Ein wahres Schauermärchen • von Sam Max • Deutsch von Robin Detje
‚Pidor‘ und der Wolf spinnt eisige Fäden zwischen der Geschichte von Peter und dem Wolf, Peters Frau und ihrem Sohn, Peters heimlicher Jugendliebe Ilya und einem brutalen System der Verfolgung und Ermordung homosexueller Männer in der russischen Republik Tschetschenien. Prokofjews Musikmärchen hat eine russische Landschaft zum Schauplatz, Sam Max überblendet die Märchenmotive mit albtraumhaften Szenen, die zwischen Tragödie und Dystopie-Panorama zirkulieren. Peters Sohn erzählt die Geschichte seiner Familie: Am Vorabend seines achten Geburtstags wird die Familie von Peter verlassen. Dieser fährt zu einem Mann – dem Wolf – um mit ihm zu schlafen. Der Wolf entführt im Auftrag der Regierung homosexuelle Männer, um sie zu foltern und zu ermorden. In Haft trifft Peter auf seine heimliche Jugendliebe Ilya. Acht Jahre später und auf dem Höhepunkt der Katastrophe begegnet Peters Sohn seinem Vater erneut.
Regisseurin Jessica Weisskirchen inszeniert ein bildstarkes Panorama der Gewalt in mitunter poetischen Begegnungen und melodischen Albtraumsequenzen. Sie inszeniert u. a. am Volkstheater München, am Staatstheater Darmstadt, am Staatstheater Hannover und am Deutschen Theater Berlin. Dem Dortmunder Publikum ist sie bestens bekannt, durch ihre Inszenierungen von Woyzeck und Queens.
Hinweis
‚Pidor‘ ist ein beleidigender Begriff für homosexuelle Männer aus dem russischen Sprachraum. Es ist uns wichtig die gewaltsame Realität, die der Begriff mit sich bringt im Stück zu thematisieren. Der Begriff ist nicht Teil unserer alltäglichen Sprache. Wir möchten damit auch dazu einladen kritisch mit diesem Begriff umzugehen.
Peter
Luis Quintana
Wolf
Lukas Beeler
Peters Frau
Antje Prust,
Beatrice Masala
Peters Sohn
Viet Anh Alexander Tran
Ilya
Ekkehard Freye
Peters Sohn (Kind)
Leonie Schraven,
Malik Aybey,
Josua Rieger
Cellist
Tobias Sykora
Wolfschor Assiba Akoho, Umut Can-Cansit, Jörg Karweick, Billa Malz, Sylvia Reusse, Christian Scheid, Alexander Siemens, Roman von Götz
Regie
Jessica Samantha Starr Weisskirchen
Ausstattung
Wanda Traub
Choreografie
Hannes-Michael Bronczkowski
Musik
Chiara Strickland
Dramaturgie
Sabrina Toyen
Theatervermittlung
Sarah Jasinszczak
Licht/ Video
Stefan Gimbel
Ton
Gürkan Erdogan
Regieassistenz
Jasmin Johann
Bühnenbildassistenz
Constanze Kriester
Kostümassistenz
Soraya Ouderhm
Inspizienz
Monika Gies-Hasmann
Soufflage
Fiona Holl
Sprechtraining
Sybille Krobs-Rotter