Sergio Masero wurde in Madrid geboren und erhielt seine Ballettausbildung am Real Conservatorio Profesional de Danza “Mariemma” sowie an der San Francisco Ballet School. Es folgten Engagements beim Memphis Ballet sowie dem Atlanta Ballet. Er tanzte Hauptrollen wie Basilio in Don Quixote und James in La Sylphide und Boy Capel in Coco Chanel von Annabelle Lopez Ochoa. Er arbeitet zunehmend selbst als Choreograf und engagiert sich als Dozent am Atlanta Ballet Centre for Dance Education für die Förderung junger Tänzer*innen.
Emily Carrico, in Lexington, Kentucky, geboren, erhielt ihre Ausbildung an der Kentucky Ballet Theatre Academy, dem HARID Conservatory und der The Art of Classical Ballet School. Sie tanzte beim Kentucky Ballet Theatre, dem Columbia City Ballet und zuletzt beim Atlanta Ballet. Ihr Repertoire umfasst klassische Hauptrollen wie Kitri ( Don Quixote ) und Marie ( Der Nussknacker ) sowie Werke von George Balanchine, Mark Morris und Helge Tómasson. 2019 wurde sie von Dance Magazine als „Dancer on the Rise“ ausgezeichnet.
Der Kanadier erhielt seine Ausbildung an Canada’s National Ballet School sowie der École Supérieure de Ballet du Québec, wo er 2016 seinen Abschluss machte. Engagements beim Junior Ballett Zürich und daraufhin beim Ballett Zürich führten ihn nach Europa. Im Jahr 2019 erhielt er den renommierten Prix Benois de la Danse mit der Uraufführung von Nocturne (Choreografie: Christian Spuck). 2023 wechselte er zum Staatsballett Berlin.
Die Bühnen- und Kostümbildnerin Julia Rösler, in Berlin geboren, studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und Bühnen- und Kostümbild an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Seit 2007 ist Julia Rösler freiberuflich als Bühnen- und Kostümbildnerin für Sprech- und Musiktheater tätig. Seit der Uraufführung von Kreuzersonate. Tolstoi, Janáček, Beethoven (2007) am Theater Freiburg verbindet sie eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regisseurin Eva-Maria Höckmayr. Gemeinsam entstanden u. a. Neuproduktionen von Pelléas et Mélisande (Theater Aachen), Otello , Pique Dame, The Rake’s Progress (Theater Freiburg), Marco Attilio Regolo (Rokokotheater Schwetzingen), Suor Angelica (Oper Köln), La traviata (Theater Heidelberg), Der Freischütz, Tosca, Die Sache Makropulos (Staatstheater Darmstadt), Die Entführung aus dem Serail (Oper Graz), Emma und Eginhard (Staatsoper Unter den Linden, Berlin) sowie L’incoronazione di Poppea zur Wiedereröffnung der der Lindenoper im Stammhaus nach dessen Generalsanierung, ferner Jenůfa an den Bühnen Bern. In der Saison 2025/26 verantwortet Julia Rösler die Kostüme für die Uraufführung WE (WIR) an der Oper Dortmund. (Stand: 04/2025)
Eva-Maria Höckmayr studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Philosophie an der LMU München sowie Sprech- und Musiktheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seit 2009 ist sie als freie Regisseurin im Musiktheater und mit spartenübergreifenden Arbeiten tätig. Für Pelléas et Mélisande am Theater Aachen erhielt sie den Götz-Friedrich-Preis und den NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler. Sie inszenierte Werke wie Der Freischütz, Die Entführung aus dem Serail, Tosca, Madama Butterfly, Lucia di Lammermoor, Un ballo in maschera, La traviata, Tannhäuser, Pique Dame, Rusalka und Les Troyens an Häusern wie der Staatsoper Unter den Linden, Oper