asturias Symphony Orchestra, zum Barcelona Symphony Orchestra, zum Málaga Philharmonic Orchestra sowie zu Konzerten mit Plácido Domingo nach Madrid und Mérida. Außerdem ist er mit Carmen in Puerto Rico und Ariadne auf Naxos in Bogotá zu sehen. Josep Caballé Domenech wurde in Barcelona in einer Musikerfamilie geboren. Neben dem Studium von Klavier, Schlagzeug, Gesang und Violine absolvierte er ein Dirigierstudium in Wien, Schweden und Aspen. Zu seinen Mentoren zählen Sergiu Comissiona, Jorma Panula, David Zinman und Sir Colin Davis. Er war Preisträger des 1. Wettbewerbs für junge Dirigenten des Symphonieorchesters des Fürstentums Asturien (2000) und des 13. internationalen Nicolai-Malko-Wettbewerbs für junge Dirigenten (2001). Außerdem wurde er von der American Academy of Conducting an der AMFS mit dem Aspen Prize ausgezeichnet und als Protégé in den Eröffnungszyklus der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative 2002–2003 von Sir Colin Davis aufgenommen.
Bonn Park wuchs in Berlin und Korea auf. Erste Theatererfahrungen machte er beim P14-Jugendclub der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Ab 2010 studierte Park Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sein erstes, bei einem Wettbewerb eingereichtes Stück, Die Leiden des Jungen SuperMario in 2D , bekam beim Heidelberger Stückemarkt 2011 den Innovationspreis. 2014 erhielt er den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis, 2017 gewann sein Stück Das Knurren der Milchstrasse den „Stückemarkt“ des Berliner Theatertreffens. 2018 entwickelte und inszenierte er die Oper Drei Milliarden Schwestern an der Volksbühne Berlin und wurde dafür mit dem Friedrich-Luft-Preis 2018 und als Nachwuchsregisseur des Jahres 2019 des Fachmagazins Theater heute ausgezeichnet