Die israelische Pianistin Dorel Golan erhielt ihre professionelle Ausbildung bei Daniel Gortler and Vadim Monastirsky und vervollkommnete sich bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music der Universität Tel-Aviv und an der Musikhochschule Hannover. Seit langem zählt sie zu gefragtesten Pianistinnen der jüngeren israelischen Generation. Dorel Golan konzertierte international bis nach Australien und Südamerika mit einer Vielzahl renommiertet Orchester und gab Solorecitals in zahlreichen großen Sälen. Eine besondere künstlerische Partnerschaft verbindet sie mit dem Israel Philharmonic Orchestra und deren Musikern.
Per Arne Glorvigen (* 1963) zählt zu den erfolgreichsten Bandoneon-Spielern unserer Zeit. Er studierte von 1983 bis 1987 Akkordeon an der Musikhochschule in Oslo und setzte seine Studien danach in Paris bei Richard Galliano fort. Entscheidend war ein Zusammentreffen im Oktober 1988 in Paris mit dem Bandoneon-Meister Juan José Mosalini, der seine Heimat Argentinien nach der Machtübernahme der Militärdiktatur verlassen hatte. Glorvigen wechselte vom Akkordeon zum Bandoneon, studierte drei Jahre bei Mosalini und lernte bei mehreren ausgedehnten Aufenthalten in Buenos Aires Tangolegenden wie Horacio Salgán, Osvaldo Pugliese und auch Astor Piazzolla kennen, was ihn nachhaltig prägte. Danach begann er, sich als Bandoneon-Solist international zu profilieren. In seiner Karriere erweiterte Glorvigen das klassische Tango-Repertoire für sein Instrument um Werke aus dem Barock, Klezmer, Pop und vor allem auch um zeitgenössische Musik. Namhafte Komponisten widmeten ihm Konzerte für Bandoneon und Orchester. Nach Studien in Paris bei Eric Tanguy (Komposition) und Guillaume Connesson (Orchestrierung) wandte sich Glorvigen auch selbst erfolgreich dem Komponieren zu. Eine besonders produktive künstlerische Zusammenarbeit verbindet Per Arne Glorvigen mit dem Geiger Gidon Kremer, mit dem er weltweit Konzerte gegeben und vier CDs eingespielt hat. Zu Glorvigens musikalischen Partnern zählen weiter der Cellist Nicolas Altstaedt, die Harfenistin Marie-Pierre Langlamet, der Gitarrist Göran Söllscher und das Alban Berg Quartett. Als Solist konzertierte er mit zahlreichen international bekannten Orchestern. Daneben sind die Auftritte mit dem Glorvigen Trio fester Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. Das seit 2012 in der Besetzung mit dem Kontrabassisten Arnulf Ballhorn und der Geigerin Daniela Braun musizierende Trio bietet ungewöhnliche Programme, in denen Werke des Barock, des Tango nuevo und der neuen Musik miteinander verknüpft werden.
Der 1981 in London geborene Dirigent Leo McFall gehört zu der Garde junger, aufstrebender Dirigenten, die sich bereits international profiliert haben. Zur Saison 2020/21 übernahm er als Chefdirigent das Symphonieorchester Vorarlberg, mit dem er neben den regulären Saisonkonzerten in Bregenz regelmäßig im Rahmen der Bregenzer Festspiele konzertiert und in den letzten Jahren mehrmals im Großen Festspielhaus Salzburg zu Gast war. McFall ist außerdem eng mit dem Alma Mahler Kammerorchester verbunden. In den letzten Jahren war Leo McFall Gastdirigent unter anderem beim Orchestre National du Capitole de Toulouse, beim BBC Philharmonic, dem Orchestre National de Lyon und im Oktober 2021 auch mit einem sehr schönen Konzert bei den Dortmunder Philharmonikern. Seine Einspielung der frühen Symphonien von Emilie Mayer wurde 2021 mit renommierten internationalen Preisen ausgezeichnet. Ein wichtiger Teil des Repertoires des Dirigenten sind Werke zeitgenössischer Komponist*innen wie Alissa Firsova, Jimmy Lopez und Thomas Larcher, dessen 3. Symphonie McFall im August 2021 bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt hat. Leo McFall ist ein ungewöhnlich vielseitiger Musiker, der Violine und Viola spielt und bereits als Schüler als Pianist das Finale des „ BBC Young Musician of the Year“ erreichte. Nach einem Musikstudium an der Oxford University absolvierte er sein Dirigierstudium an der Sibelius Akademie in Helsinki und bei Johannes Schlaefli an der Zürcher Hochschule. Als Assistent des niederländischen Dirigenten Bernard Haitink von 2005 bis 2012 stand McFall schon früh am Pult internationaler Spitzenorchester in Wien, Amsterdam und Chicago. Darüber hinaus assistierte er Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, Philippe Jordan sowie Jonathan Nott. Zwischen 2012 und 2015 war Leo McFall Erster Kapellmeister des Staatstheaters Meiningen. 2015 wurde er mit dem Deutschen Dirigentenpreis ausgezeichnet und war danach bis 2020 als freischaffender Dirigent tätig.