Frankfurt, Oper Köln, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, Luzerner Theater, Theater Klagenfurt, Staatstheater Darmstadt, Theater Freiburg und Theater Heidelberg. Für Suor Angelica (Oper Köln), Otello (Theater Freiburg) und Romeo und Julia auf dem Dorfe (Oper Frankfurt) erhielt sie mehrfach Nominierungen in den Kategorien „Beste Regie“, „Beste Produktion“ und „Beste Nachwuchskünstlerin“ in den Fachzeitschriften Opernwelt und Die Deutsche Bühne. An der Staatsoper Berlin erarbeitete sie mit René Jacobs Telemanns Emma und Eginhard und inszenierte zuletzt Monteverdis L’incoronazione di Poppea . Mit Le nozze di Figaro eröffnete sie 2019/20 die Spielzeit an dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, Hartmanns Simplicius Simplicissimus führt sie 2021 zu den Osterfestspielen Baden-Baden. An der Oper Dortmund zeichnete Eva-Maria Höckmayr 2021/22 für die Inszenierung von Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko verantwortlich. 2025/26 kehrt sie als Regisseurin der Uraufführung WE (WIR) an die Oper Dortmund zurück. (Stand: 04/2025)
Für den Dirigenten und Pianisten Michael Wendeberg ist der Umgang mit dem Konzertrepertoire von Bach bis Boulez ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik. Von 2016 bis Sommer 2023 war er als erster Kapellmeister an den Bühnen Halle (Saale) tätig, wo er in den Spielzeiten 2020|21 und 2021|22 auch als Chefdirigent der Oper wirkte. Zuletzt dirigierte er dort die Premieren von Brittens Ein Sommernachtstraum , Wagners Tristan und Isolde sowie Paderewskis Manru . In die Saison 2024/25 startet Michael Wendeberg beim Future Lab des Festivals Klangspuren Schwaz, ehe er beim Asko|Schönberg Ensemble unter anderem Schönbergs 1. Kammersinfonie und Bergs Kammerkonzert dirigiert, mit Pierre-Laurent Aimard als Solist. Mit dem Ensemble Modern ist er im Rahmen der Reihe Happy New Ears in Frankfurt sowie beim Offspring Festival in Prag zu Gast. Außerdem dirigiert er erneut das Estonian National Symphony Orchestra sowie das Boulez Ensemble in Berlin. In den letzten Spielzeiten gab Michael Wendeberg seine Debüts beim Tokyo Symphony Orchestra mit Debussys Jeux und der Uraufführung von Isabel Mundrys Violakonzert mit Nils Mönkemeyer sowie an der Oper Frankfurt mit der Uraufführung von Vito Žurajs Blühen , verbunden mit einem Porträtkonzert des Komponisten mit dem Ensemble Modern. Zudem kehrte er im Rahmen des AFEKT Festivals zum Estonian National Symphony Orchestra zurück. Weitere Konzerte führten ihn nach Birmingham, Bremen und Helsinki. Sowohl am Klavier als auch am Dirigentenpult sprang er für Daniel Barenboim bei Konzerten mit Werken von Mozart, Boulez und Manoury mit dem Boulez-Ensemble in Berlin und in der Pariser Philharmonie ein. Bei der Reihe „Musik der Zeit“ leitete er ein Projekt mit Simon Steen-Andersen und dem WDR Sinfonieorchester. Als gefragter Gastdirigent leitete er außerdem unter anderem das WDR Sinfonieorchester, das SWR Symphonieorchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die Junge Deutsche Philharmonie, das Mahler Chamber Orchestra, die Slowenische Philharmonie, das Klangforum Wien, das Ensemble Modern, das Remix Ensemble Porto, das Ensemble intercontemporain, die Birmingham Contemporary Music Group und die Sinfonietta Basel und die Staatskapelle Berlin. Beim Lucerne Festival, der Münchner Biennale, dem Beethovenfest Bonn, den Bregenzer Festspielen, der Biennale von Venedig, dem ECLAT Festival Stuttgart, dem Ultraschall Festival Berlin, dem Festival Acht Brücken in Köln, den Klangspuren Schwaz und bei Wien Modern war er mit verschiedenen Programmen zu Gast. Von 2011 bis 2018 war er directeur musical des Ensemble Contrechamps in Genf. Michael Wendebergs Opernrepertoire reicht von Händels Orlando über Mozart, Beethoven, Donizetti, Verdi, Bizet, Puccini, Strauss, Wagner und Britten bis zu zahlreichen Uraufführungen. 