Mit einer Förderung in Höhe von 1.272.000 Euro unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen die neugegründete Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund. Es ist die erste Akademie dieser Art in Deutschland - eine Akademie für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technik-orientierte Aus- und Weiterbildung. Einen entsprechenden Förderbescheid konnte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel jetzt an den Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und an Tobias Ehinger, geschäftsführender Direktor des Dortmunder Theaters und Marcus Lobes, den künstlerischen Leiter der Akademie überreichen. Ziel der Akademie ist es, die Theater in Deutschland fit für die Herausforderungen der Digitalen Moderne zu machen: Sie soll technische und künstlerische Weiterbildung, Forschung und Ausbildung mit der unmittelbaren praktischen Anwendung im Kulturbetrieb verknüpfen. „In Dortmund werden jetzt die Theater in Deutschland fit gemacht für die Herausforderungen der Digitalen Moderne. Es geht darum, die neuen Technologien auch für die kulturellen, institutionellen Zwecke zu aktivieren und zu nutzen. Das Theater Dortmund hat in den vergangenen Jahren Pionierarbeit im Bereich der Digitalisierung geleistet und in der Theaterwelt einen ausgezeichneten, europaweiten Ruf“ , betonte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel bei der Übergabe des Förderbescheids. Für Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist Dortmund der zwingende Standort für diese Institution, nachdem die „Stiftung Lebendige Stadt“ Dortmund im vergangenen Jahr als „digitalste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet hat. „Am Dortmunder Hafen entsteht derzeit der nächste Meilenstein unserer Digitalisierungsstrategie, der d.-port. Genau dort ankert die Akademie. Von Dortmund gehen die Signale für die Theaterarbeit der Zukunft nach Deutschland und in die Welt“ , so Sierau. Der künstlerische Leiter der Akademie für Theater und Digitalität Marcus Lobes ergänzte: „Das Primat liegt auf der Kunst - und ihren Bedarfen. Wir untersuchen die Möglichkeiten der Darstellenden Künste in der Digitalen Moderne und forschen, was es heute heißt, kunstschaffend zu sein an der Schnittstelle zwischen Darstellender Kunst und neuesten Technologien. Wir untersuchen das alles frei von den Zwängen eines Produktionsdrucks, im Dialog mit Fachleuten aus unterschiedlichsten Disziplinen und Professionen. Die Kunst, als Sinnbild des Lebens verstanden, muss sich mit den Mitteln der Zeit, in der sie wirkt, beschäftigen.“
03.09.2019
Gemeinsam mit Schulministerin Yvonne Gebauer wird das NRW Juniorballett am Mittwoch, 5. Juni 2019, von 8.30 bis 15.30 Uhr das Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum (Akademiestraße 46-48, 44789 Bochum) besuchen. Im Rahmen des Programms "Das NRW Juniorballett besucht Schulen", das in Kooperation mit der Bezirksregierung Ansberg veranstaltet wird, werden die jungen Tänzerinnen und Tänzer 150 Schülerinnen und Schülern die Welt des Balletts und Tanzes in Form eines Workshops nahebringen. Seit seinem fünfjährigen Bestehen hat sich das NRW Juniorballett u.a. durch seine intensive Gastspieltätigkeit einen überregionalen Ruf erarbeitet. Dabei ist die Vermittlung des Genres Tanz ein wichtiger Aspekt der Arbeit der jungen Tänzerinnen und Tänzer. Jungen Menschen soll anhand von Workshops ein Einblick in den Alltag eines professionellen Balletts gegeben werden. Ein weiterer Aspekt ist die Information über die persönlichen Anforderungen und Herausforderungen, der sich junge Tänzerinnen und Tänzer stellen müssen. Dem NRW Juniorballett ist es dabei ein besonderes Anliegen, den Schülerinnen und Schülern auch die nationale Vielfalt einer modernen Ballettcompagnie als Ausdruck gesellschaftlicher Modernität und Mobilität näherzubringen. Was bedeutet es Tänzer zu werden? Wie erlernt man bereits in sehr jungen Jahren den Umgang mit höchsten Anforderungen und Stress? Wie begegnet man Fehlschlägen und motiviert sich trotzdem zu Selbstdisziplin und künstlerischen Höchstleistungen? Die Schülerinnen und Schüler erleben motivierte und zielstrebige, junge Menschen, die bereits in sehr jungen Jahren sowohl persönliche, als auch berufliche Verantwortung übernehmen und sie erleben eine Ballettcompagnie, die aus Menschen aller Kontinente besteht, die zeigt, wie ethnische, religiöse und nationale Grenzen verwischen, wenn alle an der Realisierung eines gemeinsamen Zieles mitarbeiten. Diese Einblicke in den Alltag von Nachwuchstänzerinnen und Nachwuchstänzern werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Schulministerin Yvonne Gebauer erhalten, die aus diesem Anlass das Alice-Salomon-Berufskolleg besucht. „ Der direkte Kontakt, den Schülerinnen und Schüler an ihrer eigenen Schule mit den Tänzerinnen und Tänzern des NRW Juniorballetts knüpfen können, geht weit über einen Besuch im Tanztheater, Oper oder Ballett hinaus: Das Programm ermöglicht einen spannenden und sehr besonderen Blick hinter die Kulissen und eröffnet die Chance, die Tänzerinnen und Tänzer als Persönlichkeit kennen zu lernen. Für die Schulen sind diese Begegnungen wichtige Impulse für die Verankerung von kultureller Bildung und für die Stärkung der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern aus der Kultur .