Schauspiel • Januar bis März 26

Pidor und der Wolf

Ein wahres Schauermärchen • von Sam Max • Deutsch von Robin Detje

(c) Sofia Brandes & Max Slobodda

Pidor und der Wolf

‚Pidor‘ und der Wolf spinnt eisige Fäden zwischen der Geschichte von Peter und dem Wolf, Peters Frau und ihrem Sohn, Peters heimlicher Jugendliebe Ilya und einem brutalen System der Verfolgung und Ermordung homosexueller Männer in der russischen Republik Tschetschenien. Prokofjews Musikmärchen hat eine russische Landschaft zum Schauplatz, Sam Max überblendet die Märchenmotive mit albtraumhaften Szenen, die zwischen Tragödie und Dystopie-Panorama zirkulieren. Peters Sohn erzählt die Geschichte seiner Familie: Am Vorabend seines achten Geburtstags wird die Familie von Peter verlassen. Dieser fährt zu einem Mann – dem Wolf – um mit ihm zu schlafen. Der Wolf entführt im Auftrag der Regierung homosexuelle Männer, um sie zu foltern und zu ermorden. In Haft trifft Peter auf seine heimliche Jugendliebe Ilya. Acht Jahre später und auf dem Höhepunkt der Katastrophe begegnet Peters Sohn seinem Vater erneut.

Regisseurin Jessica Weisskirchen inszeniert ein bildstarkes Panorama der Gewalt in mitunter poetischen Begegnungen und melodischen Albtraumsequenzen. Sie inszeniert u. a. am Volkstheater München, am Staatstheater Darmstadt, am Staatstheater Hannover und am Deutschen Theater Berlin. Dem Dortmunder Publikum ist sie bestens bekannt, durch ihre Inszenierungen von Woyzeck und Queens.

Hinweis
‚Pidor‘ ist ein beleidigender Begriff für homosexuelle Männer aus dem russischen Sprachraum. Es ist uns wichtig die gewaltsame Realität, die der Begriff mit sich bringt im Stück zu thematisieren. Der Begriff ist nicht Teil unserer alltäglichen Sprache. Wir möchten damit auch dazu einladen kritisch mit diesem Begriff umzugehen.

Termine

Februar 2026 01 Sonntag Schauspielhaus 18:00 Uhr – 20:15 Uhr (eine Pause) Einführung: 17:30 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 01. Februar 2026
(Änderungen vorbehalten)

Februar 2026 06 Freitag Schauspielhaus 19:30 Uhr – 21:45 Uhr (eine Pause) Einführung: 19:00 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 06. Februar 2026
(Änderungen vorbehalten)

Februar 2026 21 Samstag Schauspielhaus 19:30 Uhr – 21:45 Uhr (eine Pause) Einführung: 19:00 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 21. Februar 2026
(Änderungen vorbehalten)

März 2026 01 Sonntag Schauspielhaus 18:00 Uhr – 20:15 Uhr (eine Pause) Einführung: 17:30 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 01. März 2026
(Änderungen vorbehalten)

März 2026 14 Samstag Schauspielhaus 19:30 Uhr – 21:45 Uhr (eine Pause) Einführung: 19:00 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 14. März 2026
(Änderungen vorbehalten)

Zum letzten Mal März 2026 22 Sonntag Schauspielhaus 18:00 Uhr – 20:15 Uhr (eine Pause) Einführung: 17:30 Uhr
Tagesaktuelle Besetzung am 22. März 2026
(Änderungen vorbehalten)

Besetzung

Peter Luis Quintana
Wolf Lukas Beeler
Peters Frau Antje Prust, Beatrice Masala
Peters Sohn Viet Anh Alexander Tran
Ilya Ekkehard Freye
Peters Sohn (Kind) Leonie Schraven, Malik Aybey, Josua Rieger
Cellist Tobias Sykora

Wolfschor Assiba Akoho, Umut Can-Cansit, Jörg Karweick, Billa Malz, Sylvia Reusse, Christian Scheid, Alexander Siemens, Roman von Götz
 

Regie Jessica Samantha Starr Weisskirchen
Ausstattung Wanda Traub
Choreografie Hannes-Michael Bronczkowski
Musik Chiara Strickland
Dramaturgie Sabrina Toyen
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak
Licht/ Video Stefan Gimbel
Ton Gürkan Erdogan
Regieassistenz Jasmin Johann
Bühnenbildassistenz Constanze Kriester
Kostümassistenz Soraya Ouderhm
Inspizienz Monika Gies-Hasmann
Soufflage Fiona Holl
Sprechtraining Sybille Krobs-Rotter