2017 dirigierte er Die Zauberflöte und eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Gespenstersonate an der Staatsoper Berlin. 2022 debütierte er an der Dresdner Semperoper mit der Uraufführung von Torsten Raschs Die andere Frau . In Halle leitete er in den vergangenen Spielzeiten unter anderem Beethovens Fidelio, Verdis Aida und Puccinis Tosca sowie die Premieren von Mozarts Don Giovanni , Strauss‘ Ariadne auf Naxos und eine Neubearbeitung von Mozarts Schauspieldirektor . Am Tiroler Landestheater dirigierte er 2024 Le nozze de Figaro . Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und trat als Solist mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble intercontemporain an und arbeitete intensiv mit György Kurtág und Pierre Boulez zusammen. Dessen komplettes Klavierwerk führte er 2015 bei den Festtagen der Berliner Staatsoper sowie 2018 im Pierre Boulez Saal auf; eine CD-Gesamtaufnahme erschien 2021 bei dem Berliner Label bastille musique. Michael Wendeberg studierte Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser, Stefan Litwin und Benedetto Lupo sowie Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte. In der Spielzeit 2025|26 übernimmt Michael Wendeberg die Musikalische Leitung der Uraufführung von Sarah Nemtsovs WE (WIR) an der Oper Dortmund . (Stand: 04/2025)
David DQ Lee zählt international zu den führenden Countertenören der Gegenwart. Den Auftakt zu seiner Karriere bildete eine Reihe eindrucksvoller Wettbewerbsgewinne im Jahr 2005. So gewann er u. a. den 1. Preis beim Concurso Internacional de Canto Francisco Viñas in Barcelona sowie als erster asiatischer Sänger den 1. Preis beim Internationalen Musica-Sacra-Wettbewerb in Rom. Seitdem arbeitet er regelmäßig an nahezu allen führenden Opernhäusern und Konzertsälen Europas, darunter das Teatro alla Scala in Mailand, die Semperoper Dresden, das Theater an der Wien, der Wiener Musikverein, das Opernhaus Zürich, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, das Teatro Real in Madrid, das Théâtre des Champs-Élysées und der Salle Pleyel in Paris, die Barbican Hall in London, die Tschaikowksy Hall in Moskau, die Staatsoper Hamburg, die Nationaloper in Amsterdam, das Concertgebouw Amsterdam, die Komische Oper Berlin, die Oper Frankfurt, die Oper Köln und das Theater Basel. Eingeladen wurde er zu den Festivals in Beaune, Ravinia, Schwetzingen, Innsbruck und den Händel-Festspielen in Halle. Ferner arbeitet der Kanadier koreanischer Herkunft regelmäßig in den musikalischen Zentren seiner beiden Heimatländer. Sein Repertoire reicht von den großen Fachpartien für Countertenor des Barock – die Titelpartien in Händels Orlando , Tamerlano und Serse sowie Porporas Mitridate , Opern von Vivaldi sowie Monteverdis L’incoronazione di Poppea – bis zu zeitgenössischer Musik, darunter die Uraufführungen von Raafs Waiting for Miss Monroe an der Nationaloper Amsterdam 2013 und