“ 2014 gründete Xin Peng Wang das NRW Juniorballett. Es besteht aus zwölf jungen Tänzerinnen und Tänzern und ist strukturell eng an das Ballett Dortmund angegliedert. Das NRW Juniorballett versteht sich als Forum zur Förderung und Weiterbildung außergewöhnlich talentierter Nachwuchstänzerinnen und -tänzer und dient diesen dazu, Berufserfahrungen und Bühnenpraxis zu sammeln sowie sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Gleichzeitig sieht das NRW Juniorballett sein Ziel darin, die Tanzkunst in ihrer faszinierenden Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
06.06.2019
Die Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität erhält im Rahmen des Programms Creative Europe eine besondere Förderung der Europäischen Union. Gemeinsam mit neun weiteren internationalen Partnern erhält die Akademie für Theater und Digitalität einen Betrag von 2 Millionen EURO. Die Förderung dient dazu, digitale Technologien im Bereich der Kunst zu entwickeln und für die alltägliche künstlerische Arbeit nutzbar zu machen. Die Europäische Union fördert im Rahmen des Programms Creative Europe neun europäische Theater und eine Universität, die sich der Forschung und Anwendbarkeit von digitalen Technologien im Kunstbereich widmen. Auch im Bereich der Darstellenden Kunst führt die digitale Transformation zu großen Veränderungen. Das zeitgenössische Theater muss die Prozesse des digitalen Wandels verstehen und die veränderten Kommunikationsmodelle der Menschen in seine neuen Konzepte einbeziehen. Die geförderten Institutionen sind: VAT Theatre, Estland Pilot Theatre, Großbritannien Szinhaz Kolibri, Ungarn Teatro O Bando, Portugal Theater Dortmund, Deutschland Vårt Teatret, Norwegen Teatr Ludowy, Polen Landestheater Linz, Österreich Elsinor Centro di produzione teatrale, Italien University of York / Digital Creativity Lab, Großbritannien Zum Thema “Concrete Utopias in the Digital Age” sollen digitale Technologien verstanden, erlernt und getestet werden, um klassische Erzählweisen auf interaktive Kommunikation zu verlagern. Innerhalb von vier Jahren streben die Partnerinstitutionen an: • Die Entwicklung neuer Formen des Geschichtenerzählens auf der Grundlage von Erzählstrukturen, die im kreativen Spielesektor verwendet werden. • Die Verschmelzung neuer Erzählformen mit einer Vielzahl von immersiven Technologien. • Die Verwendung dieser neuen Formate zur Ausweitung des Theaters auf den öffentlichen Stadtraum (immersive outreach) In drei Phasen werden die Theater an der Entwicklung ihrer inhaltlichen und technischen Ziele arbeiten. Am Ende werden insgesamt 27 Produktionen entstehen. Nach vier Jahren streben die Partner neue Verbindungen zwischen den Bereichen Kunst, Berufsausbildung und Industrie an. Das sichtbarste Erbe wird das „Conceptual Tool-Kit“ sein, ein Open-Source-Handbuch für Theater, das immersive Technologie verwendet. Das Gesamtprojekt wurde mit einem Höchstzuschuss von 2 Millionen EURO ausgezeichnet und läuft von 2019 bis 2023.
11.07.2019
Geboren in Brescia (Italien). Ausbildung an der Schule der Pariser Oper sowie der Schule des Hamburg Ballett. 2012 Finalist beim Youth America Grand Prix. Von 2016 – 2018 Mitglied des NRW Juniorballett, im Anschluss Engagement am Staatsballett Hannover. Seit 2019 Gasttänzer am Ballett Dortmund, seit 2022 im Ensemble des Ballett Dortmund.
Geboren in Osaka (Japan). Ausgebildet an der Académie Princesse Grace in Monte Carlo. Engagements beim West Australian Ballet sowie dem Queensland Ballet. Seit 2023 Mitglied des Ballett Dortmund.
In Essen geboren, als ausgebildete Fremdsprachenassistentin war sie zunächst in einer Wirtschaftskanzlei in Düsseldorf tätig, bevor sie eine darstellerische Ausbildung (Musical) in Osnabrück absolvierte und als Assistentin (Regie, Organisation) in den Theaterbereich wechselte. Seit 2014 Assistentin des Ballettintendanten.
Geboren in Toyama (Japan). Ausbildung an der Dutch National Ballet Academy, Amsterdam. Seit 2023 Mitglied des Ballett Dortmund.