Die gebürtige Stuttgarterin Mira Foron (*2002) gehört zu den großen deutschen Geigentalenten ihrer Generation. Sie stammt aus einer Musikerfamilie und erhielt bereits im Vorschulalter die denkbar beste Förderung durch den Unterricht als Jungstudentin an der Musikhochschule in Hannover. Prominente Professoren und Solisten wie Boris Garlitsky und Kolja Blacher waren weiter an ihrer Ausbildung beteiligt. Hinzu kommen Meisterkurse bei Geiger*innen wie Frank Peter Zimmermann, Daniel Hope und Ana Choumachenco. Im Moment vervollkommnet sich Mira Foron bei Julia Fischer an der Musikhochschule München. Zahlreiche Erfolge bei internationalen Wettbewerben ebneten der Geigerin den Weg auf das Konzertpodium. Im Alter von 14 Jahren debütierte Mira Foron mit Mendelssohns Violinkonzert in der Tonhalle Zürich. Seitdem konzertierte sie unter anderem beim Festival Mecklenburg-Vorpommern, in der Berliner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus und beim renommierten Festival im schweizerischen Verbier. In Dortmund ist sie auch als Stipendiatin der Mozart-Gesellschaft und durch Auftritte mit den Dortmunder Philharmonikern bestens bekannt.
Bojana Peković (1997) ist eine Gusla-Spielerin aus Serbien. Aufgewachsen mit dem traditionellen Gusla-Erbe ist sie zugleich als Reformerin in diesem Bereich bekannt, da sie die Grenzen des Gesangs zur Gusla-Begleitung stets neu auslotet. Neben ihren Soloauftritten und der Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen ist sie auch in der Weltmusik sowie in Bereichen wie Gusle & Electronics, Orchester, Theater, Pädagogik und Forschung tätig. Sie hat an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen sowie Audio-, TV- und Videoformaten in Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada teilgenommen. Ebenso leistete sie einen wesentlichen Beitrag, dass der Gesang zur Gusla von der UNESCO in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen wurde. Im Sommer 2021 schloss sie den Bachelor of Global Music an der Sibelius Academy in Helsinki (Finnland) ab. Im Dezember 2023 absolvierte sie ebenda ihren Master. Am 29. Dezember 2022 wurde Bojana Peković mit dem Goldenen Abzeichen für ihren langjährigen Beitrag zur Entwicklung kultureller Aktivitäten ausgezeichnet – für selbstlose, engagierte und langfristige Arbeit, verliehen von der Kultur- und Bildungsgesellschaft Serbiens und dem Außenministerium unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Kultur und Information der Regierung der Republik Serbien. An der Oper Dortmund wirkt sie in der Spielzeit 2023/24 in der Rolle einer Gusla-Spielerin in der Deutschen Erstaufführung von La Montagne Noire (Der schwarze Berg) mit.
Emma Gaudiano wurde in Berlin geboren, studierte Kostümbild an der Royal Academy of Arts in Antwerpen und sammelte erste Erfahrungen durch Hospitanzen und Assistenzen an Theatern wie der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, der Deutschen Oper am Rhein und dem Opernhaus Zürich. Sie stattete u. a. die Riemannoper an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, La serva padrona am Konzerttheater Bern sowie Der Kaiser und die Hexe mit Regisseurin Emily Hehl an der Theaterakademie August Everding in München aus. Seit der Saison 2021/22 arbeitet sie als selbstständige Kostümbildnerin u. a. am Theater Görlitz, Theater Koblenz, Theater St. Gallen und den Landesbühnen Sachsen. In der aktuellen Spielzeit 2023/24 gestaltete sie zuletzt das Kostümbild für Macbeth am Aalto-Musiktheater Essen. An der Oper Dortmund wird sie die Kostüme der Deutschen Erstaufführung von La Montagne Noire (Der schwarze Berg) verantworten.