Battistellis CO2 am Teatro alla Scala in Mailand 2015 sowie Eötvös’ Drei Schwestern an der Oper Frankfurt 2018, Disinganno in der Erstaufführung von Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno am Moskauer Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater 2017/18 und 2018/19 – für die er 2018 in Moskau für die „Goldene Maske“ als bester Sänger des Jahres nominiert wurde – sowie die Titelrolle in Glassʼ Echnaton an der Oper Dortmund 2019. David DQ Lee singt Opernpartien und Konzerte unter namhaften Dirigent*innen wie George Petrou, Andrea Marcon, Jean-Christophe Spinosi, William Christie, Alessandro de Marchi, René Jacobs, Simone Young, Yannick Nézet-Séguin, Ottavio Dantone, Marcus Creed, Riccardo Minasi, Christoph Eschenbach, Dennis Russell Davies und Myung-Whun Chung. In der Spielzeit 2020/21 kehrte er als Ruggiero in Vivialdis Orlando furioso zurück an das Teatro Real. 2021/22 war er als Tamerlano in Vivaldis Il Bajazet am Staatstheater Nürnberg zu sehen sowie als Jack Natas in der Uraufführung von Der Hetzer an der Oper Dortmund. 2023/24 war er zuletzt u. a. in Cavallis La Calisto am Staatstheater Nürnberg sowie in Le Grand Macabre in einer Neuinszenierung am Nationaltheater in Prag zu sehen. In Südkorea erlangte er zusätzlich große Bekanntheit durch die Musikshow Phantom Singer und gründete das preisgekrönte Quartett Forténa. Aktuell ist DQ Lee auch in aufregenden Projekten in den Bereichen Oper, klassische Musik sowie Pop und Jazz aktiv. Sein bei Warner Classics erschienenes Arien-Recital Dream Quilter erzielte innerhalb weniger Tage Plantin-Status in Korea. In der Spielzeit 2024/25 kehrt kehrte er in der Partie des Prinzen Orlofsky ( Die Fledermaus ) an die Oper Dortmund zurück. 2025/26 interpretiert er in Dortmund die Partie Der Wohltäter in der Uraufführung WE (WIR) . An die Semperoper Dresden kehrt er 2026 als Schloßkrähe in einer Neuproduktion von Abrahamsens Snowqueen zurück und wird an der Tacoma Opera Orfeo in einer Neuproduktion von Orfeo ed Euridice verkörpern. (Stand: 04/2025)
Die deutsche Sopranistin Gloria Rehm studierte in Berlin bei Ks. Prof. Bernd Riedel. Sie gewann u. a. den Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die Darstellung der Marie ( Die Soldaten ) bei den Internationalen Maifestspielen Wiesbaden und den 1. Platz beim Richard-Strauss-Wettbewerb München. Ihr Ruf als vielseitige Musikerin und charismatische Darstellerin führte sie an große Opernhäuser und Konzertsäle in ganz Europa, von Berlin, Dresden, Köln und München bis Wien, Amsterdam und Florenz, wo sie eine Vielzahl von Rollen wie Strauss’ Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Verdis Gilda ( Rigoletto ), Mozarts Blonde sowie Konstanze ( Die Entführung aus dem Serail ) und natürlich eine ihrer Paraderollen, Mozarts Königin der Nacht ( Die Zauberflöte ), verkörperte. Darüber hinaus zählt sie zu einer gefragten Künstlerin für zeitgenössische Musik von Luigi Nono bis Jörg Widmann. Mit Gabriel Feltz arbeitete sie bei der hoch gelobten Produktion von Luigi Nonos Intolleranza 1960 an der Komischen Oper Berlin zusammen. Jüngst feierte sie zudem ihr international gelobtes Debüt als La Mort in Hans Werner Henzes Das Floß der Medusa an der Komischen Oper Berlin. Sie war als Waldvogel in Wagners Siegfried unter der Leitung von Karina Canellakis im Concertgebouw Amsterdam zu erleben und wird dort unter Markus Stenz Unsuk Chins Alice in Wonderland aufführen. Die Königin der Nacht sang sie ferner an der Komischen Oper Berlin, der Volksoper Wien und an der Oper Leipzig sowie Ännchen in der Neuproduktion von Der Freischütz bei den Bregenzer Festspielen 2024, gefolgt von Morgana ( Alcina ) an der Oper Bonn. An der Oper Dortmund wird Gloria Rehm in der Saison 2025/26 die weibliche Hauptpartie I-330 in der Uraufführung WE (WIR) interpretieren. (Stand: 04/2025)
Von Opera News als „kraftvoll in Stimme und Auftreten“ und besonders für seine beeindruckende Bühnenpräsenz und ausdrucksstarke Gesangskunst gelobt, macht sich der amerikanische Bassbariton Seth Carico sowohl in den USA als auch international einen Namen. Opera Today lobte „die dynamische Präsenz von Carico, dessen klingender Bariton große Freude bereitete.“ Dank seiner schauspielerischen Ausbildung bringt er eine außergewöhnliche Sensibilität in die Darstellung von Operncharakteren an den unterschiedlichsten Enden des Theaterspektrums ein. Seine Spielzeit 2025/26 ist von diversen Neuproduktionen geprägt. In seinem Hausdebüt am Nationaltheater Prag war er als Finn in Otakar Ostrčils Die Legende von Erin zu erleben. An die Komische Oper Berlin kehrte er als Dreieinigkeitsmoses in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zurück. Die Titelpartie von Le nozze di Figaro übernimmt er in Kürze an den Bühnen Bern. Seth Carico eröffnete seine Saison 2024/25 mit seinem Rollendebüt als Nekrotzar in Ligetis Le Grand Macabre in einer Neuproduktion von Pinar Karabulut unter der musikalischen Leitung von GMD Leo McFall am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. An der Oper Köln folgte für ihn mit der Titelpartie in Don Giovanni eine weitere Neuproduktion, in der Cecilia Ligorio die Regie führte und Tomáš Netopil die musikalische Leitung übernahm. Ein weiterer Höhepunkt seiner Spielzeit war die Uraufführung von Miroslav Srnkas Oper Voice Killer unter der Stabführung von Finnegan Downie Dear am MusikTheater an der Wien, in der Seth Carico in der Dramatisierung einer wahren Geschichte die Hauptrolle des Serienmörders Private Eddie Leonski übernahm. Zum Abschluss der Spielzeit kehrte er zum Grand Teton Music Festival in Beethovens Neunter Sinfonie unter Donald Runnicles zurück. Während der Saison 2023/24 übernahm er an den Bühnen Bern die Rolle des Scarpia in Tosca , brachte seinen Don Alfonso in Così fan tutte an die Komische Oper Berlin, sang Dr. Kolenatý in Věc Makropulos im Concertgebow in Amsterdam, Escamillo in Carmen an der Austin Opera und Kissinger in Nixon in China bei seiner Rückkehr an die Deutsche Oper Berlin. In der Spielzeit 2022/23 gab Carico sein Rollendebüt als Wotan in Die Walküre an den Bühnen Bern, spielte Pistola in Falstaff an der Komischen Oper Berlin und die Titelpartie in Don Giovanni an der Minnesota Opera. Zudem kehrte er für Turnages Greek an die Deutsche Oper Berlin zurück. In den letzten Spielzeiten hat Seth Carico ein umfangreiches Repertoire an der Deutschen Oper Berlin aufgebaut, wo er von 2010 bis 2019 Ensemblemitglied war. An seinem Stammhaus hat er unter anderem Figaro in Le nozze di Figaro , Leporello in Don Giovanni , Sancho Pansa in Don Quichotte , den Doktor in Wozzeck , Dr. Kolenatý in Věc Makropulos , Saint-Bris in Les Huguenots , den Reisenden und andere Rollen in Death in Venice , Oberthal in Le Prophète , Gunther in Götterdämmerung , Redburn in Billy Budd , den Polizeikommissar in Lady Macbeth von Mzensk , Klingsor in Parsifal , Dulcamara in L’elisir d’amore , Sonora in La fanciulla del West , Abimélech in Samson et Dalila und Kassandra in Oresteia gesungen – eine Rolle, für die er 2015 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST als bester männlicher Sänger nominiert wurde. Außerdem war er als Junius in The Rape of Lucretia , Biterolf in Tannhäuser , Farfarello in Die Liebe zu den drei Orangen , Panthée in Les Troyens , die Bösewichter in Offenbachs Les contes d’Hoffmann , Andrew Cunanan in der Uraufführung von Brandt Brauer Fricks elektronischer Oper Gianni und den Vater in der Uraufführung von Aribert Reimanns L’invisible zu erleben. Internationale Gastengagements umfassten sein Haus- und Rollendebüt als Don Giovanni an der Niederländischen Nationaloper, sein Debüt an der Dallas Opera als der Minskman in Flight , Joseph de Rocher in Dead Man Walking mit der Minnesota Opera, Astradamors in Le grand macabre und Schneekönigin/Rentier/Uhr in Die Schneekönigin mit dem Radio Philharmonic Orchestra Amsterdam, Orest in Elektra am Stadttheater Klagenfurt, Fortnum Roscoe/Johnson Evesham in der Uraufführung von Dai Fujikura und Harry Ross’ A Dream of Armageddon am New National Theatre Tokyo, Tonio in Pagliacci mit dem Aalto-Musiktheater Essen, Scarpia in Tosca an der Staatsoper Hannover, Nick Shadow in The Rake’s Progress am Theater Basel, Figaro in Le nozze di Figaro mit der Utah Opera und der Tulsa Opera, Dulcamara in L’elisir d’amore mit der Opera Saratoga, Panthée in Les Troyens an der Staatsoper Hamburg, Antonio in Le nozze di Figaro an der Oper Leipzig, den Sakristan in Tosca am Anhaltischen Theater Dessau, Roberto in I vespri siciliani und Marquis d’Obigny in La Traviata am Teatro Regio Torino, Leonidas in Lysistrata und Victor in der Uraufführung von Before Night Falls mit der Fort Worth Opera und Marquis de Brisaille in der Uraufführung von David DiChieras Cyrano mit dem Michigan Opera Theatre. Auftritte auf der Konzertbühne umfassten Bachs Kantate Nr. 82 , Mendelssohns Die erste Walpurgisnacht , Mozarts Die Zauberflöte , Dvořáks Stabat Mater , Mendelssohns Elias , Verdis Requiem , Händels Messias , Rossinis Petite messe solennelle , Bachs Kaffeekantate und Mozarts Requiem . Diese sang er mit Orchestern und Festivals wie dem Kölner Fest für Alte Musik, dem Nashville Symphony, Atlanta Ballet, Chautauqua Symphony, Richmond Symphony und Michigan Sinfonietta. Carico wurde eingeladen, einen Liederabend an der University of Michigan mit Dvořáks Cypřiše zu geben, begleitet von dem renommierten Pianisten und Spezialisten für tschechische Musik, Timothy Cheek. Im Sommer 2012 nahm Seth Carico am renommierten Merola Opera Program am San Francisco Opera Center teil und schloss damit seine erfolgreichen Lehrjahre bei Kompanien wie der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro Regio Torino, der Fort Worth Opera, dem Michigan Opera Theatre, der Nashville Opera, der Lake George Opera und der Chautauqua Opera ab. Er gewann den vierten Preis beim Shreveport Opera Singer of the Year Wettbewerb, den Hauptpreis des Orpheus National Vocal Competition und einen Encouragement Award der Chautauqua Opera Guild. An der Oper Dortmund wird er im Frühjahr 2026 in der Uraufführung von Sarah Nemtsovs Oper WE (WIR) auf der Bühne stehen. (Stand: 03|2026)